Konsumelektronik 03.09.2004, 18:32 Uhr

Gute Leistungen in kleinen Gehäusen

VDI nachrichten, Düsseldorf, 3. 9. 04 -Modelle der 4-Megapixel-Klasse treffen mit kleinen schicken Gehäusen und günstigem Preis-/Leistungs-Verhältnis den Geschmack der Hobby- Fotografen. Sie halten zurzeit mit mehr als 34 % den größten Marktanteil bei Digitalkameras. Dieser Test stellt fünf empfehlenswerte Modelle dieser Klasse vor – allerdings mit kleinen, feinen Unterschieden.

Der Digitalkameramarkt brummt. Mit 4,9 Mio. verkauften Kameras hat sich der Absatz 2003 in Deutschland gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, und 2004 dürfte die Steigerungsrate fast ähnlich hoch ausfallen. Der Anteil der Digitalkameras am Fotomarkt liegt inzwischen bei 70 %. Verantwortlich dafür sind immer größere Modellvielfalt, steigende Qualität und fallende Preise.
4-Megapixel-Modelle bieten vergleichbare Design- und Ausstattungsmerkmale wie die 5- und 6-Megapixel-Klasse schon für deutlich weniger Geld. Große Klassenunterscheide bei der Bildqualität lassen sich praktisch kaum feststellen. Dieser Test stellt eine Auswahl empfehlenswerter Modelle vor.
Praktisch Standard und auch zu empfehlen sind die klassenüblichen 3fach-Zoomobjektive. Sie bieten ordentlichen Aufnahmespielraum, ohne dabei zu dick aufzutragen. 4 Megapixel Auflösung reichen für Vergrößerungen in gewohnter, optimaler Fotoqualität bis zum Format 13 x 18 cm, in guter Qualität auch bis 20 x 30 cm. Bei größeren Formaten ist eine leicht verringerte Auflösung weniger kritisch, weil sie aus größerem Abstand betrachtet werden.
Wie andere Tests gezeigt haben, bedeuten Kameras mit höherer Auflösung nicht automatisch bessere Bilder. Wenn, wie meist üblich, einfach bei gleicher Sensorgröße die Pixelzahl erhöht wird, werden die einzelnen Pixel kleiner und damit weniger lichtempfindlich. Die dann nötige höhere Signalverstärkung bringt dann auch ein höheres Rauschen mit sich, was sich in grieseligeren Bildern auswirkt.
Das Rauschen bei höheren Empfindlichkeiten ist generell ein Problem. Es wird bei ISO 400 auch bei den 4-Megapixel-Testkandidaten deutlich sichtbar. In diesem Punkt bekleckern sich speziell die Konica-Minolta Dimage G400 und die insgesamt – abgesehen vom Preis – überzeugendste Canon Ixus 430 nicht mit Ruhm. Am wenigsten rauscht bei ISO 400 die Sony P73. Bei der Olympus µ-410 ließ sich das Rauschen bei ISO 400 mangels separater Einstellmöglichkeit nicht gesondert ermitteln.
Bei ISO 100 sieht es sehr viel besser aus. Die Ixus 430, gefolgt von der Finecam SL400R, rauscht dabei am wenigsten. Die Unterschiede bei der Farbgenauigkeit bleiben noch im Rahmen der Kategorie Geschmackssache. Sie können zudem bei Bedarf problemlos nachträglich am PC korrigiert werden.
Bei Tageslicht-Weißabgleich hob sich die Ixus 430 positiv von den durchschnittlichen Resultaten der anderen Kandidaten ab. Beim Objektkontrast setzt die Ixus mit einem Umfang von entsprechend 9 Blendenstufen die Bestmarke im Testfeld. Finecam SL400R, µ-410 und Dimage 400 schaffen nur 7,5 Blenden.
Was die Auflösung betrifft, zeigt das Testfeld sowohl bei ISO 100 wie ISO 400 keine großen Differenzen, sondern ein gleichmäßig gutes Niveau zwischen rund 700 bis 800 Linienpaaren. Das spricht für eine ordentliche Anpassung des Auflösungsvermögens der Objektive an die Sensoren. Wenn das nicht der Fall ist, nützen auch 6 Megapixel nichts, wie andere ColorFoto-Tests gezeigt haben. Viele Modelle erhielten keine bessere Benotung bei der Bildqualität als die hier vorgestellten 4-Megapixel-Modelle.
Auch das Vignettierungsverhalten der Objektive, das sich in der oft auftretende Abdunklung der Bildecken zeigt, war sehr ordentlich. Am besten schlugen sich in diesem Punkt mit Abweichungen von weniger als 1 Blende in der besonders kritischen Weitwinkel-Stellung Olympus µ-410, Finecam SL400R und Cyber-shot P73.
Oft kritisiert an bisherigen Digitalkameras wurden die langen Zeiten beim Einschalten und Auslösen. Die aktuellen Modelle zeigen das von unterschiedlichem Erfolg gekrönte Bemühen der Hersteller um Besserung. Dimage G400 und Finecam SL400R waren beim Einschalten mit 1,2 s bzw. 1,3 s am schnellsten, Ixus 430, P73 und µ-410 brauchten etwa doppelt so lange.
Bei der Auslöseverzögerung inklusive Fokussiervorgang war die Sony P73 mit 0,37 s dagegen die schnellste, gefolgt von der Dimage G430 mit 0,45 s und der Finecam SL400R mit 0,77 s, während Canon und Olympus über 1 s benötigten und sich damit nicht unbedingt für schnellste Schnappschüsse empfehlen.
Eine aktuelle, detaillierte Übersicht über 36 Modelle der 4-Megapixel-Klasse mit Testergebnissen und Ausstattungsdetails bietet die aktuelle ColorFoto-Ausgabe 9/04 vom September. Die Preise wurden im Juli/August im Handel ermittelt. Angesicht der schnellen Entwicklung von Technik und Markt ist es nicht unwahrscheinlich, dass der eine oder andere Preis inzwischen weiter gefallen ist. Modelle wie die G400 von Konica-Minolta haben nach Angaben des Hersteller bereits in 5- und 6-Megapixel-Modellen ihre Nachfolger gefunden, im Handel ist das Modell allerdings noch weit verbreitet. Hinzu kommt ganz aktuell, dass Ende September in Köln die Photokina stattfindet. Während und nach dieser riesigen Fotomesse ist mit einer Neuheitenflut bei den Digitalkameras aller Klassen zu rechnen.
Das ist aber für den Normalverbraucher, der jetzt eine Digitalkamera will, kein Grund abzuwarten. Keines der hier getesteten Modelle gehört dann auf einen Schlag technisch zum „alten Eisen“. Neuheiten von heute bewirken erfahrungsgemäß vor allem eines: Die Preise für die gar nicht so alten Neuheiten von gestern fallen. Damit erhöht sich die Chance, Ihr Wunschmodell vielleicht sogar zu einem günstigeren Schnäppchenpreis zu ergattern.
Da lohnt z. B. die ebenfalls kauftipp-verdächtige Panasonic Lumix FX5 einen Blick, die erste Kompaktkamera mit dem empfehlenswerten optischen Bildstabilisator. Der Nachfolger FX7 ist schon angekündigt, Schnäppchenjäger müssen sich beeilen. H. GOTTFRIED

Von H. Gottfried

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