Dieselsubvention abschaffen 27.04.2016, 11:20 Uhr

Kemfert: Elektromobilität braucht höhere Benzinpreise

Höhere Benzinpreise und die Abschaffung der Dieselsubventionen hält die Umweltexpertin des DIW in Berlin, Claudia Kemfert, für notwendig, um die Elektromobilität zu fördern. Gerade erst hat die Bundesregierung eine Kaufprämie beschlossen. Eine Änderung der Kraftstoffpreise gehört jedoch nicht zum Maßnahmenpaket der Regierung.

Elektroauto-Symbol auf einem Parkplatz mit Ladesäule in Leipzig: Mit einer Kaufprämie will die Bundesregierung den Absatz von Elektroautos fördern. DIW-Umweltexpertin Claudia Kemfert hält dagegen die Energiepreise für zu niedrig.

Elektroauto-Symbol auf einem Parkplatz mit Ladesäule in Leipzig: Mit einer Kaufprämie will die Bundesregierung den Absatz von Elektroautos fördern. DIW-Umweltexpertin Claudia Kemfert hält dagegen die Energiepreise für zu niedrig.

Foto: Jan Woitas/dpa

„Derzeit werden fossile Kraftstoffe bevorzugt, Diesel wird sogar indirekt subventioniert“, kritisiert Kemfert im Gespräch mit der am Freitag erscheinenden Wochenzeitung VDI nachrichten. „Der erste Schritt wäre, diese Bevorzugung abzuschaffen, die Dieselsteuer anzuheben und stattdessen den Ausbau von Ladeinfrastruktur finanziell zu unterstützen.“

Fahren mit Kohlestrom macht keinen Sinn

Zudem müsse die Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter beschleunigen, weil Elektroautos nur Sinn machen, wenn sie nicht mit Kohlestrom fahren. „Elektromobilität macht in der Tat nur Sinn, wenn man erneuerbare Energien nutzt. Genau deswegen sollten wir erneuerbare Energien weiter ausbauen, statt sie zu drosseln“, kritisiert Kemfert die Bundesregierung. „Wir brauchen eine nachhaltige Mobilitätsstrategie, die auf fossile Energien verzichtet und alternative Kraftstoffe und Technologien fördert.“

DIW-Expertin Claudia Kemfert fordert in den VDI nachrichten die Abschaffung der Dieselsubventionen, um die Elektromobilität zu fördern.

DIW-Expertin Claudia Kemfert fordert in den VDI nachrichten die Abschaffung der Dieselsubventionen, um die Elektromobilität zu fördern.

Foto: DIW

Auch die Autoindustrie sieht Kemfert kritisch. „Der Dieselskandal verdeutlicht, dass auch die Autoindustrie lieber die Vergangenheit konserviert, als die großen wirtschaftlichen Chancen von morgen zu nutzen.“

Ballungsräume brauchen Elektromobilität

Gerade für Ballungsräume sei die „Elektromobilität interessant, da sie wenig Lärm und Feinstaub produziert und mit dem öffentlichen Personenverkehr gut kombiniert werden kann“, so Kemfert. „Für den Ausbau der Infrastruktur müssen wir die Rahmenbedingungen schaffen.“

Das ist immerhin auch Teil des Pakets, das die Bundesregierung zur Einführung der Kaufprämie für Elektroautos geschnürt hat.

Von Axel Mörer-Funk Tags:

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