Konsumelektronik 11.02.2000, 17:24 Uhr

Nutzbare Dynamik

Es besteht ein fundamentaler Unterschied bei der Aussteuerung analoger und digitaler Audiosystemen. In analogen Systemen steigen die Verzerrungen mit zunehmender Übersteuerung erst allmählich an. Sie sind auch nicht sofort wahrnehmbar. Bei digitalen Systemen verursacht eine Übersteuerung sofort ein Klippen, das unbedingt vermieden werden muss. Die Aussteuerungsreserve (Headroom) ist deshalb ein wichtiger Kennwert. Audiosignale mit geringem Pegel verschwinden dagegen langsam im Rauschschleier (Footroom) der analogen Aufnahme. Dies toleriert das Ohr eher als die Quantisierungs- und Leerkanalgeräusche von digitalen Aufnahmen. Deshalb ist ein ausreichender Footroom ein zweiter wichtiger Faktor. Er sollte beim Ausblenden möglichst schnell durchfahren werden. Berücksichtigt man Headroom und Footroom, bleiben von den theoretischen 96 dB des Dynamikbereichs digitaler Aufnahmen nur noch 54 dB bis maximal 74 dB übrig. rp

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