Kooperation mit Global Bioenergies 22.01.2014, 13:04 Uhr

Audi will synthetische Kraftstoffe fürs Auto erproben

Der Automobilhersteller Audi hat eine strategische Partnerschaft mit dem französischen Biotechnologieunternehmen Global Bioenergies geschlossen. Ziel ist die Entwicklung eines synthetischen Kraftstoffes zum Einsatz im Auto. 

In dieser Anlage soll umweltfreundliches Bio-Benzin entwickelt und produziert werden. Dazu hat Audi eine Partnerschaft mit Global Bioenergies geschlossen.

In dieser Anlage soll umweltfreundliches Bio-Benzin entwickelt und produziert werden. Dazu hat Audi eine Partnerschaft mit Global Bioenergies geschlossen.

Foto: Audi

Audi will mit dem französischen Biotechnologieunternehmen die Entwicklung nicht-fossiler Kraftstoffe vorantreiben. Wichtig ist den Ingolstädtern, bei der Herstellung eines umweltfreundlichen Treibstoffs nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion um die benötigten Anbauflächen zu treten. Global Bioenergies entwickelt Technologien zur biologischen, direkten und kostengünstigen Umwandlung von nachwachsenden Rohstoffen in leichte Olefine – das ist der Ausgangsstoff der petrochemischen Industrie.

Das französische Unternehmen ist bei biologisch hergestelltem Bio-Isobuten am weitesten. Isobuten ist ein ungesättigter Kohlenwasserstoff, der in der Kraftstoffindustrie eingesetzt wird und sich einfach zu Isooktan umwandeln lässt. Isooktan sorgt etwa für die Klopffestigkeit im Kraftstoff. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich das aus Bio-Isobuten hergestellte Isooktan in jedem Verhältnis mit allen Treibstoffen für Benzinmotoren mischen lässt.

Audi testet neue Treibstoffe

Das will Audi nun testen. „Ein wichtiger Punkt unserer Zusammenarbeit ist es, Audi Isooktan zu Testzwecken zur Verfügung zu stellen“, sagt Thomas Buhl, Leiter des Business Developments bei Global Bioenergies. „Das dafür benötigte, hochreine Isobuten werden wir in den biotechnologischen Anlagen unserer vorindustriellen Pilotphase am Fraunhofer CBP in Leuna herstellen. Die Kooperation mit Audi ermöglicht es uns auch, in größerem Umfang als bisher an der Verwendung nachhaltiger Ausgangsstoffe zu arbeiten.“‘

Audi arbeitet auch an anderen alternativen Treibstoffen. Mit seinem Partner Joule in Hobbs/New Mexico betreibt das Unternehmen bereits eine Forschungs­anlage zur Herstellung von e-Ethanol und e-Diesel. Seit einigen Monaten ist zudem in Werlte die Audi e-Gas-Anlage am Netz. Hier wird synthetisch erzeugtes Gas zum Speichern elektrischer Überschussenergie verwendet. 

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