Vergleich der Stromkosten 14.11.2013, 13:10 Uhr

Photovoltaik und Wind bald günstiger als Kohlestrom

Energie aus erneuerbaren Quellen wird in den nächsten Jahren billiger als Kohle- und Erdgasstrom. Schon heute sind die Unterschiede relativ gering.

Windräder auf dem Schauinsland bei Freiburg: Die Stromerzeugung aus Wind an Land ist bereits konkurrenzfähig im Vergleich zu fossilen Kraftwerken. Das ist das Ergebnis einer Studie des Freiburger Fraunhofer Instituts.

Windräder auf dem Schauinsland bei Freiburg: Die Stromerzeugung aus Wind an Land ist bereits konkurrenzfähig im Vergleich zu fossilen Kraftwerken. Das ist das Ergebnis einer Studie des Freiburger Fraunhofer Instituts.

Foto: dpa

Im Jahr 2030 werden die Herstellungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien deutlich niedriger sein als die für Kohlestrom. Schon heute haben sich die Herstellungskosten stark angenähert. Das sind die wichtigsten Aussagen einer umfassenden Studie des Fraunhofer-Instituts für solare Energiesysteme in Freiburg, in der Herstellungskosten für Strom je nach Energieträger verglichen werden.

Dabei haben sich die Freiburger allerdings wirklich auf die Herstellungskosten konzentriert und beispielsweise die Kosten für die Speicherung von überschüssigem Strom und die Reservehaltung konventioneller Kraftwerke nur bedingt in die Berechnungen einbezogen.

Onshore-Wind ist die günstigste erneuerbare Stromquelle

Strom aus Windgeneratoren an Land ist nach Auswertung der Freiburger Forscher derzeit der konkurrenzfähigste erneuerbare Energieträger. Je nach Standort kostet die Erzeugung fünf bis elf Cent pro Kilowattstunde. Überraschend das Ergebnis für Offshore-Anlagen, die wegen des höheren und dauerhafteren Windangebots auf dem Meer ihre installierte Leistung weitaus besser ausnutzen können als landgestützte Anlagen. Die Kosten liegen bei 12 bis 19 Cent.

Auf dem gleichen Niveau liegt auch die Erzeugung von Solarstrom in Deutschland. In Süddeutschland, wo für deutsche Verhältnisse die Sonneneinstrahlung besonders hoch ist, liegen die Produktionskosten bei 14 Cent. Das macht vor allem die Eigennutzung attraktiv, weil Privathaushalte derzeit den Strom ab 25 Cent pro Kilowattstunde einkaufen müssen.

Noch mehr kostet Strom aus Biogasanlagen. Je nachdem, wie teuer das Ausgangsmaterial ist – im Idealfall sind es Abfälle, die umsonst zu haben sind – kostet die Produktion einer Kilowattstunde Biostrom 14 bis 22 Cent.

Fossile Kraftwerke produzieren noch am günstigsten

Fossile Kraftwerke produzieren derzeit noch weitaus günstiger, wenn sie tatsächlich so lange betrieben werden können, wie es ursprünglich vorgesehen war. Diese langen Laufzeiten werden allerdings selten erreicht – oder teuer erkauft. Im Extremfall muss der Kraftwerksbetreiber Kunden vor allem im Ausland mit kostenlosem Strom locken, um überhaupt Abnehmer zu finden – oder sogar zuzahlen.

Im Idealfall produzieren Braunkohlekraftwerke die Kilowattstunde für 5,3 Cent. Steinkohleanlagen schlagen mit acht Cent zu Buche, Gas-und-Dampf-Kraftwerke, die Erdgas verfeuern, kommen auf knapp zehn Cent.

Offshore-Windanlagen holen auf

„Bis 2030 werden die Stromgestehungskosten für Photovoltaik auf 6 bis 9 Cent pro Kilowattstunde sinken“, sagt Professor Eicke R. Weber, Leiter des Freiburger Instituts. „Dann können selbst kleine dachinstallierte PV-Anlagen mit Onshore-Wind und den gestiegenen Stromgestehungskosten von Braunkohle-, Steinkohle- und GuD-Kraftwerken konkurrieren.“

Weil das Kostensenkungspotenzial bei Offshore-Windenergieanlagen noch längst nicht ausgeschöpft ist – im Gegensatz zu Anlagen an Land –, erwarten die Freiburger, dass die Kilowattstunde für Strom vom Meer 2030 deutlich weniger als zehn Cent pro Kilowattstunde kostet. „Das Rennen um die Kostenführerschaft werden Offshore-Kraftwerke und Photovoltaik klar gewinnen“, so die Prognose der Freiburger.

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