Stromspeicher 17.05.2013, 15:01 Uhr

Neues Kreditprogramm unterstützt Batteriespeicher für Solaranlagen

Die Bundesregierung hat zum 1. Mai ein neues Förderprogramm für Solarstromspeicher aufgelegt. Ziel ist, dass Besitzer von Photovoltaikanlagen mit lokalen Batteriespeichern mehr ihres Stroms selbst verbrauchen.

Ein Batteriespeichersystem für Solaranlagen setzt sich aus mehreren Stacks zusammen. Die Batterien bestehen aus vielen Rundzellen und könnten bald in manchem Keller stehen.

Ein Batteriespeichersystem für Solaranlagen setzt sich aus mehreren Stacks zusammen. Die Batterien bestehen aus vielen Rundzellen und könnten bald in manchem Keller stehen.

Foto: Messe München

Das neue Förderprogramm der staatlichen KfW Bankengruppe richtet sich an Privatpersonen und Unternehmen, die ihren mit einer Photovoltaikanlage erzeugten Strom gänzlich oder teilweise in das Stromnetz einspeisen. Zusammen mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) will die KfW einen Beitrag leisten, um kleine bis mittelgroße Photovoltaikanlagen besser in das Stromnetz integrieren zu können. „Die Erzeugung von Strom durch Wind und Sonne sowie die Einspeisung in das Netz müssen stärker voneinander entkoppelt werden. Hierzu leisten die Speichertechnologien einen wichtigen Beitrag“, davon ist Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe, überzeugt.

KfW bietet günstige Zinsen und Tilgungszuschuss

Unter dem Programm „Erneuerbare Energien – Speicher“ vergibt die KfW ein zinsgünstiges Darlehen, bei dem der Kunde zwischen drei möglichen Angeboten wählen kann. Geworben wird mit Konditionen wie einer Laufzeit über bis zu fünf, zehn oder 20 Jahre, einem festen Zinssatz und einer Zinsbindung für diese Laufzeitdauer. Zusätzlich wird einmalig vom BMU ein Tilgungszuschuss in Höhe von maximal 30 % der Investitionskosten für das Batteriespeichersystem gewährt.

Mit der Fördervoraussetzung sind viele Anforderungen an das Batteriespeichersystem in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage geknüpft. Laut KfW würden zum einen neuerrichtete Anlagen gefördert, die mit einem lokalen Batteriespeicher verbunden sind. Zum anderen können aber auch Solarstromanlagen mit stationären Speichersystemen gefördert werden, die ab dem 1. Januar dieses Jahres in Betrieb genommen wurden. Dafür dürfen zwischen der Inbetriebnahme von Photovoltaik-anlage und Batteriespeicher aber nicht mehr als sechs Monate liegen.

Außerdem dürfe die Photovoltaikanlage einen Spitzenleistungswert von 30 kW nicht überschreiten. Für jede Anlage sei die Anzahl der Förderung für das Batteriespeichersystem auf eines beschränkt, das für mindestens fünf Jahre auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland betrieben werden müsse.

Weitere Förderungsvoraussetzungen des BMU schließen sich an. Dazu zählen festgelegte Schnittstellen der Wechselrichter in den Photovoltaikanlagen sowie eine vorgeschriebene maximale Leistungsabgabe von 60 % der installierten Leistung der Anlage an das Stromnetz. Um vorab ermitteln zu können, wie hoch ein möglicher Förderbetrag ausfallen könnte, gibt es Hilfsmittel, beispielsweise einen Förderrechner für Speicher von Solarstrom von dem Photovoltaikunternehmen IBC Solar im oberfränkischen Bad Staffelstein.

Speicher in Privathäusern können Stromspitzen reduzieren

Die Solarbranche erhofft sich von dem Programm, die Nutzung von Stromspeichern zu verstärken. So fanden Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg heraus, dass mit den Batteriespeichern die Einspeisespitze in Abhängigkeit von der Leistung der Photovoltaikanlage, der lokalen Stromlast und der Batteriegröße um bis zu 40 % reduziert werden könne. Außerdem wies die Studie des ISE nach, dass der Einsatz der dezentralen Speicher die Netzspannung stabilisieren könne und somit zu einer Verstetigung der Preise an der Strombörse führen könne.

Mehr Informationen unter www.kfw.de

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