Energie 07.10.2005, 18:40 Uhr

Bei der Wahl eines Stromlieferanten spielt auch der Service eine Rolle  

VDI nachrichten, Hamburg, 7. 10. 05 – Die hohen Stromkosten waren für den mittelständischen Verbandskasten-Hersteller Hepp Anlass, seinen Energiebezug zu überprüfen. Er wechselte den Stromlieferanten und ist mit dem Service zufrieden.

Sie haben ihren Platz im Kofferraum, stehen im Badezimmerschrank bereit und gehen mit auf Reisen. Doch bestenfalls kommen Hans-Hepp-Produkte gar nicht erst zum Einsatz. Im Notfall jedoch sind die Verbandskästen unentbehrlich. Dann kann ihr Inhalt helfen, Leben zu retten. Hohe Anforderungen an Qualität und Funktion des Materials sind daher unabdingbar.

Hersteller Hans Hepp aus Hamburg gilt als einer der Vorreiter auf dem Gebiet der Erste-Hilfe-Ausrüstungen. Der Mittelständler mit Sitz im Hafengebiet vertreibt seine Verbandstoffe nicht nur in Deutschland und europaweit, sondern auch nach Amerika, Asien und Afrika. Zu den Kunden des Traditionsunternehmens zählen Automobilhersteller wie Porsche und Mercedes ebenso wie Behörden, Betriebe und Apotheken.

Um den Konditionen gerade auch als Zulieferer der Automobilindustrie gerecht zu werden, muss das Unternehmen genau kalkulieren. So nahm die Betriebsleitung einen deutlichen Anstieg der Strombezugskosten zum Anlass, speziell den Produktionsfaktor Energie auf den Prüfstand zu stellen: „Obwohl Strom in Verhältnis zu den Gesamtkosten eher wenig ins Gewicht fällt, haben wir uns entschieden, neue Angebote von mehreren Versorgern einzuholen“, berichtet Geschäftsführer Christian Beckmann. Der Grund: „Wir wollten die Erhöhungen nicht einfach hinnehmen und sehen, wo sich etwas einsparen lässt“, sagt Beckmann. Neben Anfragen, die in Hamburg gestellt wurden, klopfte der 37-Jährige auch bei den Stadtwerken Hannover an.

Enercity machte dann auch das Rennen und erhielt den Zuschlag für zunächst zwei Jahre. Beckmann berichtet, dass für die Vertragsunterzeichnung mit den Stadtwerken Hannover das Preisgefüge ausschlaggebend gewesen sei. Die emotionale Seite sei bewusst außen vor gelassen worden. Denn: „Auf den ersten Blick sind Energieversorger ohnehin nicht zu unterscheiden. Der Strom ist überall gleich. Also ist der Preis das Kriterium für die Auswahl.“ Dennoch seien die Anbieter verschieden – und zwar im Hinblick auf die Beratung. „Doch das stellt sich erst im Laufe einer Zusammenarbeit heraus“, so der Geschäftsführer.

Mit Enercity hat Hans Hepp gute Erfahrungen gesammelt. So bot der Energieversorger bei günstigem Marktpreisniveau an, den Vertrag um ein Jahr zu verlängern. Hintergrund: Key-Account-Manager Thomas Schneider von Enercity sah die zu diesem Zeitpunkt günstigen Konditionen im Großhandel als Chance, um für Hans Hepp langfristig einen fairen Preis zu sichern und nahm umgehend Kontakt mit seinem Kunden auf. Wenngleich die Geschäftsleitung die Entscheidung um ein halbes Jahr vertagte, hinterließ das Angebot Wirkung im Hause Hans Hepp: „Wir finden es positiv, dass Enercity auf uns als kleinen Mittelständler zugeht und Möglichkeiten aufzeigt. Das ist entscheidend und stellt Dienstleisterqualitäten unter Beweis.“

Enercity verfolgt dabei ein partnerschaftliches Prinzip: „Unsere Linie ist es, den Kunden ehrlich zu behandeln. Auf diese Weise können wir Überzeugungsarbeit leisten und der Vertragspartner stellt fest, in guten Händen zu sein“, sagt Schneider.

Hans Hepp setzt als Traditionsunternehmen in der Zusammenarbeit mit Lieferanten möglichst auf langjährige Geschäftsbeziehungen und kann sich auch beim Stromeinkauf die Aufnahme einer engeren Verbindung vorstellen – wenn Rahmenbedingungen und Beratungsleistung stimmen. Als ISO-zertifiziertes Unternehmen überprüft der Mittelständler seine Lieferanten neben Zuverlässigkeit und Umweltaspekten vor allem auf Qualität. „Wir betreiben gewissermaßen ein Null-Fehler-Management. Genauigkeit und Qualität sind dabei oberstes Gebot. Fehler gilt es, von vornherein zu vermeiden. Der Kreis schließt sich dann mit den Warenausgangskontrollen“, sagt Beckmann.

Wie sich das Unternehmen mit 49 Mitarbeitern und dem einzigen Standort Hamburg gleich auf vier Kontinenten etablieren konnte? „Wir bewegen uns in einem Nischenmarkt. Und einige unserer Kunden sind ins Ausland gegangen. Wir beliefern sie dort weiter“, sagt Beckmann. „Außerdem haben wir weitere Verbindungen über das Internet geknüpft. Wie weit die Geschäftspartner entfernt sind, das spielt heute keine Rolle mehr.“ VOLKER GEBHART

Ein Beitrag von:

  • Volker Gebhart

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