Konsumelektronik 15.12.2000, 17:27 Uhr

Digitale Hi-Fi-Kopien der Silberscheiben

Bei gleich gutem Klang setzen CD-Kopierstationen beim Kopieren der digitalen Musikträger gegenüber den CD-Einzelrekordern noch eins oben drauf. Es geht nicht nur komfortabler, sondern auch noch schneller.

Das Prinzip ist einfach: CD-Player und -Rekorder werden in einem Gehäuse untergebracht – fertig ist die CD-Kopierstation. Das Kassetten-Doppeldeck lässt grüßen. Wie beim Veteranen spart diese Maßnahme Geld für Netzteil und Gehäuse. So entsteht eine eng miteinander verknüpfte Funktionseinheit – und das mit großem Erfolg, denn heute gibt es bereits deutlich mehr CD-Kopierstationen als Einzelrekorder.
Für den aktuellen Test haben wir fünf Modelle ausgewählt. Handelt es sich beim CDR-W 1500 (1599 DM) von Denon und dem Harman/Kardon CDR 2 (1499 DM) um die erwähnte Kombination aus CD-Player und -Rekorder, so weichen die anderen Modelle davon ab. Der Hitachi DV-W 1 (1799 DM) enthält anstelle des CD-Players einen DVD-Player und kommt damit dem Trend zum Universalgerät nach. Für DVD-Aufnahmen ist der DV-W 1 jedoch nicht geeignet.
Der XL-R5000 von JVC (1299 DM) kombiniert den Rekorder mit einem Dreifach-CD-Wechsler, der mit Einzelschubladen arbeitet. Philips schließlich bewerkstelligt beim CDR-785 (999 DM) den CD-Wechsel mit Hilfe eines Drehtellers. Bezüglich beider Verfahren verfügen JVC und Philips über langjährige Erfahrungen, sodass trotz der recht aufwendigen Wechselmechanik mit vielen zerbrechlichen Kunststoffteilen eine lange Lebensdauer zu erwarten ist.
Die Vorteile der Kopierstationen liegen zunächst in der Bedienung. Durch das gemeinsame Gehäuse lassen sich Synchronisationsvorgänge optimal in den Griff bekommen. So gestaltet sich die Kopie einer CD extrem einfach: Es genügt, die Ausgangs-CD und die leere bespielbare CD-R in die entsprechenden Laufwerke einzulegen, die Kopiertaste anzutippen und zu warten. Den Rest erledigt das Gerät allein. Gleichzeitig starten Player und Rekorder und beim Wechsel der enthaltenen Musiktitel werden die Startmarken gleich mit übertragen.
Eine Aussteuerung ist bei Digitalkopien in der Regel nicht erforderlich. Nach beendeter Überspielung führt der Rekorder automatisch im Schnellkopiermodus eine Fixierung durch, also das Schreiben des endgültigen Inhaltsverzeichnisses in den inneren Anfangsbereich der CD-R. Erst nach der Fixierung ist die CD-R auf jedem CD-Player abspielbar, doch kann darauf dann keine weitere Aufnahme erfolgen.
Neben der vollständigen CD-Kopie erlauben Doppelrekorder auch die Zusammenstellung von Samplern aus mehreren CDs. Dazu lassen sich die Geräte mit den gewünschten Titeln programmieren. Besonders komfortabel gelingen solche Kompilationen mit den Wechsler-Kombis, da diese die ausgewählten Musikstücke von drei CDs ohne von selbst auf CD-R übertragen.
Ein weiterer Vorteil der CD-Kopierer ist die CD-Text-Funktion. Viele neuere CDs sind mit Informationen über Musiktitel, CD-Titel und Interpreten versehen. CD-Player neueren Baujahrs zeigen diese während der Wiedergabe im Display an. Die CD-Text-Infos sind weder im Audio-Datenstrom noch im CD-Subcode enthalten. Für die Übertragung wird eine Extra-Verbindung benötigt.
Das Manko des CD-Textes: Es gibt keinen Standard. Deswegen funktioniert die CD-Text-Übertraging mit Einzelrekordern bestenfalls bei Geräten derselben Firma. CD-Kopierstationen sind hingegen prinzipiell im Vorteil. Bei ihnen lassen sich solche Verbindungen problemlos intern realisieren. Mit CD-Text arbeiten die Rekorder von Denon, Hitachi und Philips, wobei zu der Übernahme auch die Möglichkeit hinzukommt, eigene Texteingaben vorzunehmen.
Die höhere Übertragungsge-schwindigkeit ist ein besonders großer Vorteil der Kopierer gegenüber dem Einzelrekorder. Ebenfalls nur durch interne Ankopplung möglich, können damit prinzipiell die Geschwindigkeiten von CD-Brennern für Computer erreicht werden. Allerdings sind die Hi-Fi-Kopierer davon noch weit entfernt.
Der schnellste CD-Kopierer im Test – und auch allgemein – ist der Harman/Kardon, der mit Vierfach-Speed arbeitet, eine Stunde Musik also in 15 min kopiert. Die anderen Testkandidaten kommen nur auf zweifache Geschwindigkeit, was aber mit etwa 30 min Ersparnis gegenüber der separaten Lösung immer noch ins Gewicht fällt. Dennoch wäre das Erreichen der Kopiergeschwindigkeiten von CD-Brennern für den PC wünschenswert – sie arbeiten bereits mit Zwölffach-Geschwindigkeit.
Auf die Kopierqualität wirkt sich das Schnellkopieren nicht negativ aus. Eher das Gegenteil ist der Fall, da die aktuell hergestellten leeren CD-Rs für höhere Geschwindigkeiten optimiert sind.
Außer für CD-Kopien ist das Doppeldeck freilich auch für Aufnahmen von externen Programmquellen geeignet. Die beiden Wechsler-Kombis gehen in dieser Hinsicht am weitesten, da sie über eingebaute Mikrofoneingänge verfügen. Hinzu kommt sogar noch die Möglichkeit, die Mikrofondarbietungen zu den anderen Eingängen hinzuzumischen. REINHARD PAPROTKA

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