Automobilelektronik 03.10.2003, 18:26 Uhr

Multifunktionsgerätezwerge für den Pkw zum Nachrüsten

Die Bedienung hat‘s in sich, weil viele Funktionen auf wenig Raum unterkommen müssen.

Alle passen sie in den genormten Ausschnitt des Armaturenbrettes, sehen zwar verschieden aus – aber bieten die gleichen Funktionen: Autoradios mit CD-Player und eingebautem Navigationssystem.
Äußerlich sind die Multifunktionsgeräte für den Pkw nicht von Standard-CD-Autoradios der Komfortklasse zu unterscheiden. Trotzdem ist bei diesen Geräten zusätzlich zum Empfangsteil, dem CD-Player (hier im Doppelnutzen als Audio-Player und CD-Rom-Laufwerk) sowie kräftigen Endstufen noch die Navigationselektronik miteingebaut.
So viel komplexe Technik in einem Gehäuse lässt erahnen, dass diese Geräte nicht in allen Funktionen ohne die Kenntnis der dicken Bedienungsanleitungen nutzbar sind. So unterscheiden sich die Probanden der vier Autoradio- und Navigationsspezialisten von Becker, Blaupunkt, Pioneer und VDOdayton denn auch in der Praxis ganz wesentlich durch ihre Bedienkonzepte.
Die Funktionen eines Autoradios mit denen eines komplexen Spezialcomputers bedienungsfreundlich zu verbinden, ist nur teilweise gelungen. Beispiel Pioneer: Mit dem aufwändigen Display und mehrfach belegten Tasten in mehreren Ebenen wendet es sich an ausgewachsene Klangtüftler, die von ihrem Navigationsautoradio wesentlich mehr individuelle Anpassungsmöglichkeiten erwarten als gelegentliche Radiohörer.
Ebenso das VDOdayton-Gerät: Hier verbergen sich viele Funktionen hinter den – wie bei Pioneer auch – arg klein beschrifteten Tasten. Von innen rot beleuchtete Mini-Schrift (Pioneer) oder blaues Licht in silberner Einfassung (VDO, Blaupunkt) zeigt bei Sonnenlicht Schwächen. Modisch und passend zur VW-Innenbeleuchtung der Instrumente ist es allemal.
Etwas größere Buchstaben spendierte Blaupunkt beim TravelPilot DX-R52. Sie sind jedoch wegen des geringen Blau-Silber-Kontrastes nicht so klar ablesbar wie die größeren weißen Buchstaben auf schwarzem Grund beim Becker DTM High Speed.
Drei der vier Testgeräte (Becker, Blaupunkt, VDOdayton) kommen aus europäischer Entwicklung und Produktion, nur eines aus Fernost: Pioneer hat sich mit Becker zusammengetan und verwendet das Navigations-Know-how der Karlsbader im ANH-P9R. Entsprechend gleichen Eingabe, Qualität und Komfort der Navigationsabteilung denen von DTM High Speed.
Blaupunkt und VDOdayton gehen eigene Wege. Das MS4200 RS von VDOdayton wird serienmäßig mit einem Stapel von vier ausführlichen Navigations-CDs für Europa sowie einer Sprach-Ausgabe-CD ausgeliefert. Besitzern dieses Gerätes stehen damit alle Karten zur Verfügung. Nutzbar werden sie aber erst nach Eingabe eines komplizierten Codes (etwa JYMF VTN2 ZK2K B13D), der die entsprechende CD für das individuelle Gerät freischaltet. Den Code erhält man per E-Mail oder SMS aufs Handy. So kostet die Freischaltung für die Deutschlandkarte 89 ‰/Jahr, zeitlich unbegrenzt 169 ‰.
VDOdayton verschickt regelmäßig kostenlos die jeweils neuesten Länderversionen und löst damit ein Problem: Für drei Wochen Urlaub zahlt man ungern für die CD eines Landes den vollen Preis von etwa 150 €.
Bei VDOdayton kann man für wenige Tage oder Monate und ebenso wenige Euros die CD freischalten lassen und sich im fremden Land preisgünstig führen lassen. Einen Monat Frankreich gibt es für 19,99 €, ein Tag Freischaltung auf dem Transfer nach Spanien kostet 2,99 €. Man muss nur die Karten CDs auf der Reise dann auch dabeihaben.
Blaupunkt umgeht das Dilemma mit der Lieferung von zwei CDs: Auf einer ist Deutschland im Detail gespeichert, die andere enthält die wichtigsten Straßen Europas. Becker liefert außer einer Merian-Hotel- und Restaurantführer-CD für das ganze Europa zwei CDs, Pioneer eine CD serienmäßig mit.
Wie gut die Verbindung aus bewährter Radiotechnik mit der CD-Technologie harmoniert, zeigt sich am besten in einer Kombination eines Praxistests auf der Straße und im Labor. Das Fazit: Jedes Gerät in der Reihe der Viel-Könner ist in der einen oder anderen Hinsicht ein Kompromiss. Die Navigationsqualität kann sich sehen lassen. Ob man ans Ziel kommt, hängt weniger von der Hardware als von der mitgelieferten CD ab. REINHARD FRANK

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