Konsumelektronik 24.03.2000, 17:24 Uhr

Musikgenuss mit Kopfhörern ohne lästigen Kabelsalat

Für viele Zeitgenossen sind Kopfhörer die einzige Möglichkeit, auch in den eigenen vier Wänden ungestört ihrem Musikgeschmack zu frönen. Funk-Kopfhörer machen die Hi-Fi-Anlage zum UKW-Heim-Sender.

Hören mit Kopfhörern – das bedeutet, das Programm konzentriert zu genießen, sich nur dem Hören zu widmen. Kräftige Lautstärke sorgt dafür, dass die Umwelt draußen bleibt – nicht einmal das Klingeln der Haustürglocke oder des Telefons dringen durch. Zu Hause – besonders dann, wenn man in der Wohnung nicht allein ist – sind Kopfhörer die einzige Möglichkeit, einem besonderen Musik- oder Hörgeschmack zu frönen, ohne Mitbewohner zu drangsalieren.
So groß die gewonnene Programm- und Lautstärkefreiheit durch die beiden Muscheln ist, die von einem Bügeln dicht vor den Ohren festgehalten werden, so klein ist der Bewegungsradius: Er beschränkt sich auf drei Meter bei kabelgebundenen Kopfhörern – es sei denn, man steckt sich den CD- oder Kassettenwalkman an den Gürtel. Mit Fernseh- oder Hi-Fi-Anlagenton mit Radiomusik vom Kabel- oder Satellitentuner geht auch das nicht.
Bewegungsfreiheit gewinnt man nur durch drahtlose Kopfhörer. Nach vielen Irrungen und Wirrungen mit Infrarot-Übertragungstechnik, die unbedingt direkten Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger erforderte und von Halogenlicht einfach zu irritieren war, sind bei Funk-Kopfhörern zwei Frequenzbereiche übrig geblieben: 433,2 MHz bis 434,7 MHz und 863,2 MHz bis 864,7 MHz.
Die Vorteile der Funk-Kopfhörer gegenüber Infrarot-Technik: die Übertragungsqualität entspricht fast UKW-Rundfunk und ist weder durch Zimmerwände oder den gestörten Blick auf den Sender zu unterbrechen. Etwa 100 m Reichweite geben die Hersteller für den privaten Wohnzimmersender an.
Ein Wert allerdings, den wir in der Praxis (Stahlbetonbauten oder metallene Türrahmen im Weg) nicht bestätigen konnten. Realistisch sind Werte um 20 m bis 30 m in bebauter Umgebung. Das ist erheblich mehr und sehr viel bequemer, als mit kabelgebundenen Hörern erreichbar wäre.
Eine Funk-Übertragung ermöglicht völlig neue Einsatzfelder für Kopfhörerprogramme. Wer sich nicht an dem Kopfbügel stört, genießt das eigene Wunschprogramm im ganzen Haus, sogar im Garten kann man Musik vom eigenen CD-Player hören, ohne die Nachbarn zu stören.
Ein Sender kann gleichzeitig mehrere Kopfhörer/Empfänger versorgen, an jedem Hörer ist die Lautstärke individuell einstellbar. Damit sind Funk-Kopfhörer auch gut im Studio für Einspielungen zur Kontrolle der Musiker geeignet. Um bei mehreren Kopfhörersendern im gleichen Haus Störungen und den Empfang unerwünschter Programme auszuschließen, lässt sich die Sendefrequenz in einem kleinen Bereich variieren.
Der Zimmersender wird mit dem Kopfhörerausgang der Tonquelle verbunden. Die Sender kommen mit dem mitgelieferten Adapter-Kabel an die 6,3- oder 3,5-mm-Kopfhörer-Klinkenbuchse. Schließt man den Kopfhörersender an den Tape-Ausgang des Hi-Fi-Verstärkers an, wird unabhängig von der Lautstärke gesendet Der Stromanschluss des Senders, meist über ein Steckernetzteil, sorgt leider für weiteren Kabelsalat bei der Hi-Fi-Anlage.
Die Funk-Kopfhörer selbst sind etwas voluminöser und schwerer als kabelgebundene Modelle. Die Akkus (meist zwei Stück, um die Betriebsspannung von 3 V zu erreichen) werden beim Aufsetzen des Hörers auf den Sender in Hör-/Betriebspausen automatisch aufgeladen.
Nur beim Sony-Modell MDR-RF830RK ist das Kopfband so intelligent mit dem Ein-/Aus-Schalter des Kopfhörer-Empfängers verbunden, dass er automatisch beim Auflegen des Hörers auf den Sender ausgeschaltet wird. Das spart unnötigen Stromverbrauch und bewahrt vor unbeabsichtigt total entleerten Akkus. Die Betriebsdauer ist bei allen Modellen für mehrere Stunden intensiven Hörens ausreichend. REINHARD FRANK
Ob Wohnzimmer oder Garten – drahtlose Funk-Kopfhörer bieten freie Bewegung im Umkreis von 20 m bis 30 m, so die Erfahrungen aus unserem Test. Im Klang kann es leichte Einbußen gegenüber Kabel-Kopfhörern geben.

Von Reinhard Frank
Von Reinhard Frank

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