Erneuerbare Energien 03.08.2012, 11:00 Uhr

Windenergie: Dienstleister repariert im Zweifelsfall alles

„Wenn es eine Branche gibt, die insbesondere in den letzten Jahren durch Erfahrung an Professionalität gewonnen hat, dann ist es die Windenergie“, meint Ulrich Schomakers, Geschäftsführer des Serviceunternehmens Availon. Nachfolgend beschreibt er, wie ein Betreiber nahezu alle Risiken, die sich durch den Betrieb einer Anlage oder eines Windparks ergeben, an einen Dienstleister abgeben kann.

Ende 2011 waren in Deutschland Windenergieanlagen (WEA) mit einer Gesamtleistung von rund 22 300 MW installiert. Allein im letzten Jahr wurden 835 Anlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 2007 MW Onshore, also an Land, errichtet.

Hatte in den 1990er-Jahren eine typische Windenergieanlage noch eine Nabenhöhe von max. 50 m und eine Leistung von etwa 250 kW, sind die heutigen Anlagen fast drei Mal so hoch und erbringen mit 2 MW bis 3 MW das Zehnfache an Leistung.

Windenergie: Ertragsrisiken steigen insgesamt an

Der Einstieg der Windenergie in die leistungsstarke Multimegawattklasse führte allerdings auch dazu, dass Windenergieanlagen zunehmend höheren Belastungen standhalten mussten und somit anfälliger für Fehler und Komponentenschäden wurden.

Eine Windenergieanlage ist ein Investitionsgut, dessen Betriebszeit auf durchschnittlich 20 Jahre kalkuliert wird. Die Wirtschaftlichkeit von Windenergieanlagen oder Windparkprojekten muss demnach über einen sehr langen Zeitraum sichergestellt sein.

Betreiber müssen hierzu nicht nur die zu erwartenden Erträge ins Kalkül ziehen, sondern auch die Risiken, die sich durch Anlagenstörungen oder Schäden an Komponenten – und damit drohenden Ertragsausfällen aufgrund von Anlagenstillständen – ergeben. Ein Ertragsrisiko ergibt sich demzufolge aus dem Zusammenspiel zwischen Windenergieanlagen-Standort und dem hieraus resultierenden Windangebot sowie der Anlagentechnologie.

Ertragsrisiko von Onshore-Windenergie vergleichsweise gering

Überraschenderweise schätzen Fachleute das Ertragsrisiko auf der Verfügbarkeitsseite bei Onshoreanlagen als relativ gering ein. Weniger überraschend ist diese Einschätzung, wenn man weiß, dass sie auf einer umfassenden Wartungs- und Servicebetreuung als wesentliche Voraussetzung beruht.

Vor diesem Hintergrund beobachtet die Availon GmbH, einer der weltweit führenden Anbieter von markenübergreifenden Serviceleistungen für Windenergieanlagen, bei Betreibern einen zunehmenden Trend hin zu Vollwartungskonzepten.

Der besondere Vorteil einer Vollwartung ist das hohe Maß an Sicherheit, die man hinsichtlich der Anlagen- bzw. Windpark spezifischen Kostenstrukturen innerhalb der Vertragslaufzeit erhält. Auf diese Weise wird es möglich, die Kosten für den Betrieb von Windenergieanlagen und Windparks besser zu prognostizieren und damit auf lange Sicht transparenter abzubilden.

Im Sinne eines wirklich langfristigen wirtschaftlichen Betriebes muss ein Vollwartungskonzept letztendlich aber zu einer Windenergieanlage oder einem Windpark passen.

Damit die Wartung zur Investition passt, hat Availon mit WindKeeper ein modulares Servicekonzept für Anlagen von GE, Vestas und Gamesa entwickelt, das sich an den tatsächlichen Bedarf von Windenergieanlagen-Betreibern orientiert.

Die Vollwartungsstrategien innerhalb dieses Konzeptes unterteilen sich in „WindKeeper Complete Modular“ und „WindKeeper Complete“. Zu jedem dieser Servicepakete werden frei wählbare Wartungs- sowie Optimierungsmodule angeboten.

So enthält WindKeeper Complete Modular etwa mit einer Fernüberwachung, dem Verschleißteilpaket oder einer Entstörung bei Anlagenproblemen bereits viele Leistungen, die sich beispielsweise durch die Wahl unterschiedlicher Anlagenoptimierungen, sogenannter Upgrades, erweitern lassen. Ferner kann ein Betreiber entscheiden, ob Windenergieanlagen-Großkomponenten Bestandteil der Servicevereinbarung sind oder nicht.

Auch mit WindKeeper Complete sind flexible und langfristige Vertragslaufzeiten möglich, wobei ein Betreiber nahezu alle Risiken, die sich durch den Betrieb einer Anlage oder eines Windparks ergeben, abgibt. In diesem Vollwartungskonzept ist der Ersatz von Großkomponenten und, je nach Anlagentyp, bis zu sechs Upgrades inklusive.

Außerdem lassen sich Optimierungsmodule wählen, die die Zuverlässigkeit der Windenergieanlagen und damit Performance steigern.

Windenergie und Dienstleistung: Trend zur Vollwartung

Der wachsende Trend hin zu Vollwartungskonzepten ist im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit und damit Finanzierbarkeit von langfristig angelegten Windenergieprojekten eine logische Konsequenz, die sich vor allem aus den negativen Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit hinsichtlich der Betriebskosten für Windenergieanlagen ergibt.

Vollwartungskonzepte müssen jedoch modular und flexibel sein, um Betreibern die Entscheidungsspielräume zu ermöglichen, die für Windenergieanlagen- bzw. Windpark spezifische Serviceleistungen zwingend erforderlich sind.   

  • US

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