Messe mit Rekordbeteiligung 15.09.2014, 13:19 Uhr

Fachbesucher aus aller Welt pilgern nach Frankfurt zur Automechanika 2014

Wenn der Automechaniker künftig mit Datenbrille in den Motorraum schaut oder eine Testfahrt auf der Hebebühne absolviert, muss man sich nicht wundern: Das sind einige der Innovationen, die die 4631 Aussteller der Automechanika in Frankfurt präsentieren. Die weltgrößte Fachmesse für den Aftermarket in der Automobilindustrie präsentiert ab dem 16. September Innovationen in den Bereichen Teile, Systeme, Tuning, Werkstattausrüstung, Karosserie und Lack, Fahrzeugwäsche, IT und Management. 

Vom 16. bis 20. September lockt die Automechanika 2014 Fachbesucher aus aller Welt in die Frankfurter Messehallen. Die Zahl deutscher Aussteller ist rückläufig, immer mehr Unternehmen kommen aus China. 

Vom 16. bis 20. September lockt die Automechanika 2014 Fachbesucher aus aller Welt in die Frankfurter Messehallen. Die Zahl deutscher Aussteller ist rückläufig, immer mehr Unternehmen kommen aus China. 

Foto: Automechanika

Im Vergleich zur letzten Automechanika im Jahr 2012 haben sich dieses Jahr 34 Firmen mehr angemeldet. Die 4631 Aussteller aus 71 Ländern bedeuten eine neue Rekordbeteiligung. „Die zunehmende Modellvielfalt und komplexere Technologien sorgen für mehr Marktteilnehmer und eine steigende Zahl von Ersatzteilen“, erklärt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Zahl der deutschen Aussteller geht zurück

Allein hinter den deutschen Teile- und Zubehörherstellern steht ein weltweiter Nettoumsatz von über 100 Milliarden Euro jährlich. Allerdings ist ihre Beteiligung an der Automechanika rückläufig. Nur noch 700 Aussteller kommen aus Deutschland, 150 weniger als im Vorjahr.

Laut Tagesspiegel begründet das die Messe mit Firmenaufkäufen –  zudem seien Anbieter für Tankstellenbedarf nicht mehr auf der Automechanika vertreten. Sie sind zu einer internationalen Fachmesse nach Stuttgart ausgewichen.

Prämiert hat die Jury auch diese neue Hebebühne: Sie erlaubt Testfahrten wie auf der Straße – Lenken inklusive. Sensoren in den Rollen messen Antriebs- und Bremsmoment.

Prämiert hat die Jury auch diese neue Hebebühne: Sie erlaubt Testfahrten wie auf der Straße – Lenken inklusive. Sensoren in den Rollen messen Antriebs- und Bremsmoment.

Foto: Maha Maschinenbau

Mehr Aussteller denn je kommen hingegen aus China: Vor zwei Jahren waren es 655, jetzt sind es schon 783. Auf Wachstumskurs sind auch Argentinien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Reifendichtmittel hält 10 Jahre und ist biologisch abbaubar

Bereits im Vorfeld der Messe prämierte der Automechanika Innovation Award die besten Neuheiten der Branche. Zu den Gewinnern zählt das Reifendichtmittel Pannex, das bei einer Reifenpanne den Reifenwechsel überflüssig macht.

Das neue Mittel auf Mikrofaserbasis ist besonders umweltfreundlich, biologisch abbaubar und hält zehn Jahre lang. Es wird über das Ventil mit Kompressorkraft in den Reifen eingefüllt. Der mitgelieferte Kompressor wird am Zigarettenanzünder angeschlossen.

Hebebühne für Testfahrten gewinnt Innovation Award 2014

Gewinner des Innovation Awards ist auch der Fahrprüfstand des deutschen Unternehmens Maha Maschinenbau aus Haldenwang. Konnten Mechaniker in Werkstätten elektronische Sicherheitssysteme bislang nur über das Auslesen des Fehlerspeichers prüfen, verspricht die Hebebühne MFP 3000 ganz neue Testmöglichkeiten: Der Mechaniker fährt das Auto auf die Hebebühne, ein Radfreiheber hebt es anschließend an, bis alle Räder frei stehen. Anschließend legt das hydraulische System die Prüfrollen an die Räder an.

Texa konnte die Jury des Innovation Award überzeugen: Der italienische Diagnosespezialist hat eine Applikation für die Epson-Datenbrille entwickelt, die Mechaniker durch einzelne Reparaturschritte lotst.

Texa konnte die Jury des Innovation Award überzeugen: Der italienische Diagnosespezialist hat eine Applikation für die Epson-Datenbrille entwickelt, die Mechaniker durch einzelne Reparaturschritte lotst.

Foto: Epson

Dann beginnt die Probefahrt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h: Genau wie auf der Straße kann der Fahrer Gas geben, Bremsen und Kurven fahren und so beispielsweise das Antiblockiersystem (ABS) und die elektronische Differentialsperre testen. In den Rollen selbst befinden sich Sensoren, die an den Rädern wirkende Antriebs- und Bremsmomente registrieren.

Texa setzt Mechanikern Datenbrille auf die Nase

Der italienische Diagnosespezialist Texa hat die Jury mit einer Applikation für die elektronische Brille Epson BT-200 überzeugt, die optisch den Google Glasses ähnelt. Sie hört auf den Namen Augmented Reality Glasses und ist ganz auf den Alltag in Kfz-Werkstätten ausgelegt: Sie unterstützt Techniker bei der Reparatur, indem sie alle notwendigen Informationen direkt vor deren Augen projiziert.

Auf die Vernetzung der Werkstätten setzt auch der deutsche Automobilzulieferer Bosch. Er präsentiert auf der Messe einen Tablet-PC, der alle Prüf- und Diagnosemodule von Bosch steuert. Die Messe endet am 20. September. 

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