Konsumelektronik 04.02.2005, 18:36 Uhr

Preiswertes Klangvergnügen

Der lieb gewonnene, alte CD-Player versagt seinen Dienst. Reparatur: unmöglich oder viel zu teuer. Als Ersatz bieten sich DVD-Player an. Im Vergleich zu dem früheren Test in den VDI nachrichten (1999) sind die aktuellen Geräte kleiner, eleganter, vielseitiger und erheblich preiswerter geworden. Das günstigste Modell kostet in etwa so viel wie eine Tankfüllung. Ob er auch so gut klingt, wenn man ihn als Ersatz für den CD-Player in die Hi-Fi-Anlage integriert?

Flach sind die modernen DVD-Player. Aufgrund der geringen Bautiefe sind die DVD-Player einfach in vorhandene Anlagen zu integrieren. Sogar die früher so populären schwarzen Gehäuse gibt es noch – bei Yamaha zum Beispiel. Allerdings überwiegen heute Silbergehäuse (Dual, JVC, Sony) oder das edle Titangrau (bei Denon).
Die Preise heutiger Standard-DVD-Player sind im Vergleich zu CD-Playern aus früheren Jahren erheblich niedriger, die Geräte können mehr (Bildwiedergabe, Surround-Ton). Wobei der Test im Testlabor von Sound Source International sich nur auf das Hören beschränkte: Bekommt der Käufer für rund 200 € oder weniger einen Hi-Fi-tauglichen Klang? Ergebnis vorab: Er kriegt ihn!
Unsere Testpalette reichte vom edel anmutenden Denon DVD-1910 (299 €) bis zum Dual DVD 8400 (Angebot zurzeit bei ca. 50 €). Der JVC XV-N512S und der Sony DVP-LS785V kosten rund 200 €, der Yamaha DVD-S550 (189 €) rundet das Testfeld ab.
Erster Eindruck: Die Geräte der Testpalette sind nicht sonderlich stabil gebaut. Schon eine leicht mögliche, geringfügige Verformung der Gehäuse behindert das Ein- und Ausfahren der Schublade (Yamaha). Typisch für dieses Testfeld sind Schubladen mit sehr viel Spiel. Äußerst flexibel ist die von JVC, mit flexibler Tastenreihe rechts.
Nichts mehr von dem stabilen Edel-Gefühl vergangener Jahre – dennoch erfüllen sie ihre Aufgabe. Ein weiterer Grund für die günstigen Preise ist die Herkunft der Geräte aus Niedrigstlohnländern. Aus China kommen Denon und JVC, Sony aus Malaysia, Yamaha aus Ungarn. Einzig Dual verrät seine Herkunft nicht. Aus dem Schwarzwald stammt das Testgerät des früheren renommierten Plattenspielerspezialisten jedenfalls nicht.
Messtechnisch brauchen sich die Geräte nicht hinter edlen CD-Playern vergangener Hi-Fi-Zeiten zu verbergen. Im Labor überzeugten alle im Audioteil – bis auf das Denon-Gerät – mit Daten, die keinerlei Qualitäts- oder Klangverlust bei CD-Wiedergabe befürchten lassen. Alle Testgeräte glänzen mit hervorragenden Werten der Fehlerkorrektur. Selbst größere Kratzer auf der CD bleiben unhörbar. Nur Denon und JVC halten nicht ganz mit bei der Korrektur von Fehlern in der Informationsschicht.
Frequenzgänge wie mit dem Lineal gezogen bei JVC, Sony und Yamaha Dual mit leichtem Bassabfall von 2 dB bei 20 Hz, Denon fällt mit einem welligen Frequenzgang aus dem Rahmen. Alle Verzerrungen und Fremdspannungsabstände sind so gering, dass Einflüsse der Wiedergabegeräte vernachlässigt werden können.
Einzig Denons DVD-1910 konnte den altehrwürdigen Referenz CD-Player Denon DCD-1290, unseren Testsieger 1999, nicht bezwingen. Die vier anderen DVD-Player zeichneten das Stereo-Panorama und einzelne Stimmen oder Stimmgruppen, den Anschlag einer Bass-Drum oder eines harten Schlagzeugbeckens, einen Klavieranschlag oder die bissig gespielte Saite einer Violine prägnanter, klarer und räumlich präziser als die ältere Edel-CD-Technik. Diesen Eindruck bestätigte im Hörtest auch der Dual-Player als preisgünstigstes Gerät dieses Testfeldes, dessen Labor-Messwerte denen eines CD-Players sehr ähnlich sind.
Der Dual-Player als günstigstes Gerät dieses Testfeldes erfüllt alle Anforderungen als Ersatz für den CD-Player. Er ist sehr preisgünstig, klingt anständig – wäre damit die erste Wahl. Sofern die Ansprüche nicht steigen: Der Dual war das einzige Gerät dieses Testfeldes, das die Test-MP3-CD nicht wiedergeben mochte. Blieb auch sonst bei besonderen Ton- und Digitalformaten (siehe Tabelle) öfter stumm.
Aufwändiger ausgestattete Geräte wie das von Sony bieten öfter die Gewähr, auch von Scheiben mit unüblichen digitalen Audioformaten noch etwas zu hören. Kompatibilität und Zukunftssicherheit kosten! Aber wozu darauf achten, wenn nur CDs abgespielt werden sollen? Wer auf besondere Formate verzichtet, kann kräftig sparen, müsste aber bei Erweiterung der Anlage einen neuen Player kaufen.
DVD-Player in der Hi-Fi-Anlage? – Mit den Geräten dieses Testfeldes bis auf eine Ausnahme kein Problem. Für weniger als den Preis eines Einsteiger-CD-Players der 90er Jahre, mit damals rudimentärer Ausstattung, erhält man heute ein Gerät mit Fernbedienung, Bildwiedergabe und reichlichem Benutzerkomfort, das sogar noch erheblich klarer klingt als CD-Player früherer Jahrgänge.
Ein Betrieb ohne Monitor ist bei allen Geräten trotz sparsamer Display-Ausstattung möglich, ebenso alle CD-Komfort-Funktionen wie Repeat, Intro-Play, Titelsprung oder programmierbare Wiedergabe.
Serienmäßig ist die drahtlose Fernbedienung. Sie ist notwendig für Basisfunktionen beim Yamaha-Player, der keine Taste für Titelsprung mehr am Gerät selbst hat, oder für Sondereinstellungen. Nachteilig: Viele Tasten mit kleiner Beschriftung. Die Beleuchtung fehlt, damit wird die Bedienung im DVD-Video-Betrieb schwierig bis unmöglich, Musik hören mit Komfort wird durch die große Auswahl der Tipp-Möglichkeiten gewöhnungsbedürftig.
Wermutstropfen: Die langen Startzeiten – unabdingbar wegen der vielen abspielbaren Formate, die bei jedem Einlegen einer neuen Scheibe in das Gerät geprüft werden müssen – erweisen sich im direkten Nutzer-Vergleich als nachteilig.REINHARD FRANK

Von Frank

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