Konsumelektronik 05.09.2003, 18:26 Uhr

Musiksammlung in Hi-Fi von der Scheibe

Mini-Player spielen die 8-cm-Mini-CD und sind deutlich kleiner. In Hi-Fi-Qualität reicht das für gut vierzehn Stunden Musik.

Fünf solcher MP3-CD-Portis sind der Gegenstand des Tests, zwei von weniger bekannten Firmen aus Fernost und drei Modelle renommierter Hi-Fi-Hersteller. Der Unterschied zu herkömmlichen tragbaren CD-Spielern besteht in dem enthaltenen Dekoder für MP3 und andere Datenreduktionsverfahren sowie in zusätzlichen Steuerungs- und Anzeigefunktionen.
Für 99 ‰ gibt es den IMP-50 von Iriver, für 90 ‰ den PCD-9550 von Roadstar. Als einziger Testkandidat enthält er ein Radio-Empfangsteil. Im Test weiterhin das brandneue Spitzenmodell D-NE 1 von Sony für 250 ‰ sowie der PDP-2099 R von Thomson für 170 ‰ . Eine Ausnahmestellung nimmt der Philips EXP 431 ein, da er nur Mini-CDs abspielt, Datenträger mit 8 cm statt der üblichen 12 cm Scheibendurchmesser. Der Preis: 200 ‰.
Mit der hohen Datenreduktion des MP3-Verfahrens lassen sich die 14 h Musik auf einer CD-R unterbringen, wobei sich diese Angabe auf eine Datenrate von 128 kbit/s bezieht. Ab dieser Datenrate ist mit MP3 Hi-Fi möglich. Mit diesem Wert wird auch der überwiegende Teil der Musik übers Internet transferiert wird.
Wer will, kann für die eigene Umwandlung von Musik ins MP3-Format mit höheren Datenraten arbeiten, um eine bessere Klangqualität erreichen. Die Voraussetzung dafür ist, dass die MP3-Player mit diesen höheren Datentransferraten zurechtkommen, doch das ist bei allen Testkandidaten der Fall.
Während beim portablen MD-Rekorder oder auch bei einigen MP3-Spielern mit Festplatte die Aufnahmefunktion gleich mit eingebaut ist, kann der MP3-CD-Porti Scheiben mit MP3-Files nur abspielen. Das bedeutet, dass die Disks mit dem PC erstellt werden müssen (s. Artikel oben).
Fast alle MP3-Musikstücke sind mit so genannten ID3-Tags versehen, die auf dem Display des Players erscheinen – sofern der dafür vorbereitet ist. Besonders bei CD-Portis für die Normal-CD mit 12 cm Durchmesser ist die ID3-Tag-Anzeige wichtig, denn sonst wird es schwierig, aus mehr als 150 Musiktiteln den gewünschten herauszupicken. Alle Testkandidaten zeigen ID3-Tags an, was nicht für alle Player am Markt gilt.
Gute Displays bieten die Geräte von Iriver und Sony, da diese neben ID3 auch CD-Text-Infos anzeigen. Philips und Sony liefern ihre Portis mit Fernbedienungen aus, in die sogar Displays integriert sind. Damit wird die Titelanwahl auch beim Joggen möglich.
Alle Portis verfügen über Anti-Schock-Speicher, der Philips überbrückt im MP3-Modus sogar bis zu 8 min. So wirksam solche Speicher sind, bei länger andauernder starker Erschütterung ist auch ein großer Speicher mal am Ende, und es kann zu Aussetzern kommen. Im Vergleich dazu verhalten sich die MP3-Spieler mit Chipspeicher völlig unkritisch.
Die Spielzeiten mit Akkus oder Batterien sind erfreulich lang: bis zu 34 h ermöglicht der Sony. Pfiffig ist, dass sich darüber hinaus noch ein Batteriefach verwenden lässt. Allerdings gehören die Akkus selbst bei den Geräten von Iriver und Roadstar nicht zum Lieferumfang.
Neben MP3 und Audio-CDs spielen die Geräte von Iriver, Sony und Thomson auch das von Microsoft entwickelte WMA-Musikformat ab, der Thomson-Player darüber hinaus das noch platzsparendere und bedingt zu MP3 kompatible MP3 PRO (s. Kasten).
Brandneu stellt Sony Atrac 3 plus vor, ein an die Datenreduktion der Mini-Disk angelehntes Verfahren, das nicht zu MP3 kompatibel ist und mit der Hälfte der MP3-Daten auskommen soll. Im Hörtest ließ sich das aber nicht nachvollziehen. Das gilt auch für den ähnlichen Anspruch von MP3 PRO.
Als zukunftsorientiert präsentieren sich Geräte, die sich per Firmware-Update auf den neusten technischen Stand bringen lassen. Das gilt in erster Linie für neue Verfahren der Datenreduktion, also zum Beispiel für die Erweiterung auf AAC oder Ogg Vorbis. In diesem Punkt brillieren die Player von Iriver und Thomson. Möglich sind solche Updates durch Download von der Webseite des Herstellers und Brennen der erforderlichen Datei auf CD-R/RW. Danach genügt meist das einfache Einlegen der Scheibe, und schon erfolgt das Update automatisch.
Wichtig für den mobilen Betrieb ist der Klang per Kopfhörer. Fast alle Geräte werden mit Ohrstöpseln geliefert, nur Thomson packt seinem Player zusätzlich Ohrclips bei. Das führt zu besseren Ergebnissen, allerdings lohnt es sich bei allen Geräten, den Klang mit einem hochwertigen Kopfhörer aufzupäppeln. REINHARD PAPROTKA

Von Reinhard Paprotka

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