Heiztechnik 21.10.2005, 18:40 Uhr

Klimatechnik im Aufwind heißer Sommer  

Das sind Themen, mit denen sich die diesjährige IKK vom 2. bis 4. November in Hannover auseinandersetzen wird. Bei allen Vorteilen der jährlichen Präsentation entsprechender Produkte regt sich in Ausstellerkreisen aber auch Kritik. Der IKK-Jahresturnus gilt einigen als zu viel zu Guten.

Die letzten heißen Sommer machten es möglich. Außentemperaturen von mehr als 30 oC entfachten ein wachsendes Interesse an der Klimatisierung von Gebäuden, wovon nicht zuletzt die Internationale Fachmesse für Kälte, Klima, Lüftung (IKK) profitiert, die Jahr für Jahr an zwei alternierenden Standorten in Deutschland den aktuellen Stand der Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik vermittelt. Nach Nürnberg im Vorjahr ist jetzt Hannover an der Reihe, wobei die ab dem 2. November für drei Tage an der Leine gastierende IKK im Jahr 2005 zum 26. Mal den Treff der Klima- und Lüftungsfachleute ausrichtet. Rund 650 Aussteller wollen ihre Produkte präsentieren, etwa 20 000 Besucher werden erwartet.

Bei der Präsentation des Angebotes der IKK 2005 geht es nicht zuletzt um Innovationen der Klimatechnik im Wohnhausbereich, denn seit dem Hitzesommer 2003 ist die Raumkühlung auch für den Endverbraucher kein Tabu-Thema mehr. Nachdem im Pkw Klimaanlagen längst hoffähig geworden sind, ist also der Sprung zur Konditionierung von Wohnräumen nicht mehr weit. Aber auch der sparsame Umgang mit Heizenergie dürfte ein Thema auf der IKK 2005 werden, denn raumlufttechnische Anlagen können neben der Kühlung im Sommer erheblich zur Senkung des Heizenergieverbrauchs und zur Reduzierung von CO2-Emmissionen im Winter beitragen.

„Systemlösungen für die Belüftung von Wohngebäuden müssen sowohl den Randbedingungen der Energieeinsparverordnung als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten und ganz besonders Anforderungen an den Raumkomfort und an die Raumhygiene genügen,“ mahnt das Fachinstitut Gebäude-Klima (FGK) im Vorfeld der IKK. In Häuser neuester Bauart drohe ohne mechanische Lüftung gesundheitsgefährdende Schimmelbildung. Der einfache Verweis auf die Fensterlüftung würde im Neubau- und auch im Sanierungsbereich nicht mehr genügen. Insbesondere im sanierten Geschosswohnungsbau, wo die Nutzer wenig Interesse an der Werterhaltung der Bausubstanz zeigten, erweise sich die Gefahr der Schimmelbildung als besonders hoch.

„Der Trend zur Verringerung des Energieverbrauchs wird sich auch vor dem Hintergrund der steigenden Energiepreise im Wohnungsbau fortsetzen,“ prognostiziert das FGK. Es würden zunehmend 3-l-Häuser und Passivhäuser gebaut. Diese Gebäudetypen seien ohne eine maschinelle Lüftung mit Wärmerückgewinnung überhaupt nicht realisierbar. Entsprechend werden passende Systeme auf der IKK 2005 zu sehen sein. Im Sinne der Energieeinsparung wächst aber auch das allgemeine Interesse an der Wärmepumpe. So widmet sich die Messe auch dieser Technik, nicht zuletzt, da man mit dem entsprechenden Wärmepumpensystem im Sommer auch kühlen kann.

Ihrem Namen gemäß ist die IKK 2005 unterteilt in die Bereiche Kälte, Klima und Lüftung. Das Fachangebot Kälte beinhaltet kältetechnische Systeme und Komponenten für Gebäudetechnik, Gewerbe und Transport. Bei dem Fachangebot Klima geht es um die Raumkonditionierung im oberen Leistungsbereich, aber auch um Klimageräte sowie Split- und Multisplitgeräte. Weitere Themen im Fachbereich Kälte sind Kühldecken und Systeme zur Gebäudekühlung und Beheizung. Bei dem Fachangebot Lüftung geht es um Systeme und Komponenten für Luftförderung, Luftbehandlung und -verteilung. Weitere Themen dieses Fachbereichs: zentrale Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung und Luftbefeuchtungssysteme. Auch Luftfilterung und -reinigung sind ein Thema des Fachbereichs Lüftung.

Es mehren sich zur IKK aber auch kritische Stimmen. Missfallen erregt bei einigen Branchenmitgliedern vor allem der jährliche Turnus der Messe. Auch der ständige Wechsel des Standortes findet nicht nur positives Echo. Einige der mittelständisch geprägten Aussteller favorisieren einen zweijährigen Rhythmus im Wechsel mit der ISH in Frankfurt am Main. Und es gibt erste Auswirkungen: Hersteller von Kälteverdichtern bleiben diesmal der IKK fern. ELMAR WALLERANG

Ein Beitrag von:

  • Elmar Wallerang

    Redakteur VDI nachrichten. Fachthemen: Hoch- und Tiefbau, Bautechnik.

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