Solar 26.09.2008, 19:37 Uhr

Solarfonds: Schlussverkauf noch bis Jahresende  

Der Deutsche Bundestag hat die Preise für Solarstrom gesenkt. Doch bis Ende 2008 können sich Anleger noch Fonds sichern, die auf den bisherigen höheren Preisen beruhen. Und in Südeuropa lockt auch die Sonne.

Sorgenfreie Rendite mit Solarfonds: 5 % bis 6 % pro Jahr können es bei deutschen Projekten sein, manche kommen sogar auf über 8 %. Die Anleger müssen sich dazu an einem geschlossenen Solarfonds beteiligen und Kommanditist werden, was ihr Kapital dann allerdings für acht bis 20 Jahre bindet.

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Sicherheit bietet das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es garantiert den Betreibern von Solaranlagen für bis zu 20 Jahre eine feste, nicht änderbare Vergütung des Stroms, den sie in das Stromnetz einspeisen. Derzeit sind es bei einer Solaranlage, die auf einem Dach montiert ist, maximal 46,75 Cent pro kWh. Ab 2009 bekommen neue Anlagen nur noch 43 Cent – fest für 20 Jahre.

Mit den Preissenkungen will die Politik die Solarbranche zwingen, immer günstigere Solaranlagen zu produzieren. „Freiflächenanlagen sind schon jetzt meist nur mit äußerst günstigen Modulen zu realisieren“, sagt Detlev Klein, Solarexperte bei der Oldenburger IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement-Gesellschaft.

Südeuropa gilt mittlerweile bei deutschen Solarfondsanbietern als Ausweichmöglichkeit. Markus W. Voigt, geschäftsführender Gesellschafter des Düsseldorfer Emissionshauses Voigt & Coll. GmbH, sagt dazu: „Der südeuropäische Markt wurde aufgrund der bisherigen hohen Einspeisevergütung in Deutschland nicht ernsthaft berücksichtigt. Außerdem war es dort zunächst nicht so einfach wie in Deutschland, Solarparks zu entwickeln und zu realisieren. Das hat sich nun entscheidend geändert.“ Die höhere Sonneneinstrahlung kombiniert mit einer höheren Einspeisevergütung mache Südeuropa zu einem sehr lukrativen Markt für Solaranlagen.

Allerdings erscheint die Situation in Spanien derzeit nicht einfach. Dort gibt es nämlich eine Obergrenze für die Zahl der zu fördernden Solar-Projekte. Sie wurde bereits im September 2007 erreicht. „Deshalb werden nur noch Projekte in den Genuss der derzeit bestehenden hohen Einspeisevergütung kommen, die bis zum 28. September 2008 realisiert sind und endgültig in das entsprechende spanische Register eingetragen sind. Das wird für viele noch nicht abgeschlossene Projekte sehr knapp“, erläutert Voigt. Für Fonds sei es zudem ratsam, nur Projekte auszuwählen, die bis zum 28. September eingetragen sind.

Für Anleger gilt es, einen Solarfonds vor dem Investment genau zu prüfen, egal, ob die Anlagen in Deutschland oder Südeuropa stehen sollen. Allerdings zeigen nur Solarfonds mit bereits laufenden Solaranlagen, welche Renditen sie real erwirtschaften. Meist jedoch geht es bei Solarfonds um geplante Projekte, die sogar oft noch die Hürde Genehmigungsverfahren vor sich haben. Ihre Renditen beruhen auf Erwartungen an Wetter und Anlagenleistung.

Grundlage für die Renditeprognose sind Expertengutachten. „Die Ertragsgutachten sollten auf den 20-jährigen Mittelwerten der Sonneneinstrahlung für den Standort basieren“, sagt Georg Hille, Chef der Stuttgarter ecovision GmbH. Bei größeren Projekten fordert er mindestens zwei Gutachten.

Ulrich Haushofer von der Münchener Gehrlicher Solar Management GmbH warnt vor zu hoch angesetzten Erträgen in den Planrechnungen: „Damit haben die Anbieter es leichter, höhere Anlagenkosten durchzusetzen.“ Manche Fonds treiben die Rendite rechnerisch hoch, indem sie nach Ablauf des Fonds, meist in 20 Jahren, Verlaufserlöse aus den Solaranlagen einrechnen. „Eine reine Spekulation“, kritisiert Hille und rät, solche Erlöse nicht zu berücksichtigen: Niemand weiß, ob die Anlagen in 20 Jahren wirklich verkaufbar sein werden.

Ob ein Solarfonds erfolgreich sein wird, muss die Zukunft erweisen. Aus der Vergangenheit des Anbieters können sich aber Hinweise ergeben: Seine Leistungsbilanz sollte zeigen, ob er bei bisherigen Fonds die Prognosen eingehalten hat. Doch während Windfonds-Unternehmen oft umfangreiche Leistungsbilanzen vorlegen können, ist die Solarfonds-Branche noch zu jung für flächendeckende Leistungsbilanzen.

Da bleibt den Anlegern oft nur, auf bestimmte Merkmale der Projekte zu achten. Experte Hille beispielsweise hält es für sinnvoll, dass unabhängige Fachleute immer wieder die Leistung der Anlagen im Betrieb prüfen. Denn nicht immer ergibt das Zusammenspiel aller Anlagenteile die maximal mögliche Summe aller Einzelleistungen.

Vorsicht ist bei so genannten „Blind Pool“-Konstruktionen geboten: Bei solchen Fonds hat der Anbieter noch nicht festgelegt, in welche Anlage an welchen Orten er investieren wird. Der Anleger müsste „blind“ vertrauen – bei Geldgeschäften wenig ratsam.

Und wer einen Solarfonds kauft, sollte sein Geld erst nach Ablauf der Laufzeit – meist zwölf oder 20 Jahre – wieder benötigen. Wer zwischendurch versucht, seinen Fondsanteil zu verkaufen, wird in der Regel schlecht abschneiden, denn der Markt für gebrauchte Fondsanteile ist klein.

CHRISTOPH LÜTZENKIRCHEN

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