Halbleiter 23.12.2005, 18:42 Uhr

Philips gliedert die Halbleiter aus  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 23. 12. 05, jdb –

Europas größter Unterhaltungselektronikkonzern Philips will seine Chipsparte ausgliedern und dann möglicherweise verkaufen oder an die Börse bringen. „Es gibt eine Vielzahl von Fusions- und Übernahme-Optionen, die wir prüfen können und prüfen werden“, sagte der Chef der Sparte, Frans van Houten, Ende vergangener Woche. Zunächst werde der Halbleiterbereich in eine eigene Rechtsform ausgelagert.

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Damit ist Philips der letzte große, westliche integrierte Elektronikkonzern, der sich von seinen Halbleiteraktivitäten trennt. Zuletzt hatte Motorola seine Chipsparte als Freescale Semiconductors in die Selbständigkeit entlassen. Freescale ist übrigens ein enger Kooperationspartner von Philips Semiconductors im Bereich der Fertigungstechnologie.

Analysten sahen in der Ankündigung Signale für einen baldigen Ausstieg des niederländischen Unternehmens aus dem Chipgeschäft. Die Aktien von Philips Electronics reagierten unmittelbar nach der Ankündigung mit Kursgewinnen von mehr als 4,5 %. Philips-Chef Gerard Kleisterlee wollte sich nicht dazu äußern, ob das Unternehmen bereits Gespräche mit anderen Wettbewerbern über das Halbleitergeschäft führt. Er sagte lediglich, die Ausgliederung eröffne Philips mehrere strategische Möglichkeiten, die den Wert für die Aktionäre steigere.

Analyst Eric de Graaf von Sales Petercam hält einen Börsengang der Halbleiter-Sparte für die wahrscheinlichste und auch beste Option. Dabei werde der Bereich wohl mit 4 Mrd. $ bis 6 Mrd. $ bewertet, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Weltweit beschäftigt Philips Semiconductors rund 35 000 Menschen. In Deutschland sind 3000 Mitarbeiter vor allem an den Standorten Hamburg und Böblingen betroffen.

Philips ist mit rund 5,7 Mrd. $ Umsatz in 2005 Europas drittgrößter Chiphersteller nach STMicroelectronics und Infineon. Weltweit rangiert der holländische Konzern je nach Marktforscher auf Platz 10 oder 11. Seit einiger Zeit aber leidet die Sparte unter Überkapazitäten. Der Konzern hatte daher angekündigt, die Kosten im Halbleiterbereich bis Ende 2006 um 250 Mio. € zu reduzieren. Die Rentabilität soll um bis zu 15 % gesteigert werden.

An der Amsterdamer Börse stieß die Ankündigung auf positive Resonanz. Die Aktien kletterten zeitweise bis auf 26,46 € und erreichten damit den höchsten Stand seit Anfang 2004. jdb

Ein Beitrag von:

  • Jens D. Billerbeck

    Jens D. Billerbeck

    Leiter Content Management im VDI Verlag. Studierte Elektrotechnik in Duisburg und arbeitet seit seiner Schulzeit jounalistisch. Nach Volontariat und Studienabschluss Redakteur der VDI nachrichten u. a. für Mikroelektronik, Hard- und Software, digitale Medien und mehr.

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