Konsumelektronik 21.01.2005, 18:36 Uhr

Beste Technik für die Unterhaltung

Die neuesten Kinohits in höchster digitaler Auflösung im Wohnzimmer, dazu Video-Handys mit 10 GByte Festplattenkapazität – so wird schon bald der Heimkinomarkt aussehen. Das traute Heim wird zur Hightech-Domäne.

Scott Cronce, Cheftechnologe beim Spielehersteller Electronic Arts, weiß, was Computerspielefans in Zukunft wollen: „Für unsere hoch interaktiven High-Definition-Spiele benötigen wir unbedingt neue leistungsstarke Medien, wie beispielsweise die Blu-ray Disc. “
Electronic Arts ist das jüngste Mitglied der Blu-ray Disc Association (BDA), die ein neues, von Sony initiiertes DVD-Format, die „Blu-ray“-Disc, zum allgemeinen Standard erheben will. Die Blu-ray-Disc bietet eine Kapazität von bis zu 50 GByte – etwa sechsmal so viel wie die heutigen DVD.
Nahezu alle Hersteller der Gruppe präsentierten auf der Consumer Electronics Show (CES) ihre neuen Prototypen. Philips stellte ein System für den PC vor, das neben der Blu-ray-Disc auch DVDs sowie normale CD-Roms lesen und brennen kann. Was bei der Blu-ray-Technologie nur möglich ist, indem man zwei verschiedene Laseroptiken installiert.
Der Blu-ray-Gruppe steht das von Toshiba und NEC forcierte „HD-DVD“-Forum gegenüber, das ebenfalls ein neues, aber einfacheres DVD-Format durchsetzen will.
Der Hauptunterschied zwischen beiden Formaten ist der Nutzungsgrad der bisherigen DVD-Definitionen beim Medium und bei den Geräten. Während bei Blu-ray alles neu ist, setzt HD-DVD auf den bisherigen DVD-Normen auf und erhöht nur die Schreibdichte.
HD-DVD wirbt damit, dass bestehende Fertigungseinrichtungen leicht umgestellt werden können und dass die neuen Schreib/Lese-Köpfe viele bestehende Komponenten nutzen. Das bietet erhebliche Einsparungen und schafft produktionstechnisch mehr Flexibilität in der Übergangsphase vom heutigen DVD-Format auf das neue.
Nachteil: Die erzielbare Kapazität ist nicht so hoch. Die HD-DVD bietet als Dual-layer nur 30 GByte, also 20 GByte weniger als die Blu-ray-Disc.
Neben den bereits bekannten Prototypen von NEC und Toshiba kündigten auf der CES auch Sanyo und Thompson jeweils einen HD-DVD-Player für das vierte Quartal 2005 an. Sanyo hat dafür eine eigene Lese- einrichtung entwickelt, die mit nur einer Laseroptik HD-DVD, DVD und CD lesen kann.
Da sich der Produktionsprozess der HD-DVD nicht wesentlich von der Herstellung der heutigen DVD unterscheidet, begrüßen vor allem die Duplikationsbetreiber das HD-DVD-Format. Die ersten HD-DVDs, die auf den Markt kommen sollen, sind voraussichtlich Mission Impossible II, Forrest Gump, Van Helsing und Polar Express.
Egal ob Blu-ray oder HD-DVD – für eine brillante Wiedergabe ist auf jeden Fall ein großer digitaler Bildschirm erforderlich. Der größte dürfte der neue 102-Zoll-Plasmabildschirm von Samsung sein. Geht es mehr um die Bildqualität, dann ist Samsungs 46-Zoll- LCD-TV mit LED-Rückbeleuchtung der richtige, der auf der CES den „Best of Show Award“ seiner Kategorie erhielt.
Die neuen TV-Geräte sind alle auf hochauflösendes Fernsehen (HDTV) ausgerichtet und der Markt verspricht sich von dem neuen Format einen beachtlichen Ablösungsschub. „Wir erwarten für 2005 nahezu eine Verdoppelung gegenüber 2004“, sagt Gary Shapiro, Chef des US-Verbandes der Unterhaltungselektronik, CEA.
Bei den zugehörigen Speichermedien liefern sich – zumindest was die Miniformate betrifft – Halbleiterspeicher und Festplatten ein Kopf-an-Kopf- Rennen. Sandisk kündigte bereits einen 4-GByte-USB-Speichersticker an. Auch bei den anderen Flashmemory-Speichern berichtete Sandisk von einer zunehmend breiten Akzeptanz, vor allem bei den Handyherstellern.
Demgegenüber präsentierte Hitachi das Labormuster eines Handys mit einer eingebauten Festplatte mit bis zu 10 GByte. Die 1 Zoll große Platte mit dem Namen „Mikey“ soll in der zweiten Jahreshälfte lieferbar sein – ist aber nur als Embedded-System verfügbar.
Auch bei den 1,8-Zoll-Platten hat Hitachi die äußeren Abmessungen weiter verkleinert und die Kapazität erhöht. Parallel zur „Mikey“ kommt die „Slim“ in zwei Kapazitätsversionen auf den Markt: 40 GByte und 80 GByte.
Analysten wie Jim Potter von Disk/Trend kritisieren, dass Festplatten nicht mehr kleiner werden können, da die beschreibbare Fläche quadratisch abnimmt und auch das Verhältnis von „Versorgung“ zu „Nutzvolumen“ immer schlechter wird.
Bill Healy, Hitachis Vicepresident für Storage-Technologien, sieht darin kein Problem: „Die jetzt erreichte Festplattenminiaturisierung stellt bei den heutigen Anwendungen kein Problem mehr da, wohl aber die Beschränkungen in der Kapazität, vor allem bei den neuen Highdefinition-Anwendungen.“
John Best, Cheftechnologe bei Hitachis Speichersparte, bestätigt, dass man intensiv an der Verbesserung der Übertragungs-Datenrate und der Verringerung des Stromverbrauches arbeite – nicht aber an einer Platte unterhalb von 1 Zoll Durchmesser.
HARALD WEISS

Von Harald Weiss

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