CES 2018 09.01.2018, 07:16 Uhr

LG präsentiert erstmals smarten Lautsprecher ThinQ

Auf der CES in Las Vegas präsentiert LG gerade seinen ersten smarten Lautsprecher. Der ThinQ könnte einer von vielen sein, wären da nicht zwei Argumente, die für den südkoreanischen Neuling sprechen.

ThinQ Lautsprecher von LG

LG präsentiert seinen smarten Speaker ThinQ auf der diesjährigen CES in Las Vegas.

Foto: LG

Smarte Lautsprecher liegen im Trend. Dank dem großen Erfolg von Amazons Echo springen mehr und mehr Hersteller auf den lukrativen Zug auf. Nach Amazon, Apple und Google ist das südkoreanische Unternehmen LG Electronics der nächste große Hersteller mit einem smarten Speaker. Dieser hört auf den Namen ThinQ und wird auf der Unterhaltungsmesse CES 2018, die heute in Las Vegas beginnt, zum ersten Mal öffentlich vorgestellt. Den smarten Lautsprecher produziert LG in Zusammenarbeit mit Google. Folglich ist er logischerweise mit dem Google Sprachassistenten „Assistant“ ausgestattet.

Welche besonderen Eigenschaften besitzt der ThinQ Speaker von LG?

Trotz seiner schlichten Optik ist der ThinQ kein schnöder Lautsprecher, denn er eignet sich nicht nur für die Musikwiedergabe. Der kompakte Speaker mit dem schwarzen Gehäuse ist vielmehr auf die Bedienung und Steuerung von Smart-Home-Geräten ausgelegt. Der Hersteller bezeichnet den Lautsprecher als eine Kombination aus einem intelligenten Begleiter und einer personalisierten, sprachaktivierten Schnittstelle für intelligente Haushaltsgeräte. Trotz der vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten soll die Audioqualität jedoch nicht zu kurz kommen. LG zufolge soll der Sound aus dem ThinQ für satte, warme und eindringliche Klänge sorgen. Durch eine hohe Audioqualität in Kombination mit den intelligenten Funktionen des Lautsprechers soll sich der ThinQ von der Konkurrenz abheben. Auf der Unterhaltungsmesse CES (Consumer Electronic Show) in Las Vegas können sich die Besucher von dem smarten Lautsprecher ein Bild machen. Auf der Messe, die vom 9. bis 12. Januar 2018 stattfindet, stellt das Unternehmen auch seine neue Soundbar SK10Y vor.

Welche Technologie befindet sich im Inneren des Lautsprechers?

LG will mit dem ThinQ nicht nur einen smarten Lautsprecher mit intelligenten Funktionen, sondern einen Speaker mit einer hohen Audioqualität abliefern. Aus diesem Grund hat sich das südkoreanische Unternehmen mit dem erfahrenen Audiohersteller Meridian aus England zusammengetan. Das englische Unternehmen genießt unter Musikliebhabern einen hervorragenden Ruf und steht mit seinem guten Namen für individuell einstellbare Highend-Lautsprecher. Welchen genauen Beitrag das englische Unternehmen im Detail geleistet hat, ist bislang nicht bekannt.
Auf jeden Fall befindet sich im Inneren des ThinQ die Chromecast-Technik von Google. Dank dieser kann der Lautsprecher alle verlustfreien Dateiformate, wie das FLAC-Format mit 24 Bit und 96 Kilohertz (kHz), abspielen. Dank der Kombination der hochwertigen Audiotechnik von Meridian und dem digitalen Nutzerassistenten von Google soll der ThinQ Speaker alle Klänge originalgetreu wiedergeben.

Was macht den ThinQ zu einem smarten und intelligenten Speaker?

Dank dem integrierten Sprachassistenten von Google ist der ThinQ Speaker ein nützlicher Begleiter für jeden Haushalt oder das Büro. Google antwortet präzise auf viele unterschiedliche Fragen und informiert seine Nutzer über das Wetter, die Nachrichten, Termine und Ereignisse. Der Assistent erfüllt individuelle Musikwünsche, nimmt Kalendereintragungen vor und diktiert Einkaufslisten sowie andere wichtige Dinge. Dies ist jedoch längst nicht alles, was der ThinQ Speaker zu bieten hat. Laut LG ist der smarte Speaker zugleich ein intelligentes Steuerungsgerät für vernetzte Thermostate, Lampen und diverse Haushaltsgeräte.
Vom Hersteller LG gibt es viele unterschiedliche Geräte und darunter befinden sich natürlich auch smarte Haushaltsgeräte. Alle verfügbaren Smart-Home-Produkte, beispielsweise Waschmaschinen, Klimageräte und Staubsaugerroboter, sind mit dem Lautsprecher kompatibel und lassen sich bequem per Sprachbefehl bedienen. Der Google Assistant lässt sich nach der Vernetzung mit intelligenten Haushaltsgeräten leicht verwenden. Ein einfaches „Hey Google, schalte das Klimagerät ein“ soll vollkommen ausreichen. Die personalisierte und sprachaktivierte Schnittstelle lernt mit der Zeit und stellt sich immer besser auf den Nutzer und die kompatiblen Geräte ein. Für den Nutzer heißt das allerdings, dass viele intelligente Haushaltsgeräte vom gleichen Hersteller wie der ThinQ Speaker stammen müssen.

