Shanghai Auto Show 22.04.2015, 13:28 Uhr

Europäische Top-Modelle bekommen für China einen Hybridantrieb

Chinas Regierung möchte deutlich mehr E- und Hybrid-Fahrzeuge auf den Straßen sehen. Das zeigt sich ab heute auch auf der Shanghai Auto Show. Zum einen gelingt es den landeseigenen Herstellern immer besser, qualitative Fahrzeuge zu bauen. Obendrein werden in China auch Autos europäischer Marken extra in E-Versionen angeboten. 

Blick über die 16. Shanghai Auto Show: Die chinesische Automesse präsentiert besonders viele SUV mit Hybridantrieb, die speziell für den asiatischen Markt gedacht sind und teilweise in Europa nicht zu haben sind.

Blick über die 16. Shanghai Auto Show: Die chinesische Automesse präsentiert besonders viele SUV mit Hybridantrieb, die speziell für den asiatischen Markt gedacht sind und teilweise in Europa nicht zu haben sind.

Foto: How Hwee Young/dpa

Die Automobilbranche ist sich weitgehend einig: Auch chinesische Hersteller sind mittlerweile in der Lage, hochwertige Elektroautos zu bauen. Das können Besucher ab heute auf der Shanghai Auto Show feststellen. Ein Beispiel ist der kompakte SUV namens Concept Next aus dem Hause Zinoro, ein gemeinsames Unternehmen des chinesischen Herstellers Brillance und BMW. So verwundert es auch nicht, dass das rein elektrisch angetriebene Fahrzeug die Plattform des BMW X3 nutzen wird. Technische Details verrät Zinoro allerdings noch nicht.

Das Konzeptauto FV2 von Toyota wird nicht durch ein Lenkrad, sondern über die Bewegungen des Körpers des Fahrers gesteuert.

Das Konzeptauto FV2 von Toyota wird nicht durch ein Lenkrad, sondern über die Bewegungen des Körpers des Fahrers gesteuert.

Foto: How Hwee Young/dpa

Mit dem Zinoro 1E hatte die Marke bereits vor etwa einem Jahr ihr erstes Modell auf den Markt gebracht. Hierfür diente der BMW X1 als Plattform, die Antriebskomponenten stammten aus dem BMW 1er ActiveE.

Konkurrenz für den Smart aus dem Reich der Mitte?

Die seit 2006 bestehende chinesische Marke Roewe zeigt in Shanghai eine Elektrovariante der Limousine 550. Dem Smart Konkurrenz machen soll hingegen das Modell EX des fünftgrößten chinesischen Autoherstellers BAIC. Auf den ersten Blick löst der Zweisitzer unweigerlich Assoziationen mit dem heimischen Kinderzimmer aus.

Dabei ist der weniger als drei Meter kurze Cityflitzer keineswegs ein Spielzeugauto: Sein Elektromotor bringt es auf 95 PS und 160 Kilometer pro Stunde. Mit einer Steckdosenladung soll der Ultrakompakte immerhin 150 Kilometer weit kommen.

Audi hat dem wuchtige Q7 für den asiatischen Markt einen Hybridantrieb verpasst, den es für Europa nicht gibt.

Audi hat dem wuchtige Q7 für den asiatischen Markt einen Hybridantrieb verpasst, den es für Europa nicht gibt.

Foto: Audi

Auch alte Bekannte aus Europa gibt es in Shanghai zu bestaunen. Allerdings hält auch hier Chinas neues Ökobewusstsein Einzug. Kurzerhand wurden Modelle wie der Volvo S60, der BMX X5 und der wuchtige Audi Q7 „elektrifiziert“. Letzterer verfügt in der Version Q7 e-tron zwar über einen 252 PS starken Benzinmotor, zusätzlich hat der SUV aber auch einen E-Antrieb mit 94 Kilowatt Leistung unter der Haube.

Dieser Hybrid-Q7 mit Allradantrieb ist vorerst aber nur für den asiatischen Markt vorgesehen. Auf 100 Kilometern soll das Auto mit einem Spritverbrauch von 2,5 Litern glänzen. Auch sein Emissionswert von 60 Gramm C02 je Kilometer ist gering.

100.000 Besucher täglich erwartet

Ebenfalls ein Steckdosenhybrid ist die VW-Studie C Coupé GTE, die wohl schon auf das künftige Phaeton-Modell einstimmen soll. Der vierzylindrige Benzinmotor ist 211 PS stark, der zusätzliche E-Antrieb liefert noch einmal 124 Pferdestärken.

Der neue Volkswagen C Coupé GTE auf der Shanghai Auto Show bietet schon einen Ausblick auf den nächsten Phaeton.

Der neue Volkswagen C Coupé GTE auf der Shanghai Auto Show bietet schon einen Ausblick auf den nächsten Phaeton.

Foto: Friso Gentsch/VW/dpa

Mit 2,3 Litern liegt der Normverbrauch der Limousine noch ein klein wenig unter dem des Audi Q7 e-tron. Ungewöhnlich: Der C-Coupé verfügt über ein Achtganggetriebe.

Rein elektrisch unterwegs, und dafür auch noch ohne Lenkrad, ist das Konzeptauto Chevrolet FNR, das GM in Shanghai vorstellt. Der Prototyp erinnert stark an das Mercedes-Forschungsauto F 015, das Daimler dieses Jahr auf der CES vorgestellt hatte.

Noch bis zum 29. April ist die Shanghai Auto Show für Besucher geöffnet. Und sie werden kommen. Etwa 100.000 Gäste erwarten die Veranstalter in dem neuen Messegelände – pro Tag.  

Publikumsmagnet auch auf der Shanghai Auto Show: das Forschungsauto F 015 von Mercedes.

Publikumsmagnet auch auf der Shanghai Auto Show: das Forschungsauto F 015 von Mercedes.

Foto: How Hwee Young/dpa

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