Studie von Rinspeed 07.10.2016, 12:21 Uhr

Selbstfahrendes Wohnzimmer mit Elektromotor und Rasen im Cockpit

Ganz schön gemütlich, wie sich der Schweizer Frank Rinderknecht das Elektroauto der Zukunft vorstellt: Cockpit mit Rasen bedeckt, Sessel für den Fahrer, Kaffeetisch und HiFi-Anlage. Zu sehen ist das rollende Wohnzimmer auf der CES in Las Vegas im Januar.

So könnte das Elektroauto der Zukunft aussehen: Innen gemütlich, mit Kaffeetisch und kleiner Rasenfläche, selbstfahrend, mit vielen, vielen Displays.

Foto: Rinspeed

Die Studie Oasis will Rinspeed auf der kommenden CES in Las Vegas vorstellen. Das Auto hat Solarzellen auf dem Dach, ist sehr geräumig und fährt autonom.

Foto: Rinspeed

In die Frontscheibe der Studie Oasis sollen Augmented- und Virtual-Reality-Funktionen integriert. Deutlich sichtbar ist die kleine Rasenfläche.

Foto: Rinspeed

Frank Rinderknecht hat bei seiner Autostudie Oasis viel Wert auf Wohnqualität gelegt. Auf der HiFi-Anlage lassen sich die Lieblingslieder abspielen, bei einem Kaffee im Sessel.

Foto: Rinspeed

Blick ins Cockpit der Oasis-Studie: Die Lautsprecher sind unter den Displays untergebracht.

Foto: Rinspeed

Der Bus microMAX hat ebenfalls groß Glasflächen, so wie die neue Elektroautostudie Oasis.

Foto: Rinspeed

Der Sportwagen Etos hat sogar eine Drohne samt Landeplatz an Bord.

Foto: Rinspeed

Auch in der Studie Etos spielen Displays im Cockpit eine zentrale Rolle. Und es gibt sogar ein Bücherregal.

Foto: Rinspeed

Mit vielen ungewöhnlichen Studien hat sich Rinspeed schon hervorgetan: Hier das Unterwasserauto sQuba, bei dem die Passagiere Taucherbrillen brauchen, um im Wasser zu "fahren".

Foto: Rinspeed

Das Spaßauto BamBoo erinnert ein bisschen an den Citroen Mehari – und hat sogar Platz für ein Surfboard.

Foto: Rinspeed

Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama staunten auch schon auf der Hannover Messe 2016 über die Autostudie Etos.

Foto: Rinspeed

Die Bundeskanzlerin beugt sich neugierig ins Cockpit vor, der US-Präsident schaut beinah ähnlich interessiert drein. Und die Presse verbreitet diese Fotos mit dem Konzeptauto Etos von der Hannover Messe 2016 in aller Welt. So gefällt es Frank Rinderknecht, das ist etwa die Größe des Auftritts, die er liebt. Der Schweizer, der mal als Importeur von Solardächern sein Geschäft begonnen hat, lässt immer wieder mit sehr ungewöhnlichen Studien aufhorchen.

In diesem Jahr war es eben der Sportwagen namens Etos, der über einen Landeplatz für Drohnen am Heck verfügt.

Früher hatte Rinderknechts Firma Rinspeed schon offene Spaßmobile für die Surfergeneration oder tauchfähige Sportwagen präsentiert. Nun aber, so sagt der Mitfünfziger es selbst, wechselt er ins „Charakterfach“. Fast keine Spielereien mehr, nur noch die ernsthafte Vision von der Mobilität der Zukunft.

Elektroauto mit Wohncharakter

Oasis nennt Rinderknecht das kleine, weitgehend verglaste Elektromobil, das er im Januar auf der Technikmesse CES in Las Vegas präsentieren will. Der Name ist natürlich kein Zufall, denn sein Entwickler sieht das Fahrzeug als einzigartige Erscheinung „in der Wüste“. Und diese Wüste ist in der hauseigenen Metaphorik zugleich auch der „Großstadtdschungel“, in dem heute ja nur fette SUVs gefragt seien.

Und selbst dann, wenn es um vernünftige Konzepte gehe, seien die eben nur funktional, aber hässlich. Wie Googles selbstfahrende Kugel, meinen jedenfalls die Schweizer.

Sie setzen auf ein in Schwarz und Rot gehaltenes Gefährt mit großer Windschutzscheibe, transparenten Seitentüren und vollverkleideten Vorderrädern. In die Frontscheibe integriert sein sollen Augmented- und Virtual-Reality-Funktionen. Außerdem wird das Auto als elektrisch angetrieben und selbstfahrend beschrieben.

Zu all diesen weniger überraschenden Funktionalitäten gibt es aber bislang keinerlei Angaben, die Liste der technischen Details ist so kurz, wie sie nur sein kann: leer. Handelsübliche Bestandteile wie Pedale, Spiegel oder ein Steuer sind in den Animationen jedenfalls nicht zu erkennen.

Rasenfläche oder Gemüsebeet auf der Ablage

Klar ist indes, dass der Innenraum wie ein Wohnzimmer gestaltet sein soll. Mit bequemen Sesseln und einer behaglichen Atmosphäre. Als kleines Gimmick gestattet sich Rinderknecht eine kleine Grünanlage unterhalb der Windschutzscheibe, auf der man beispielsweise Radieschen ziehen könne. Rinspeed preist die Studie als ein Fahrzeug mit nie dagewesener Flexibilität an, da man morgens als Pendler oder zum Einkaufen, mittags als Pakettransporter und abends für den Pizzaservice nutzen könne.

Warum das mit einem heutigen Kleinwagen nicht möglich sein soll, bleibt Rinderknechts Geheimnis. Wobei er ein Gimmick noch hat: eine Schublade im Heckbereich, die kühl- und beheizbar ist. Also, das mit dem Pizzaservice wird klappen. Den Rest wird man dann in Las Vegas sehen, der Ort steht ja wie kein zweiter für Seriosität im Charakterfach…

Hier lernen Sie die ebenfalls spannenden Elektroautos kennen, die auf dem Autosalon in Paris vorgestellt werden.

 

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