Mit welchen Unternehmen konkurriert der Lautsprecher von LG?

Der Hersteller LG zielt klar auf den profitablen Markt der smarten Lautsprecher ab. Das Marktforschungsinstitut Gartner listet Sprachassistenten sogar als einer der zehn wichtigsten Technologietrends für das Jahr 2018. Derzeit wird der Markt für intelligente Lautsprecher aus dem Hause Amazon mit dem intelligenten Sprachassistenten Alexa und von ähnlichen Produkten der Hersteller Google und Apple dominiert. Sollte es LG gelingen einen kompakten und intelligenten Lautsprecher zu präsentieren, der zusätzlich noch über einen guten Klang mit satten Bässen verfügt, muss sich die Konkurrenz warm anziehen. Dank der engen Zusammenarbeit mit dem englischen Audiohersteller Meridian und der Technik im Inneren scheint das zumindest nicht abwegig. Denn die konkurrierenden Unternehmen, allen voran Amazon, haben sich im Hinblick auf die Soundqualität nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die zweite Generation des Alexa Echo-Speakers ist das beste Beispiel. Der smarte Lautsprecher besitzt viele intelligente Funktionen, zeichnet sich aber durch einen eher blechernen und künstlichen Sound aus.
Gelingt LG mit dem ThinQ eine qualitativ hochwertige Kombination aus intelligentem Sprachassistenten samt Fernsteuerungsfunktion mit einem satten Sound, wird das für hohe Absatzzahlen sorgen. Zusätzlich könnte der smarte Speaker mit seiner besseren Kompatibilität zu diversen Haushaltsgeräten, die aus dem Hause LG stammen, punkten. Bisher hat LG für seinen ThinQ noch keinen endgültigen Verkaufspreis angegeben. Wahrscheinlich wird sich das südkoreanische Unternehmen an den Preisen der Konkurrenz orientieren und diese liegen zwischen 100 und 200 Euro. Frühestens ab März 2018 können interessierte Käufer zuschlagen, dann erfolgt die Markteinführung.

Auch andere Lautsprecher haben uns jüngst fasziniert. Einer ist der Wonderboom, ein waschechter Lautsprecher, der auch im Pool oder in der heimischen Badewanne ein Hit nach dem anderen abspielt. Ein anderer ist eigentlich gar kein Lautsprecher, zumindest ist er nicht als solcher erkennbar: Continental hat in einer Designstudie komplett auf herkömmliche Lautsprecher verzichtet und das Auto selbst zum Klangkörper umfunktioniert.

Das könnte sie auch interessieren

Top Stellenangebote

Hochschule für angewandte Wissenschaften München-Firmenlogo
Hochschule für angewandte Wissenschaften München W2-Professur für Elektrische Antriebssysteme München
Stadt Kempen-Firmenlogo
Stadt Kempen Sachbearbeiter/-in für Gebäudetechnik Kempen
Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft University of Applied Sciences-Firmenlogo
Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft University of Applied Sciences W2-Professur für das Fachgebiet Elektronische Schaltungstechnik Karlsruhe
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG-Firmenlogo
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG Fachreferent/in Renn- und GT-Fahrwerke keine Angabe
HOCHSCHULE FÜR ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN HAMBURG-Firmenlogo
HOCHSCHULE FÜR ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN HAMBURG Professur W2 Digitale Produktion - Werkzeugmaschinen Hamburg
Technische Universität Clausthal-Firmenlogo
Technische Universität Clausthal Präsidentin/Präsident Clausthal-Zellerfeld
Bundesbau Baden-Württemberg-Firmenlogo
Bundesbau Baden-Württemberg Projektleiter/Projektleiterin Freiburg, Stuttgart, Ulm
Technische Universität Wien-Firmenlogo
Technische Universität Wien Professur für Luftfahrzeugsysteme Wien (Österreich)
Hochschule Trier – Trier University of Applied Sciences-Firmenlogo
Hochschule Trier – Trier University of Applied Sciences W2-Professur für das Fachgebiet Technische Gebäudeausrüstung - Vertiefung: Smart Building/Building Information Modeling Trier
Hochschule Trier – Trier University of Applied Sciences-Firmenlogo
Hochschule Trier – Trier University of Applied Sciences W2-Professur für das Fachgebiet Versorgungstechnik - Vertiefung: Smart Supply Engineering Trier
Zur Jobbörse