Konsumelektronik 05.11.2004, 18:34 Uhr

Musischer Stecker im Ohr

VDI nachrichten, Düsseldorf, 5. 11. 04 -MP3-USB-Sticks sind äußerst praktisch. Sie speichern Musik und Daten, lassen sich einfach in den Computer einstecken und eignen sich zudem bestens fürs Joggen. Wir haben fünf Player der Oberklasse für Sie getestet.

Ganz ohne Kabel findet der Player in der USB-Buchse des Computers Platz, wird sogleich vom Betriebssystem erkannt und lässt sich dann wie ein Laufwerk mit den Lieblingssongs oder sonstigen Dateien füllen. Auch Abmessungen und Gewicht überzeugen. So wiegen die getesteten Sticks zwischen 37 g und 68 g, messen kaum mehr als zwei Finger und fassen bei 256 MByte Kapazität etwa vier Stunden Musik. Darüber hinaus sind die Flash-Speicher der USB-Sticks unempfindlich gegen Stöße, extreme Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, bieten also ideale Voraussetzungen für den sportlichen Einsatz.
Um die Preise miteinander vergleichen zu können, haben wir im Test Player mit 256 MByte Kapazität berücksichtigt. Allerdings sind die Kandidaten meist auch mit 128 MByte, durchwegs aber auch mit 512 MByte zu haben. Die 256er-Preise liegen zwischen 179 € und 225 €, dafür erhält der Käufer ansprechendes Design, hochwertige Verarbeitung und gute Ausstattung.
Im Test dabei ist D“Cube mit dem NMP-612T für 199 €, der eine besonders edle Erscheinung zeigt und über einen einschiebbaren USB-Stecker verfügt. Maycom schickt den XR-21 für 189 € ins Rennen: Schlicht, rechteckig, solide und elegant verarbeitet. Bei diesem Player lässt sich der USB-Stecker hinten ausklappen und als Stütze für die senkrechte Aufstellung verwenden.
Poppiger präsentiert sich der MP3-USB-Stick JM-200 von Muzio. Dabei kann der Käufer zwischen unterschiedlichen Gehäusefarben wählen, zudem ist der Muzio der erste Flash-Player mit integriertem USB-Hostadapter. Damit lassen sich Musik und Daten mit anderen USB-Speichergeräten austauschen, ohne dass dafür ein PC nötig wäre. Der Preis: 219 € (s. Kasten).
Samsung bietet mit dem YP-55 einen feinen Player im Lippenstiftformat an, der mit 225 € die Preisskala nach oben anführt. Schließlich ist noch der USB-MusicStick 250 von Trekstor dabei, mit 179 € der preisgünstigste Testkandidat, – bei überzeugender Ausstattung.
Die Anbindung an den PC erfolgt über USB 1.1, das ist für MP3-USB-Sticks dieser Kapazität gerade noch vertretbar: So dauert es etwa 8 min, um den langsamsten Stick – den Muzio JM-200 – mit Musik zu füllen, beim schnellsten – dem Trekstor – reicht die halbe Zeit. Diese Angabe bezieht sich auf die Datenrate 128 kbit/s, ab der mit MP3 HiFi-Klang möglich ist. Bis auf den Muzio und den Samsung klappt dies auch mit Apple-Computern.
Alle getesteten USB-Sticks spielen MP3 sowie das Microsoft-Format WMA, der Trekstor dekodiert auch ASF und WAV. Keiner der Player kann derzeit allerdings legal erworbene Musik wiedergeben. Die in solchen Songs integrierte Rechteverwaltung (zum Beispiel DRM) verhindert das Abspielen auf Geräten ohne die erforderlichen Sicherheitsprotokolle.
Die vier Stunden Musik der 256er-Variante sind nicht gerade viel, und so bieten die bei allen getesteten Sticks vorhandenen Radio-Empfangsteile willkommene Abwechslung. Davon lassen sich sogar Aufnahmen durchführen, desgleichen über den Line-Eingang. Unbrauchbare Resultate liefert in dieser Hinsicht der Muzio JM-200: Die Aufnahme enthält zwar Höhen, aber wenig Mitten und gar keine Bässe. Selbst ein Telefon hört sich besser an. Der Maycom zeigt ein massives Bass-Defizit, während die anderen Sticks in puncto Aufnahmequalität recht gut abschneiden. Alle fünf Gerätchen können außerdem über integrierte Mikrofone in Mono aufzeichnen, was für Sprachnotizen ausreicht.
Bei der Wiedergabe liefern alle MP3-Sticks gute Resultate, allerdings kommt es bei einigen Modellen zu leichtem Bassabfall im Kopfhörerbetrieb. An eine Anlage angeschlossen spielen die Sticks jedoch recht ausgewogen. Richtig gut klingen auch die Kandidaten von Muzio und Maycom, wobei letzterem – wie auch dem Samsung – ganz brauchbare Ohrhörer beigelegt sind.
Klangliche Schwächen der kleinen Musikboxen lassen sich mit den integrierten Equalizern ausbügeln, die meist fünf Frequenzbänder aufweisen, der Equalizer des Trekstor ist sogar mit zwölf ausgestattet. Mit zwei Bändern – also einem Tiefen- und einem Höhensteller – scheint der YP-55 von Samsung etwas spärlich ausgestattet, doch ist dessen Klang auch ohne Equalizer recht stimmig.
Sehr überzeugend sind die Laufzeiten mit einem Batteriesatz für die Geräte von Maycom, Nextway und Samsung oder einem frisch geladenen Akku beim Muzio und Trekstor: 22 h spielt der Nextway-Player, immer noch 12 h das Gerät von Maycom.
Abschließend noch ein Wort zur Verarbeitung der Musikwichtel: Sehr elegant präsentieren sich in dieser Hinsicht die Sticks von Nextway und Samsung, gut gefallen auch der Maycom XR-21 und der Muzio JM-200. Der Trekstor hat diesbezüglich nur Standard zu bieten, doch kann er sich das als leichtester und preisgünstigster Player leisten.
REINHARD PAPROTKA

Von Reinhard Paprotka

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