Konsumelektronik 02.05.2003, 18:24 Uhr

Die Golfklasse der Digicams

Fast unmerklich hat sich in den letzten Jahren das Nutzerprofil für Camcorder verändert. Die aktuellen Geräte müssen auch als Fotoapparate eine gute Figur machen und darüber hinaus Content für PC-Anbindungen liefern. Dabei soll das Aufzeichnungsgerät so portabel wie möglich sein.

2003 bringen die Hersteller deshalb eine neu gestaltete, universelle Allrounderklasse, die bei Standardnutzern zum Renner werden dürfte.
Geräte der attraktiv gestalteten Ultra-Minis der neuen Kategorie sind kürzer als die Hochkant-Kollegen, dafür im Durchschnitt bulliger. Sie sind besser zu führen und dennoch einfacher und damit preisgünstiger herzustellen als die Edel-Hochkant-Camcorder der letzten Jahre. Allein Canon, die Firma die entscheidend an der Entstehung dieser Klasse mitgewirkt hat und bereits vorletztes Jahr diese Richtung vorgab, frischt nur das Line-up auf.
Die Camcorder sind keine Einzelstücke, sondern Teile von Modellserien mit einheitlichem Gehäuse. Nicht jeder Kunde braucht schließlich all das, was diese Leistungsträger der Informationselektronik mittlerweile beherrschen. Bis zu 40 % schwankt der Preis zwischen dem Einstiegs- und dem Topmodell ohne auf den ersten Blick Unterschiede erkennen zu lassen.
Grundsätzlich sinkt bei kleineren Modellen die Fotoauflösung, fehlt der Kartenspeicher oder sind die Anschlüsse nicht für Eingangssignale vorbereitet. Für den Test wählten wir, soweit möglich, die Spitzenmodelle in der Preisregion um 1000 €, um die Qualität aller Funktionen beurteilen zu können. Geräte mit vergleichbarem Funktionsumfang kosteten quer durch die Modellpalette im letzten Jahr noch 200 € bis 300 € mehr.
Nie war das Preis/Leistungsverhältnis also besser als heute. Das ist als aggressiver Vorstoß der Hersteller zu verstehen, die im Jahr 2002 konjunkturbedingt und aufgrund der Konkurrenz digitaler Fotoapparate einen Einbruch von fast 20 % hinnehmen mussten.
Die Firma Sony führt den Markt weiterhin unangefochten an. Im Jahresdurchschnitt wandert fast jeder zweite mit Digital-Video verdiente Euro in die Kasse dieses Herstellers. Panasonic folgt mit 20 % Marktanteil auf Platz zwei, Canon und JVC wechseln sich mit 15 % bis 17 % auf Rang drei ab. Eine Rolle spielen noch Samsung und dahinter Sharp.
Alle Modelle besitzen zum DV-Band als Datenträger eine Speicherkarte. Durchgesetzt hat sich SD, nur Sony verwendet den Memorystick. Genutzt wird dieser Speicher optimal von der Sony TRV33, der JVC GR-DX100 und der Sharp VL-Z7. Diese drei Modelle besitzen hochauflösende Chips und zeichnen Fotos mit 1 Megapixel Auflösung auf.
Panasonic kann Bilder nur in einer dem TV-Bild vergleichbaren Qualität aufzeichnen, speichert auf den Chips dafür aber auch E-Mail-Videos. Live-Material oder Kopien von der DV-Kassette werden komprimiert und in einem Mediaplayer- oder Quicktime-kompatiblen Format abgelegt, das nach der Übertragung zum Rechner direkt gemailt oder am PC betrachtet werden kann. Diese Fähigkeit haben auch JVC und Sony.
Als Webcam eignen sich diese vier Geräte zum Chat mit Bekannten per PC und Internet. Übertragen wird generell via USB-Schnittstelle, nur Canon aktiviert dafür die DV-Buchse.
Ausnahmslos alle getesteten Kameras sind Analog/Digital-Konverter: Alte Aufnahmen aus dem VHS-Recorder nehmen sie digital auf oder leiten sie digitalisiert an die IEEE1394-Buchse eines Computers. Über diesen Anschluss zeichnen die Camcorder aber auch Digitalvideo auf, während einfachere Modelle nur Signalausgänge besitzen.
Alle Testgeräte setzen individuelle Schwerpunkte: Canons MV650i hat als Optik- und Fotohersteller den größten Brennweitenbereich zu bieten und liefert eine Weitwinkellinse als Zubehör mit. JVC gelang bei schmalster Bauform und größter Portabilität aller Geräte im Test der Kunstgriff, dennoch Platz für das größte Display zu schaffen, das allerdings derzeit nur im Topmodell GR-DX300 zu finden ist.
Panasonic hat das kompakteste und leichteste Gerät gestaltet, das dennoch die höchsten filmerischen Ambitionen befriedigt. Eine mitgelieferte Kabelfernbedienung mit eingebautem Mikrofon schafft Möglichkeiten für eine störgeräuscharme Kommentar- oder Interviewaufzeichnung.
Sharp bringt mit der VL-Z7 eine würfelförmige Kamera. Der Grund: ein Drehgelenk zwischen Optik und Aufnahmeteil, welches das Handling vereinfacht und kreative Bildwinkel ermöglicht. Die Sony TRV33 schließlich, zeichnet sich durch exzellente Bild- und Tonqualität aus, ist jedoch manuell nur bedingt trimmbar. Mit einem berührungssensitiven Bildschirm ausgestattet, hat sie das einfachste Bedienkonzept. Sie wird Klassenprimus, gefolgt von einer überraschend starken Sharp VL-Z7 und der Panasonic
NV-GS50. MARTIN BIEBEL

Von Martin Biebel

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