Windkraft 12.04.2002, 17:33 Uhr

Der Wattsammler aus dem Pott

Um 1000 % werden binnen 5 Jahren die Kapazitäten steigen, mit denen seine Firma aus Wind und Wasser regenerativ Strom erzeugt – von derzeit 100 MW auf dann 1000 MW.

Im Essener RWE-Konzern, der knapp 95 % der Harpen-Aktien hält, wird Widera dafür häufig müde belächelt. „Nähmaschinen“ würden da betrieben, heißt es bei Kraftwerksleitern, die es gewohnt sind, Atommeiler mit 1200 MW Leistung zu fahren.

Tatsächlich ist das Geschäft von Widera klein-klein: In ganz Europa ist er zum „Wattsammeln“ unterwegs, wenn er in Italien, Spanien, Portugal – und jetzt in Frankreich – Wind- und Wasserkraftanlagen errichtet oder kauft. Doch mit 43 Jahren ist Widera jung genug um zu erleben, dass aus dem Klein-Klein einmal Großes wird – Europas größter Betreiber regenerativer Stromerzeugungsanlagen.

Dieses Geschäft ist mittelständig und kann kaum von einem Energiemulti betrieben werden. Jurist Widera war über Jahre in der Strategieabteilung des Versorgers VEW AG, um dann diesen „Tanker“ zu verlassen und mit seiner Firma in Marktlücken zu agieren.

Widera arbeitet an der dritten „Häutung“ der Harpen AG, die im 147. Geschäftsjahr eine von Deutschlands ältesten Aktiengesellschaften ist: erstmals gelistet 1870 an der Berliner Börse, gegründet als AG schon 1856. Ursprünglich ein Zechenbetreiber wandelte sich das Unternehmen zum Immobilienkonzern und jetzt zusätzlich zum Betreiber von Wind-, Wasser- und Biomassekraftwerken sowie von Nahwärmeversorgungsanlagen. Dafür wird ein ganzer Jahresumsatz investiert, kündigt Widera heute an.

Vom Firmensitz in der alten Montanstadt Dortmund schickt Bernd Widera junge Experten aus, die mit großer Eigenverantwortung die „grünen Stromerzeuger“ akquirieren und betreuen. Eigenverantwortung beansprucht der Firmenchef auch für sich selbst – selbst wenn es darum geht, ein Geschäft einmal nicht zu machen: So verhinderte Widera den Bau eines Biomassekraftwerks, das im Emsland mit Hühnerkot befeuert werden sollte. Der Grund? Es fehlte der Brennstoff.

MARTIN ROTHENBERG

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