Konsumelektronik 04.07.2003, 18:25 Uhr

MP3-CD verdrängt den Kassettenslot im Autoradio

So bequem wie heute war es noch nie, das eigene Wunschprogramm in anständiger Qualität im Auto zu hören.

Vorbei sind die Zeiten, in denen Audiofans aufwändig im Kofferraum eingebaute CD-Wechsler noch mit 5, 6, 10 oder gar 12 Original-CDs bestückten – und die doch nur einen halben Tag Musik lieferten. Heute reicht der DIN-Ausschnitt im Armaturenbrett mit CD-MP3-Player für die gleiche Spielzeit.
Komplizierter Einbau und Kabelverlegung zum CD-Wechsler entfallen bei diesen MP3-Tunern. Allerdings muss man die Musik auch selbst am Computer zusammenstellen. Denn CDs für einen halben Tag Unterhaltung enthalten soviel Programm und damit Kosten für Nutzungsrechte, dass niemand sie im Laden bezahlen würde.
Ein wesentlicher Vorteil des Kopier- und Auswahldienstes: Bei einem Diebstahl ist das Musikprogramm reproduzierbar. Mangelt es an der Zeit zum Herstellen der MP3-CD kann man mit allen Geräten dieses Testfeldes auch normale CDs abspielen und frisch gekaufte neue Musik schon auf dem Weg nach Hause kennen lernen.
Nennenswerte Klangunterschiede zur originalen CD nimmt man im Auto wegen der Fahr- und Windgeräusche nicht wahr. Allerdings sollte man beim Übergang ins MP3-Format nicht die sparsamste Bitrate wählen, das kostet Qualität. Doch auch bei spendablen Bitraten passt auf eine CD der gesamte Inhalt eines Wechslermagazines.
Wie gut die Verbindung aus bewährter Radiotechnik mit aktuellster CD-Technologie harmoniert, klärt dieser Test, in dem die VDI nachrichten in Zusammenarbeit mit Sound Source International (SSI) CD-MP3-Autoradios im Labor und auf der Straße im fahrenden Auto getestet haben.
Das Spektrum reichte vom Kenwood KDC-M4524 für unter 300 € bis zum fast 550 € teuren DEH-P7500MP von Pioneer mit leuchtstarkem OLED-Display. Preislich dazwischen bei knapp 500 ‰ liegt Sonys CDX-M850MP, das Los Angeles MP72 von Blaupunkt und der Testsieger Becker Monza MP3 7882.
Die teureren Geräte sind dabei in der Regel üppiger ausgestattet als das preiswerte Kenwood. Das Los Angeles hat – sinnvoll für MP3-Nutzer – als einziges Gerät im Testfeld einen Slot für die Multimediacard. Das Monza glänzt vor allem mit dem Doppeltuner, der ihm unter anderem den Testsieg sichert. Pioneer und Sony wuchern mit ihren Displays, wobei sich die Anzeigen-Animation des Pioneer sogar mit einem Editor Tool individuell gestalten lässt.
Im Test stellte sich heraus, dass mancher Hersteller die Radioqualität zugunsten des Audiogenusses scheinbar vernachlässigt. Deutlich hörbar ist bei Kenwood, Pioneer und Sony der qualitative Abstand zwischen CD- und CD-MP3-Wiedergabe und dem Radio-Empfang.
Viel zu groß und dem Qualitätsstandard der aufwändig verarbeiteten Geräte nicht angemessen, fiel die Radioqualität im Fahrbetrieb gegenüber der CD-Wiedergabe weit ab. Schwache Sender waren nur noch unklar, fast ohne Höhen zu hören bei Kenwood und Sony klangen sie immer rau und unsauber.
Abhilfe wäre nur mit erheblich verbesserten Tunereigenschaften oder durch Digital-Radio-Empfangsteile für DAB möglich. Erst dann passen Gerätepreis und Qualitätserwartung wieder zusammen.
Bei Becker und Blaupunkt weicht die Klangqualität von Radio und CD vergleichsweise wenig voneinander ab. Sie führen eindeutig die Qualitätsriege an, wobei das Becker Monza mit den zwei Tunern hohe Schnelligkeit beim Umschalten auf stärkere RDS-Sender und Empfangskomfort wie frei wählbare Verkehrsfunksender ergänzend zum gerade gehörten Programm bietet.
Bei CD-Wiedergabe hält Pioneer mit diesen beiden Topgeräten mit. Hier erreicht nach dem Kenwood – mit schlankem, aber sehr scharfen Klang – das Sony mit seiner kompakten, dichten Wiedergabe auch nur den letzten Platz. Pioneer kann ebenfalls bei schwachen UKW-Sendern wegen der übertriebenen Höhenabsenkung, die störendes Rauschen vermindern soll, klanglich nicht mithalten. REINHARD FRANK

Von Reinhard Frank

Stellenangebote im Bereich Elektrotechnik, Elektronik

Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES-Firmenlogo
Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES Forschungs- und Entwicklungsingenieurin / Forschungs- und Entwicklungsingenieur als Gruppenleitung Bremerhaven, Bremen, Hamburg, Hannover
Crawford & Company (Deutschland) GmbH-Firmenlogo
Crawford & Company (Deutschland) GmbH Trainees (w/m/d) als Sachverständige (w/m/d) deutschlandweit
Enovos Deutschland SE-Firmenlogo
Enovos Deutschland SE Senior Projekt- und Asset Manager Wind (w/m/divers) Saarbrücken
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH Sachkundiger (w/m/d) Frankfurt am Main
Techtronic Industries ELC GmbH-Firmenlogo
Techtronic Industries ELC GmbH Technischer Projektmanager (m/w/d) Elektrowerkzeuge Winnenden
ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH-Firmenlogo
ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH Sicherheitsingenieur im Bereich Gefährdungsbeurteilung und Umweltverträglichkeitsanalyse (m/w/d) Fürstenfeldbruck
Süwag-Firmenlogo
Süwag Trainee Netzinformationssysteme (m/w/d) Frankfurt am Main
Amprion GmbH-Firmenlogo
Amprion GmbH Ingenieur (m/w/d) der Elektrotechnik / Schutz- und Leittechnik Esen, Wesel, Leverkusen-Opladen
HENSOLDT-Firmenlogo
HENSOLDT Entwicklungsingenieur für Messtechnik (m/w/d) Oberkochen
CURRENTA über ifp l Personalberatung Managementdiagnostik-Firmenlogo
CURRENTA über ifp l Personalberatung Managementdiagnostik Betriebsleitung Kraftwerke (m/w/d) Leverkusen

Alle Elektrotechnik, Elektronik Jobs

Top 5 Elektronik