Konsumelektronik 07.01.2005, 18:36 Uhr

Die Multimediazentrale für das Wohnzimmer

Fünf Vertreter unterschiedlicher Klassen und Funktionsschwerpunkte ringen um die Gunst des Verbrauchers. Große Festplatten alleine reichen dabei aber nicht aus. Komfortable Bedienung und besonders die Bildqualität stehen für den Kunden neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis im Vordergrund.

Riesig muten die Preisdifferenzen in unserem Testfeld an: Der Toshiba RD XS-32 ist mit 700 € Preisempfehlung der günstigste Vertreter im Test. Krasser Kontrapunkt: das Panasonic-Spitzenmodell DMR-E500H für rund 1800 €.
Dass der höchste Preis nicht automatisch die angenehmste Bedienung voraussetzt, beweist Pioneer mit 1100 € in der Mittelklasse. Der DVR-720H-S hat bei der Ergonomie die Nase vorn. Alle wichtigen Einstellungen sind schnell erreichbar und nicht in unterschiedlichen Menüs versteckt.
Angenehm: Das Hauptmenü des Pioneers bleibt für den Festplatten- sowie den DVD-Betrieb gleich. Zudem ist die Fernbedienung ergonomisch geformt und sehr funktional strukturiert. Der Pioneer kommt mit einer 160-GByte-Festplatte und sichert erhaltungswürdiges Material auf DVD-R- und -RW-Rohlingen. Im Standardformat reicht die Festplatte für rund 40 Spielfilme oder 120 Seifenopern.
Bei der Hauptaufgabe der DVD-Rekorder, dem Aufzeichnen von Filmen, macht dem Panasonic allerdings niemand etwas vor. Schon die Eckdaten imponieren: 400 GByte Festplattenspeicher fassen in der niedrigsten Qualitätsstufe rund 700 h Videomaterial.
Bei bester Qualität passen immer noch über 40 Spielfilme auf den Speicherriesen: ideal für die digitale Fernsehvideothek. Zudem sitzen ein SD-Kartenslot und ein PCMCIA-Schacht an der Front des Gerätes, worüber sich vor allem Digitalfotografen freuen.
Auf Wunsch zeichnet der Panasonic aber auch gleich ganze Filme im MPEG4-Format auf eine Speicherkarte. Scheibenseitig bleibt Panasonic beständig einseitig: Aufgezeichnet werden nur DVD-R und teure wiederbeschreibbare DVD-RAM-Scheiben.
In der Disziplin Scheibenkompatibilität hat vor allem Sony seine Hausaufgaben besser gemacht: Ob DVD+R/+RW oder DVD-R/-RW – der RDR-HX1000 beschreibt beide Formate problemlos nach der obligatorischen Formatierung beim Einlegen.
Innovativ zeigt sich der Sony auch in Sachen Aufnahmeeinstellungen: Sieben Modi stehen zum Speichern der Sendungen und Videoclips bereit. Besonders praxistauglich: Im HSP-Modus passen 1,5 h Video auf eine DVD. Somit ist der HSP-Modus ideal zum Archivieren von Spielfilmen geeignet.
Auch DV-Filmer kommen auf ihre Kosten: Beim RDR-HX1000 steht neben dem HQ-Modus, in dem rund 53 h Material auf die 250-GByte-Platte passen, noch ein zusätzlicher HQ+-Modus zur Verfügung. Spielt der Filmer das DV-Material über die Firewirebuchse ein, so speichert der Sony die Dateien mit einer Datenrate von 15 Mbit/s auf Festplatte. Dabei verringert sich die Gesamtkapazität des Rekorders auf 34 h, dafür bleibt die hohe Qualität gewahrt.
Der Philips DVDR725H/02 ist im unteren Preissegment des Tests und bietet mit einer 160-GByte-Festplatte eine maximalen Aufnahmezeit von 256 h. In der besten Qualitätseinstellung passen trotzdem noch 32 h auf das Festplattenlaufwerk.
Wer einmal vergessen hat die Aufnahme zu starten, muss nicht verärgert sein. Alles, was über den Rekorder wiedergegeben wird, zeichnet ein Time- shift-Puffer auf. Der Timeshift-Puffer fasst bis zu 6 h Video. In bester Qualität sind das 28 GByte, die der 160-GByte-Festplatte abgezweigt werden.
Entwarnung gibt es beim Ausschalten: Beim Herunterfahren des Gerätes wird der Puffer gelöscht. Der DVDR725H/02 kommt als einziger Testkandidat mit einem elektronischen Programmführer, kurz EPG genannt. Die elektronische Programmzeitschrift „Guide Plus+“ ersetzt das Fernsehmagazin und ermöglicht die angenehme Timeraufnahme per Knopfdruck. „Guide Plus+“ erhält seine Informationen über die Ausstrahlungszeiten aus dem Videotext.
Toshiba bildet nicht nur beim Preis das Schlusslicht. Die 80 GByte kleine Festplatte reicht für rund 100 h Aufzeichnung bei niedrigster Qualitätsstufe. Bei der DVD-Aufzeichnung glänzt er mit Formatvielfalt. Neben DVD-R und -RW beschreibt er DVD-RAM-Scheiben. Hier passen dann 8 h Videomaterial auf einen Rohling.
Panasonic holt sich den Testsieg vor allem wegen der besten Bildqualität. Zudem ist der DMR-E500H mit Funktionalität überfrachtet, die Multimediafans ins Schwärmen bringt – doch die bei weitem nicht jeder braucht.
Sinnvolle Funktionalität und einfache Bedienung kann durchaus erschwinglich sein. So getestet bei Pioneer, der leider in Sachen Bildqualität nicht ganz mithalten kann.
Der Sony RDR-HX1000 ist der kompatible DVD-Formatkünstler mit guter Bildqualität, auch wenn die Aufnahmen etwas zu bunt sind. Immerhin kann man hier gut manuell nachregeln. Bedauerlich dagegen, dass Sony ein sehr mageres Menü auf die Scheiben brennt.
Das Produktkonzept mit elektronischem Programmführer (EPG), niedrigem Preis und ordentlicher Bildqualität machen den Philips-Rekorder zum Liebling der Wohnzimmer. Toshiba spricht mit ebenfalls guter Bildleistung und einem niedrigen Preis die Schnäppchenjäger an. Wem 80 GByte Festplatte reichen, ist mit dem RD XS-32 bestens bedient.
JOACHIM SAUER

Von Joachim Sauer
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