Energieeffizienz 20.11.2009, 19:43 Uhr

Fehlende Industriestandards bremsen das konsequente Energiemanagement  

Noch sind Energiemanagementsysteme für Industrieunternehmen keine Pflicht. Dies könnte sich jedoch bald ändern. Laut dem integrierten Energie- und Klimaschutzprogramm (IEKP) der Bundesregierung sollen diese bis 2013 in der Industrie eingeführt werden. Basis für solche Systeme ist das Monitoring. VDI nachrichten, Düsseldorf, 20. 11. 09, ciu

Eine Herausforderung für Anbieter von entsprechenden Messsystemen besteht laut Hövel allerdings im Mangel an einheitlichen Industriestandards für Datenmodelle und Schnittstellen. „Bislang werden vielfach nur system- und herstellerabhängige Energiemonitoringkomponenten angeboten, die jedoch nur einen Teilbereich des Prozesses umfassen und somit kein umfassendes Energiemonitoring und -auditing ermöglichen“, erläuterte er.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Airbus-Firmenlogo
Program Certification Engineering (d/m/f) Airbus
Manching Zum Job 
INOTEC GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Nahrungsmittelindustrie INOTEC GmbH
Reutlingen Zum Job 
Bühler Motor GmbH-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur (m/w/d) Vorentwicklung - Mechatronische Systeme Bühler Motor GmbH
Nürnberg Zum Job 
Dohm Pharmaceutical Engineering-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) Verfahrenstechnik, Pharmatechnik Dohm Pharmaceutical Engineering
Mannheim Zum Job 
Dohm Pharmaceutical Engineering-Firmenlogo
Prüfingenieure (m/w/d) Dohm Pharmaceutical Engineering
Ulm, Ludwigshafen am Rhein Zum Job 
MAXIMATOR GmbH-Firmenlogo
Vertriebsingenieur / Sales Engineer (m/w/d) Schwerpunkt Wasserstofftechnik MAXIMATOR GmbH
Sinsheim Zum Job 
Dohm Pharmaceutical Engineering-Firmenlogo
Ingenieur Verfahrenstechnik, Pharmatechnik, Prozesstechnik, TGA, Bauwesen (m/w/d) Dohm Pharmaceutical Engineering
Leverkusen Zum Job 
ASK GmbH-Firmenlogo
Ingenieur / Techniker (m/w/d) im Bereich Automatisierung und Steuerungstechnik ASK GmbH
Wolfenbüttel bei Braunschweig Zum Job 
RheinEnergie-Firmenlogo
Gruppenleiter Maschinen- und Verfahrenstechnik (m/w/d) RheinEnergie
Köln (Niehl) Zum Job 
WACKER-Firmenlogo
Procurement Manager (m/w/d) CSA / Bauleistungen WACKER
Burghausen Zum Job 
EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) für den Bereich Straßen- und Tiefbau EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH
Berlin, Michendorf Zum Job 
Eurovia Verkehrsbau Union GmbH-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) für den Bereich Asphaltstraßenbau Eurovia Verkehrsbau Union GmbH
Berlin, Michendorf Zum Job 
agap2 - HIQ Consulting GmbH-Firmenlogo
Junior Technical Business Manager (m/w/d) agap2 - HIQ Consulting GmbH
Frankfurt am Main, München, Mannheim Zum Job 
agap2 - HIQ Consulting GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur:in Automatisierungs- & Elektrotechnik agap2 - HIQ Consulting GmbH
Mannheim, Frankfurt oder München Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
Bausachverständiger Immobilien (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
agap2 - HIQ Consulting GmbH-Firmenlogo
Testingenieur:in Mechatronik & Elektrotechnik agap2 - HIQ Consulting GmbH
Großraum Frankfurt am Main, Mannheim oder München Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
Experte Digitale Markenführung (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
Stuttgart Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
SAP & Salesforce Service Manager (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
Stuttgart Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
Sachverständiger Umweltschutz & Emission (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
Karlsruhe Zum Job 
DEKRA Automobil GmbH-Firmenlogo
Fachkraft Arbeitssicherheit & Gesundheit (m/w/d) DEKRA Automobil GmbH
Oberfranken, Oberpfalz Zum Job 

