Konsumelektronik 07.06.2002, 18:20 Uhr

Neue Klang-Vielfalt

Wer zu Hause CDs in Hi-Fi-Qualität brennen will, dem bietet der Markt längst mehr als reine Geräte mit Player/Rekorder-Funktion. Zum einen lassen sich mit CD-Kopierstationen auf komfortable Weise eigene CD-Rs erstellen. Yamaha erweitert die Rekorder- Palette noch um ein Modell mit Festplatte, einer Speichertechnik, die auch im Hi-Fi-Bereich Schule machen könnte.

Auch in den Klangwelten kennt die Ingenieurkunst keine Grenzen. Aktuelle PC-Festplatten erlauben den Einsatz in Hi-Fi-Komponenten und bereichern diese um den Komfort von PC-Systemen. Sie speichern Musik im CD-Format und bieten Studio-Features ohne den ansonsten obligatorischen PC.
Yamaha bringt einen solchen Rekorder, das Gerät heißt CDR-HD 1000 und kostet 1061 €. Im Test sollte es sich gegen zwei CD-Kopierstationen und zwei CD-Rekordern beweisen. Beim Philips CDR-820 (470 €) und Panasonic SL-PR 300 (679 €) handelt es sich um Kopierstationen mit integrierten Dreifach-CD-Wechslern, beide mit Mixerfunktionen, also ebenfalls für vielerlei Aufnahme-Aktivitäten geeignet. Eher spartanisch geben sich die zwei Rekorder für den Single-Betrieb: der hochwertig verarbeitete Onkyo DX-R 700 (769 €) und der Philips CDR-600 (330 €), der sehr preisgünstig ausfällt.
Der Yamaha enthält ein CD-Rekorder-Modul, das sich neben der Aufnahme auch zum Überspielen von CDs auf die eingebaute Festplatte eignet, und zwar mit zehnfacher Normalgeschwindigkeit. Die Festplatte bietet eine Speicherkapazität von 20 GByte. Das reicht für etwa 30 h Musik in Original-CD-Qualität. Aufnahmen im MP3-Musikformat erlaubt der CDR-HD 1000 nicht.
Bei der Überspielung auf die Festplatte werden auf der Original-CD enthaltene CD-Text-Informationen mit-
übernommen. Eine Anbindung an die Internet-Datenbank CDDB besteht aber nicht. Mit CDDB lassen sich Informationen über CD-Titel, Interpreten und Einzeltitel herunterladen und automatisch zuordnen.
Nach der Überspielung auf Platte erlaubt der Yamaha ein komfortables Editieren und die Zusammenstellung zu Kompilationen. Diese können dann mit achtfacher Geschwindigkeit auf CD gebrannt werden. Im Vergleich zu den schnellsten PC-Brennern, die Audio-CD-Rs derzeit etwa mit 20fach brennen, scheint das zwar wenig, doch liegt der Zeitunterschied bei einer CD von einer Stunde gerademal bei 4 min. Insofern ist 8fach schon recht gut.
Ein gewichtiger Vorteil des Yamaha-Rekorders ist die Möglichkeit, direkt auf die Festplatte aufzuzeichnen. Dies gilt für analoge Quellen genauso wie für digitale, womit sich zum Beispiel Radiosendungen bis zu 30 h bequem mitschneiden, später editieren und dann auf CD-R/RW brennen lassen.
Nicht ganz so schnell wie mit dem Yamaha geht die Aufnahme mit den CD-Kopierstationen ohne Festplatte. Dabei beträgt die Standardgeschwindigkeit 4fach, allerdings entfällt der Umweg über die Festplatte.
Für die Zusammenstellung eines Musiksamplers ist der Festplatten-Rekorder komfortabler, für die Kopie einer ganzen CD hingegen die reine CD-Kopierstation. Einfach die Original-CD einlegen, die Kopiertaste drücken, der Rest geht automatisch.
Da die beiden Testkandidaten von Panasonic und Philips über integrierte Dreifach-Wechsler verfügen, brennen die Rekorder ein erstelltes Abspielprogramm aus drei CDs ohne weiteres Dazutun. Als Wechsler-Typ setzt Panasonic auf drei Mini-Schubladen, Philips hingegen auf einen Drehteller. Letzterer hat prinzipiell leichte Vorteile, da der Wechsel schneller geht und weniger Verschleißteile erforderlich sind.
Sowohl der Panasonic SL-PR 300 als auch der Philips CDR-820 verfügen über eingebaute Mixer, Funktionen, mit denen sich externe Programmquellen zur internen CD-Wiedergabe dazumischen lassen. Der Philips geht dabei noch einen Schritt weiter und besitzt sogar noch einen mischbaren Mikrofoneingang.
Noch ein Vorteil für den Philips: Während der Panasonic keine CD-Text-Infos versteht, kommt der CDR-820 damit bestens zurecht. Er übernimmt diese von entsprechend ausgestatteten CDs und erlaubt auch die Eingabe eigener Infos. In vorbildlicher Weise sogar, denn für die Texteingabe lässt sich eine PC-Tastaur einstöpseln.
Genauso funktioniert die Anzeige von ID3-Tags, also den Textinfos, die MP3-Musikfiles zugeordnet sind. Als einziger Testkandidat ist der Philips CDR-820 für die Wiedergabe von MP3-CD-Rs vorbereitet, verarbeitet dabei die üblichen Datenraten.
Bis zu vier MP3-CD-Rs lassen sich auf der Philips-Kopierstation nacheinander abspielen, wodurch sich eine ununterbrochene Spieldauer von bis zu 44 h Musik ergibt: Drei Disks im Wechsler, eine im Rekorder, wobei bis zu 11 h MP3-Musik auf eine CD-R passen. Die Aufnahme von MP3-CD-Rs erlaubt der CDR-820 allerdings nicht. Die lässt sich am besten per Computer erledigen. Gleiches gilt für die Überspielung von MP3-CD-Rs auf Audio-CD-Rs.
Im Vergleich zu den Kopierstationen tun sich die Einzel-Rekorder etwas schwer. Der Onkyo punktet zwar durch hochwertige Verarbeitung und Wandlerbestückung, hat aber – wie der Philips CDR-600 – den Nachteil, dass das CD-Kopieren nur mit einfacher Geschwindigkeit möglich ist. Beide Rekorder erlauben das Erstellen eigener CD-Text-Infos.
Von der Aufnahmequalität her haben die Rekorder von Onkyo und Yamaha sowie die Philips-Kopierstation am meisten zu bieten. Alle drei Geräte eignen sich bestens sowohl für Aufnahmen von analogen Programmquellen als auch für den Einsatz als CD-Player. Die digitale Überspielung von CDs hingegen erfolgt praktisch verlustfrei und gelingt mit allen Testkandidaten in hoher Klangqualität.
Das erlaubte CD-Brennen klappt freilich nur, wenn der Kopierschutz mitmacht. Gänzlich uneingeschränkt ist dies mit den neuen Techniken der Musikindustrie nur mit den beiden Kopierstationen von Panasonic und Philips sowie mit dem Onkyo möglich
REINHARD PAPROTKA

Von Reinhard Paprotka

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