Solar 24.08.2001, 17:30 Uhr

Deutsche Solarunternehmen haben den Weltmarkt im Visier

Der Export deutscher Solartechnik kann auch ohne Subventionen ein lukratives Geschäft sein. Noch fehlt aber im internationalen Vergleich die wirtschaftspolitische Unterstützung durch die Bundesregierung. Und die Unternehmen selbst müssten sich stärker im Ausland engagieren.

Über 2 Mrd. Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern haben keinen Anschluss an ein Stromnetz. Dass die Hälfte dieser Haushalte aber mehr Geld für Kerosin, Diesel und Kerzen ausgibt, als sie für eine sinnvolle Versorgung mit Solarstrom bezahlen müssten, stellt eine Photovoltaik-Studie der Bank Sarasin fest. Die Elektrizitätsversorgung mit Photovoltaik-Inselsystemen kostet weniger als der direkte Anschluss ans elektrische Netz.

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„Alleine die Versorgung von 1 % der nicht elektrifizierten Bevölkerung mit Photovoltaik-Inselsystemen entspricht einem Marktpotential von bis zu 8 Mrd. DM“, rechnet Klaus Preiser, Koordinator des Clubs Ländliche Elektrifizierung vor.

Die Solar-Fabrik Freiburg, ein Mitglied des Clubs, hat auch eigene Niederlassungen in Südafrika und Kenia gegründet. Exportmanager Rafael Wiese schwärmt von den 112 solaren Straßenlampen, die einer afrikanischen Kommune auch den Weg in die öffentliche Sicherheit beleuchten. Dem Geschäftsvolumen von rund 300 000 DM folgen jetzt Wartungs- und Service-Verträge. Außerdem hat das 1996 gegründete Unternehmen speziell für den ländlichen Raum Photovoltaik-Inselsysteme entwickelt.

Diese Solar Home Stations (SHS) versorgen Menschen mit dem Strom, den sie für Beleuchtung, Radio und Fernsehen und sonstige Kleingeräte brauchen. Die kompakten Kraftstationen bestehen aus einem Solarmodul, Wechselrichter, Laderegler und Batterien. Um die große Nachfrage nach Solarmodulen zu befriedigen, hat die Solar-Fabrik dem US-amerikanischen Unternehmen AstroPower einen Großauftrag über 3 MW Solarzellen erteilt. Insgesamt erwirtschaften die rund 77 Mitarbeiter des Freiburger Unternehmens 5 % des Umsatzes im Ausland, Tendenz stark steigend.

Das weltgrößte Solarprojekt mit einer Vertragssumme von 48 Mio. Dollar hat BP Solar angekündigt. Der Energieriese soll Solarstrom in 150 philippinische Dörfer mit insgesamt mehr als 400 000 Einwohnern bringen. Die erste Phase des von der spanischen Regierung finanzierten Solarprojektes startet im September. Harry Shimp, Präsident und Vorstandsvorsitzender der BP Solar, betont denn auch, „dass in den abgelegensten Gebieten der Welt Solarstrom oft die kostengünstigste Möglichkeit darstellt, um lebenswichtige Bedürfnisse wie Licht, Wasserpumpen, Bewässerung und Kühlung für Medikamente zu befriedigen.“

Nicht mit Solarstrom-, sondern mit Solarthermie-Anlagen macht Thermolux Solar aus Kempten von Jahr zu Jahr steigende Umsätze. Die patentierten Vakuum-Solar-Kollektoren erhitzen in vielen Ländern Schwimmbad- und Brauchwasser. „Die Einsatzgebiete reichen von der Gebäudekühlung bis zur Meerwasser-Entsalzung und Lebensmitteltrocknung“, so Linda Luxenhofer, Geschäftsführerin des in drei Schichten produzierenden Unternehmens.

Einige Industrienationen und Unternehmen haben die Kunden der Zukunft bereits entdeckt. Das hat der Redaktionsleiter des Solarservers Ralf Hug recherchiert. „Die USA, Australien, Frankreich, Spanien und die Niederlande haben Exportinitiativen gestartet, um in den entstehenden Märkten Fuß zu fassen. Das dänische Außenministerium fördert den Aufbau der Energie-Infrastruktur in Indien und Nepal. Die Electricité de France (EDF) und die französische Regierung konzentrieren sich auf Westafrika, Südamerika und Indonesien.“ Oft sichere die Weltbank nationale Elektrifizierungskampagnen finanziell ab.

„Deutsche Unternehmen mussten ihre globalen Aktivitäten bisher eigenständig organisieren und finanzieren – oft im Wettbewerb mit internationalen, meist staatlich unterstützten Konkurrenten“, so Hug. Der Club Ländliche Elektrifizierung könnte da Abhilfe schaffen. Notwendig wären aber auch die wirtschaftspolitische Unterstützung durch die Bundesregierung und ein stärkeres Engagement der Firmen selbst.  WERNER BRUCKNER

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