RFID 17.10.2008, 19:37 Uhr

Großhandel erhöht mit RFID das Tempo der Warenlogistik  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 17. 10. 08, Si – Im Warenhandel funkt die Radiofrequenzidentifikation (RFID) dem Strichcode jetzt nicht mehr nur in einem Future-Store-Projekt, sondern auch in europäischen Großmärkten dazwischen. Ab diesen Herbst zeigen der Logistikdienstleister DHL und die Metro Group, wie funkgestützter Datentransfer die Distributionsprozesse von 89 französischen Metro Cash & Carry-Großmärkten in Frankreich flächendeckend transparenter und effizienter macht. Jährlich werden dafür etwa 1,3 Mio. Paletten mit RFID-Etiketten bestückt.

Der Funkverkehr in den Warenhäusern nimmt zu. In Düsseldorf will beispielsweise die Karstadt Warenhaus GmbH, Essen, die Logistikabläufe einer Pilotfiliale mithilfe der Radiofrequenzidentifikation (RFID) optimieren und das Bestandsmanagement vereinfachen. „Mit dem Projekt treiben wir die Repositionierung unserer Warenhäuser voran“, begründete die Geschäftsleitung den RFID-Einsatz. Dabei meldet ein an Kleidungsstücken angebrachtes Etikett mit Mikrochip den aktuellen Lagerort der Textilien.

Das System verschafft mit RFID den Mitarbeitern in Echtzeit den Überblick über die verfügbaren Textilien im Regal und die Reserven im Filial- und Nachschublager. Für die Kunden bedeute das eine schnellere Reaktion auf ihre Nachfrage.

Auch die Pilotfiliale profitiert vom funkgestützten Datenaustausch. Preisanpassungen können schneller umgesetzt werden. Statt bisher rund drei Wochen wird dieser Vorgang nach den Angaben des Handelsunternehmens künftig nur noch drei Tage beanspruchen. Ebenso gehöre die aufwändige Jahresinventur demnächst der Vergangenheit an.

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Bei der Metro Group, Düsseldorf, hat die Radiofrequenztechnik die Pilotphase bereits verlassen. Gemeinsam mit DHL startet das Unternehmen in Frankreich den ersten flächendeckenden RFID-Einsatz. Das Logistikunternehmen versieht dabei sämtliche Lieferungen an die 89 Metro Cash & Carry-Selbstbedienungsgroßmärkte in Frankreich mit RFID-Transpondern und liest diese entlang der Lieferkette aus. Jährlich werden dann etwa 1,3 Mio. Paletten mit den Funketiketten bestückt, die eine berührungslose automatisierte Kontrolle ermöglichen.

„Das Projekt ist zukunftsweisend für die gesamte Logistikbranche, da mit diesem Großeinsatz der RFID-Technologie die Zeit der Pilotphase endet“, erklärte John Allan, Finanzvorstand der Deutschen Post World Net (DPWN), Bonn. RFID sei damit reif für die Praxis. Allen erwartet, dass von dem Großprojekt eine Signalwirkung auf die gesamte Handelslogistik und auch auf andere Bereiche der Logistikindustrie ausgehen wird.

„Wir wollten eine standarisierte Musterlösung entwickeln, die sich auch auf andere Branchen übertragen lässt“, bestätigte Andreas Kruse, Division Manager Industry Standards vom Technologie- und Innovationsmanagement (TIM) bei der Deutschen Post.

„Mit der Ausweitung des operativen RFID-Einsatzes nach Frankreich beweisen wir, dass die Vorteile der Technologie europaweit realisierbar sind“, ergänzte Zygmunt Mierdorf, Mitglied des Metro-Vorstands. In dem konkreten Projekt statten fünf DHL-Lebensmittellogistikzentren alle Lieferungen an die Selbstbedienungsgroßmärkte mit Funketiketten aus. Beim Verladeprozess werden die RFID-Transponder ausgelesen und die Daten elektronisch an den jeweiligen Großmarkt übermittelt. Beim Empfänger angekommen, werden die Daten im Wareneingang erneut ausgelesen und automatisch mit der Bestellung verglichen. Im Vergleich zur herkömmlichen Überprüfung mithilfe von Barcodes und Barcodescannern führe das berührungslose RFID-Verfahren zu einer höheren Verlade- und Entladegeschwindigkeit.

Der automatisierte Datenaustausch steigert nach Aussage der beiden Partner die Präzision in den Logistikprozessen. Gleichzeitig würden diese transparenter. Störungen seien so schneller erkennbar. „Während der Pilotphase lagen unsere Leseraten anfangs zwischen 70 % und 90 %, wir glauben aber, dass ein Wert von 99 % erreichbar ist“, erklärte Andreas Kruse. Besonders das Auslesen von Getränkelieferungen sowie von Waren mit Metallanteil sei anfänglich eine große Herausforderung gewesen. Mit optimal platzierten Transpondern sei die Leserate aber schnell verbessert worden.

ROLF MÜLLER-WONDORF/Si

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