Konsumelektronik 26.08.2005, 18:39 Uhr

Das Treffen der neuen Generation  

VDI nachrichten, Berlin, 26. 8. 05 – Die diesjährige Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin wird von der Branche mit Spannung erwartet, denn die Kunden sollen mit digitalen Geräten der neuesten Generation den Umsatz der Hersteller und somit auch die Konjunktur kräftig ankurbeln.

Der flache TV-Bildschirm mit einer Diagonale von 160 cm, der kleine USB-Stick für den Empfang von digitalem terrestrischen Fernsehen (DVB-T) und das Handy mit der 3-Megapixel-Kamera – sie alle sind Stars der Funkausstellung, die ab Freitag nächster Woche ein Feuerwerk an digitalen Innovationen zünden wird.

„Beflügelt von der allseits spürbaren Digitalisierung und den neuen Displaytechnologien geht die Branche also durchaus selbstbewusst und optimistisch zur Funkausstellung“, erklärte Joachim Kamp, Aufsichtsrat der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (gfu) und zugleich Deutschland-Chef von Philips, im Vorfeld der weltgrößten Konsumelektronik-Show.

Die Ausstellerzahlen 2005 scheinen das zu bestätigen: Zur 45. IFA kommen 1189 Aussteller aus 40 Ländern in die Messehallen unter dem Berliner Funkturm. Zwei Jahre vorher waren es rund 150 weniger. Auf riesigen Flächen bis zu 6000 m2 werden sich in wenigen Tagen u.a. die ARD, Deutsche Telekom, die Japaner Sony und Panasonic, die Koreaner Samsung und LG Electronics und die türkische Vestel dem Publikum präsentieren. Rund 270 000 Besucher werden an den sechs Messetagen erwartet.

Sie alle lockt der Generationenwechsel von analog zu digital. Ob in der Fotografie, im Video- oder Audiobereich und erst recht im TV-Geschäft – die Zeichen stehen 2005 deutlicher als je zuvor in Richtung Digitalisierung. Sie ebnet auch den Weg für die Vernetzung verschiedenster Geräte und die Konvergenz von Produkten. Auf der IFA 2005 wird das Handy zum TV-Gerät, der Camcorder zum Festplattenspeicher, der Fernseher zum Media-Server.

Diese Entwicklung zieht nun auch Unternehmen an, die nicht aus der klassischen Unterhaltungselektronikbranche kommen. „Gerade mit Ausstellern aus der IT-Branche, die sich teilweise erstmals zur IFA bekennen, ebnen wir den Weg für die Herausforderungen der digitalen Revolution“, lässt Messegeschäftsführer Christian Göke euphorisch verlauten. Der taiwanische PC-Riese Acer ist ebenso wie Fujitsu-Siemens und Microsoft in Berlin vor Ort.

Göke ist besonders stolz auf die Beteiligung von Intel. Der Halbleiterproduzent, der erstmals dabei ist, will gleich eine ganze Halle in Beschlag nehmen. „Wir werden auf der IFA einen sehr viel größeren Stand als auf der CeBIT haben“, so Intel-Sprecher Hans-Jürgen Werner. Der Chipgigant sieht sich dabei selbst als „Herzstück“ der Wohnzimmer-Unterhaltung.

Für Fumio Ohtsubo dagegen ist der flache Fernseher mit neuer hochauflösender Bildqualität (HDTV) der „Mittelpunkt des Heims“. Der Panasonic-Chef, der auch den Keynote-Reigen auf der Messe eröffnet, schwärmt von den neuen Vernetzungsmöglichkeiten, die die Digitaltechnik bietet. „Wichtig ist es, die Ideen aus dem Leben umzuwandeln in Ideen für das Leben“, ist der japanische Manager überzeugt.

Schon jetzt scheint die Branche allen Unkenrufen zum Trotz auf einem guten Weg zu sein. Allein der deutsche Markt für Konsumelektronikprodukte ist im vergangenen Jahr um 8,3 % auf 19,98 Mrd. € gewachsen. „Das hat unsere Prognosen deutlich übertroffen“, freut sich Rainer Hecker, gfu-Aufsichtsrat und Loewe-Chef. „Das Wachstum ist mehr als fünfmal so hoch wie der gesamtwirtschaftliche Durchschnitt.“

Vor allem die neuen Fernsehtechnologien treiben den Markt. Gerade mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 entscheiden sich immer mehr Käufer für neue Plasma- und LCD-Bildschirme sowie TV-Projektoren. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr bereits 100 000 Plasma- und 473 000 LCD-Bildschirme verkauft, dazu 100 000 Rückprojektionsgeräte und 68 000 Frontprojektoren. Experten erwarten 2005 eine deutliche Steigerung in diesem Segment.

Flachbild, Breitbild und hochauflösende Bilder sind somit die unumstrittenen Highlights der IFA 2005 in Berlin, sind sich die Veranstalter sicher. Hier hofft übrigens auch ein alter klanghafter Name wieder Anschluss an den Markt zu finden. Nach Restrukturierung ist Grundig mit großem Sortiment wieder auf der IFA vertreten. Rund 20 verschiedene Modelle Flat-TVs, die fast alle bereits „HDready“ sind, zeigt Grundig unterm Funkturm. Die Traditionsmarke entwickelt nach wie vor in Nürnberg und lässt u. a. bei Beko in der Türkei fertigen. Zudem zeigt die neue Handysparte Grundig Mobile, die mit dem spanischen Hersteller Vitelcom kooperiert, zur IFA ihr erstes UMTS-Handy.

Die Verbraucher profitierten angesichts des harten Wettbewerbs von sinkenden Preisen, sagte Kamp. Bei verbesserter Technik seien die Preise in den vergangenen Monaten im Schnitt um 15 % bis 20 % gesunken, so die gfu. Treibende Kraft sei die Nachfrage nach , DVD-Recordern sowie digitalen Camcordern, Musikgeräten, Handys und eben flachen Bildschirmen.

Von der Messe in Berlin könnten also wichtige Signale ausgehen. „Die IFA ist ein Konjunkturprogramm, das seiner Rolle wieder in vollem Umfang gerecht werden kann“, beschreibt Kamp die Bedeutung der Messe.

REGINE BÖNSCH/SIMONE ZELL

Von Regine Bönsch/Simone Zell

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