Statt einzelne Produkte zu vertreiben, konzentriert sich Fränz & Jäger daher auf Dienstleistungen zum Energiemonitoring. Zunächst erfolgt dabei eine Istaufnahme von vorhandener Systeminfrastruktur und Energiemonitoring-Komponenten beim Kunden. Anschließend werden ein kundenspezifisches neutrales Datenmodell und die notwendigen Datenschnittstellen definiert, um dann eine Datenbank generieren und eventuell neue Systemschnittstellen implementieren zu können. An letzter Stelle steht die Definition und Umsetzung der Reporting-Funktionen oder die Übernahme in übergeordnete IT-Systeme.

Kaum Schnittstellenprobleme für seine Produkte sieht dagegen der Elektroanbieter Moeller, der im vergangenen Jahr von der US-amerikanischen Eaton Corporation übernommen wurde. “ Die Messdaten unserer MCx-Energiemessmodule können über eine serielle Feldbuskommunikation, beispielsweise Modbus RTU, oder über S0-Impulse übertragen werden“, sagte Dirk Bolz von der Moeller-Unternehmenskommunikation, Bonn.

Zur Messe SPS/IPC/Drives zeigt die Firma ein neues Sortiment an Mess- und Kommunikationsmodulen MCx, die es ermöglichen, alle für die Berechnung des Energieverbrauchs relevanten Messdaten, wie Wirk-, Blind- und Scheinleistung sowie cos j zu ermitteln. Die Module sind als 3- oder 4-polige Version verfügbar und für einen Spannungsbereich von 35 V bis 690 V sowie einen Strombereich von 1,5 A bis 630 A ausgelegt. Ergänzt wird das MCx-Sortiment durch ein spritzwassergeschütztes Anzeigegerät (IP54) mit Tastatur für den Fronteinbau in die Schaltschranktür. „Mit den Messmodulen lässt sich eine detaillierte Energieverbrauchsanalyse erstellen. Sind die „Energieräuber“ identifiziert, können Maßnahmen zum Energieeinsparen eingeleitet werden“, erklärte Bolz.

Während Energiemonitoringsysteme Energieströme messen, die Daten übertragen und mittels Software analysieren , sind die Ansprüche an ein Energiemanagementsystem deutlich höher. Ein solches System entwickelt seit einem Jahr das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) unter dem Begriff Total Energy Efficiency Management (TEEM).

„Das TEEM ist ein Energiemanagementsystem, das einen ressourcenschonenden Energieeinsatz in der Produktion ermöglicht. Unternehmen werden in die Lage versetzt, durch Analyse der gegenwärtigen Situation Potenziale für Energieeinsparungen zu erkennen und Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten“, erklärte der Projektverantwortliche Markus Hornberger vom Fraunhofer IPA. Das TEEM umfasse verschiedene Methoden zur Planung sowie Steuerung der Fabrik- und Produktionsprozesse im Hinblick auf eine Energieeffizienzsteigerung. Zudem werden diese Managementmethoden durch ein Analysesystem technisch unterstützt, mit dem Energiedaten ganzheitlich erfasst und visualisiert werden können. Ausgangspunkt der Analyse bildet dabei ein Energiemonitoring. Im Rahmen einer ersten Pilotanlage wurde eine Prozesskette, bestehend aus den drei Produktionsschritten Spritzguss, Lackieren und Montage abgebildet und durch eine entsprechende Logistik ergänzt. Hornberger: „Der nächste Schritt wäre jetzt, die so gewonnenen Daten mit einem ERP-System zu koppeln und dann eine Rückmeldung zu erwirken.“ ANETTE WEINGÄRTNER

Ein Beitrag von:

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.