Ladetechnik von Siemens 20.03.2015, 08:51 Uhr

Stockholm: Erste Hybridbusse fahren umweltschonend durch die Stadt

In der schwedischen Hauptstadt Stockholm rollen erstmals Elektro-Hybridbusse von Volvo durch die Innenstadt. Sparsam, geräuscharm und abgasfrei. Geladen werden sie mit Ladetechnik von Siemens. 

Auf der Linie 73 fahren nun acht Hybrid-Elektrobusse 7900 von Volvo. Im Vergleich zu herkömmlichen Bussen verbrauchen sie 60 Prozent weniger Energie. 

Auf der Linie 73 fahren nun acht Hybrid-Elektrobusse 7900 von Volvo. Im Vergleich zu herkömmlichen Bussen verbrauchen sie 60 Prozent weniger Energie. 

Foto: Volvo

In Stockholm fahren seit dem 16. März 2015 acht vollelektrische Hybridbusse auf der Linie 73 zwischen den Haltestellen Ropsten und Karolinksa Institut. Die Strecke führt etwa acht Kilometer mitten durch das Stadtzentrum. Sieben der acht Kilometer fahren die Busse des Typs Volvo 7900 Electric Hybrid mit erneuerbaren Energien. Zusätzlich kommt ein Fünf-Liter-Dieselmotor zum Einsatz.

Der Volvo-Hybrid-Bus erhält seine Energie aus einer Lithiumionen-Eisenphosphat-Batterie, die sich über Schnellladevorrichtungen an den zwei Endhaltestellen schnell und unkompliziert aufladen lässt. Dafür parkt der Busfahrer das Fahrzeug lediglich unter der Station. Ein Ladearm senkt sich auf das Dach des Busses und der Ladevorgang startet automatisch – nach nur sechs Minuten ist er abgeschlossen. 

Elektro-Hybridbusse sind leise und sparsam

Das Demonstrationsprojekt Zero Emission Urban Bus System (ZeEUS), an dem der Betreiber des Personennahverkehrs Stockholm SL gemeinsam mit der Volvo Bus Corporation und dem Energieversorger Vattenfall teilnimmt, soll zeigen, dass Busse mit elektrischem Antrieb die Lebensbedingungen in Großstädten verbessern können. Die Elektro-Hybridbusse verbrauchen rund 60 Prozent weniger Energie als herkömmliche Busse. Außerdem fallen 90 Prozent weniger Emissionen an. Auch der Geräuschpegel ist weitaus niedriger und vergleichbar mit einem normal geführten Gespräch. Insgesamt acht Städte nehmen am Projekt ZeEUS teil, das noch bis Ende 2016 läuft.

An den Endhaltestellen hält der Busfahrer unter den Ladestationen von Siemens. Ein Ladearm senkt sich und lädt den Akku in sechs Minuten auf. 

An den Endhaltestellen hält der Busfahrer unter den Ladestationen von Siemens. Ein Ladearm senkt sich und lädt den Akku in sechs Minuten auf. 

Foto: Volvo

„Der Öffentliche Personennahverkehr mit Elektro-Hybridbussen ist ein kostengünstiger Weg, um gleich mehrere großstadttypische Umweltprobleme auf einmal zu beheben“, erklärt Håkan Agnevall, Präsident der Volvo Bus Corporation. „Mit den neuen Lösungen, die wir entwickelt haben und weiter entwickeln werden, schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen für attraktivere Formen des Personentransports und bessere Lebensbedingungen in den Innenstädten, ohne dass große Investitionen in den Aufbau einer völlig neuen Infrastruktur erforderlich sind.“  

Hamburg will Busflotte bis 2030 umstellen

Weitere Partner sind Siemens und Keolis. Siemens liefert die Schnellladestationen, Einrichtung und Betrieb übernimmt Vattenfall, SL kümmert sich um die infrastrukturelle Versorgung am Busbahnhof. Die Firma Keolis stellt die Busfahrer für die Elektro-Hybridbusse.  

In der Hamburger Innenstadt fährt der Elektro-Hybridbus 7900 von Volvo. Die Ladestationen von Siemens haben eine Ladekapazität von bis zu 300 Kilowatt. 

In der Hamburger Innenstadt fährt der Elektro-Hybridbus 7900 von Volvo. Die Ladestationen von Siemens haben eine Ladekapazität von bis zu 300 Kilowatt. 

Foto: Volvo

Auch in Deutschland fahren bereits erste elektrische Stadtbusse. Seit Dezember 2014 fährt in Hamburg-Blankenese auf einer Strecke von 5,2 Kilometern die Linie 48 durch die engen und steilen Gassen. In der Innenstadt fährt die sogenannte Innovationslinie 109. Ab 2030 soll die gesamte Busflotte dann umgestellt sein, erklärt Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz. 

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