Windkraft 11.03.2005, 18:37 Uhr

Windkraft kein Widerspruch zum Vogelschutz  

VDI nachrichten, Hamburg, 11. 3. 05 – Die Windkraftanlagen in Deutschland können den Bestand der Vogelarten nicht gefährden. Bei Brutvögeln gibt es keine erheblichen negativen Auswirkungen, Rastvögel leiden unter dem knappen Raum.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) legte in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz in Hamburg eine Studie über die Auswirkungen der Windenergie auf die biologische Vielfalt von Vögeln und Fledermäusen vor. Das Ergebnis: Durch die über 16 000 Windkraftanlagen (WKA) in Deutschland ist keine Vogelart in ihrem Bestand gefährdet.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Airbus-Firmenlogo
Program Certification Engineering (d/m/f) Airbus
Manching Zum Job 
Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Gruppenleiter (m/w/d) Konstruktion Stahlbrücken Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG
Sengenthal Zum Job 
Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung-Firmenlogo
Projektmanager (m/w/d) Infrastrukturprojekte Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung
Stuttgart Zum Job 
Hamburger Hochbahn AG-Firmenlogo
IT-Systemingenieur*in Leitsysteme Busbetrieb Hamburger Hochbahn AG
Hamburg Zum Job 
Allbau Managementgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauprojektleitung (m/w/d) "Technische Projekte" Allbau Managementgesellschaft mbH
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*in (m/w/d) im Projektmanagement Bereich Mobilität / Verkehr THOST Projektmanagement GmbH
Nürnberg,Hannover Zum Job 
Berliner Wasserbetriebe-Firmenlogo
Projektleiter:in für große Investitionsprojekte (w/m/d) Berliner Wasserbetriebe
Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung-Firmenlogo
Planungskoordinator (m/w/d) im Projekt Zukunftsquelle Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung
Stuttgart Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
FCAS2023 Flight Simulation Architect (d/f/m) Airbus
Manching Zum Job 
Berliner Wasserbetriebe-Firmenlogo
Leitende:r Ingenieur:in der technischen Betriebsführung / Klärwerk Wansdorf (w/m/d) Berliner Wasserbetriebe
Schönwalde-Glien Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
FCAS2023 Flight Simulation Integration Engineer (d/f/m) Airbus
Manching Zum Job 
Cycle GmbH-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur für Elektronik (m/f/d) Cycle GmbH
Hamburg Zum Job 
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*in (m/w/d) im Projektmanagement Bereich verfahrenstechnischer Anlagenbau (Chemie und Pharma) THOST Projektmanagement GmbH
Nürnberg,Hannover,Berlin,Leipzig,Hamburg Zum Job 
Mitscherlich PartmbB-Firmenlogo
Patentingenieur (w/m/d) Fachrichtung Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Maschinenbau oder vergleichbar Mitscherlich PartmbB
München Zum Job 
VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur:in Elektrotechnik (w/m/d) VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH
Gelsenkirchen,Lingen (Ems) Zum Job 
newboxes GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur Produktentwicklung (m/w/d) newboxes GmbH
Deutschlandweit Zum Job 
VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur:in Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) (w/m/d) VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH
Gelsenkirchen Zum Job 
VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur:in Automatisierungstechnik (w/m/d) VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH
Gelsenkirchen Zum Job 
Leviat GmbH-Firmenlogo
Bauingenieur (m/w/d) Leviat GmbH
Langenfeld (NRW) Zum Job 
ILF Beratende Ingenieure GmbH-Firmenlogo
Projekt- und technischer Angebotsingenieur (m/w/d) ILF Beratende Ingenieure GmbH
München, Bremen, Hamburg, Essen, Berlin Zum Job 

Bezüglich der Brutvögel konnte der Nabu keine „erheblichen negativen Auswirkungen“ feststellen. Gravierender sind allerdings die Auswirkungen auf Rastvögel. Hier erweisen sich einige Vogelarten als außerordentlich empfindlich. Angesichts der knapper werdenden Rastmöglichkeiten für größere Vogelschwärme stellen Windkraftanlagen eine erhebliche Beeinträchtigung der Tiere dar. Offenbar nehmen die Minimalabstände, die Vögel zu WKA halten, mit der Anlagengröße zu. Eine Gewöhnung der Tiere an die WKA konnte die Studie nicht feststellen.

Bei der Frage nach dem Umfang des Vogelschlags in Deutschland traten die Meinungsverschiedenheiten zwischen Nabu und dem Bundesverband Windenergie (BWE), der in Person des Präsidenten Hans-Peter Ahmels auf der Pressekonferenz vertreten war, offen zutage. Während Ahmels die Zahl der durch WKA getöteten Vögel mit „etwa 1000“ angab, sprach Nabu-Projektleiter Hermann Hötker von 100 000 bis 150 000. Einig waren sich beide aber in der Bewertung, dass vom Vogelschlag durch WKA die Vogelbestände und die Artenvielfalt nicht gefährdet sind.

Da das Vogelschlagrisiko stark vom Anlagenstandort abhängt, forderte Hötker dazu auf, besonders belastete Standorte im Zuge des Repowering – also der Erneuerung der Windparks durch modernere und größere Anlagen – zu überprüfen und notfalls aufzugeben. Insbesondere beträfe dies Geländeabbrüche, Feuchtgebiete, Waldränder und die unmittelbare Nachbarschaft von Seen. Hierzu fehlen in Deutschland noch ergänzende Studien. Für eine „vogelfreundliche“ Gestaltung von WKA – etwa durch Farbgebung oder spezielle Beleuchtung – fehlten gesicherte Erkenntnisse.

Der Nabu hat zu den Auswirkungen der Windkraft auf Vögel keine eigenen Untersuchungen durchgeführt, sondern 127 Studien, die weltweit erstellt wurden, zusammengefasst und neu bewertet. Allerdings genügte nur ein kleiner Teil der betrachteten Untersuchungen wissenschaftlichen Standards, stellte Hötker einschränkend klar. Durch die Einbeziehung aller vorliegenden Daten und spezielle statistische Verfahren sei die Studie aber dennoch zu einigen belastbaren Erkenntnissen gekommen. Es sei aber dringend erforderlich, auch in Deutschland beispielsweise verlässliche Kollisionsraten für Vögel und Fledermäuse an WKA zu ermitteln. Dies gelte insbesondere für große Anlagen, die künftig im Zusammenhang mit dem Repowering verstärkt eingesetzt werden.

„Die Windbranche kann mit dem Ergebnis dieser Studie gut leben“, fasste BWE-Präsident Ahmels die Bewertung der Studie durch seinen Verband zusammen. „Das ist ein Schritt in Richtung Planungssicherheit.“ Der BWE hatte seit Jahren bestandsgefährdende Auswirkungen von Windkraftwerken auf die Vogelwelt bestritten. JÖRN IKEN

Ein Beitrag von:

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.