400 km elektrisch 25.08.2016, 07:12 Uhr

In China läuft ein Elektro-Benz 400 km weit. Warum?

Daimler hat die zweite Generation seines Elektroautos Denza für den chinesischen Markt vorgestellt. Der Denza 400, der auf der B-Klasse basiert, besticht durch eine elektrische Reichweite von 400 km. Und warum schafft Daimler solche Reichweiten nicht bei B-Klasse und Smart in Europa?

Der neue Denza 400 von Mercedes in China schafft 400 km Reichweite. Das ist doppelt so viel wie die elektrische B-Klasse in Deutschland, die die Basis für den Denza lieferte.

Der neue Denza 400 von Mercedes in China schafft 400 km Reichweite. Das ist doppelt so viel wie die elektrische B-Klasse in Deutschland, die die Basis für den Denza lieferte.

Foto: Daimler

Der neue Denza 400 von Mercedes in China schafft 400 km Reichweite. Das ist doppelt so viel wie die elektrische B-Klasse in Deutschland, die die Basis für den Denza lieferte.

Foto: Daimler

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„Dank der Steigerung der Reichweite auf bis zu 400 km werden die meisten chinesischen Kunden, die in der Regel 50 bis 80 km pro Tag fahren, ihren Denza 400 nur einmal wöchentlich aufladen müssen“, freut sich Daimler bei der Vorstellung des Elektroautos in China. Das Vorgängermodell schaffte nach Herstellerangaben 335 km. 

Es ist vor allem die optimierte Batteriedichte, verbesserte Regeltechnik sowie ein optimierter Elektromotor, die diesen Reichweiten-Schub ermöglichen. Im Denza 400 ist die Batteriekapazität bei gleicher Baugröße von 47,5 kWh auf 62 kWh gestiegen. Allerdings wirft das die Frage auf, warum die E-Flotte von Daimler in Europa so schwach auf der Brust ist? Warum gibt es die verbesserte Batterietechnik nicht auch in Deutschland? Auch deutsche Käufer von Elektroautos würden sich über 400 km freuen.

So erreicht die B-Klasse, die dem Denza zugrunde liegt, im Test von auto motor und sport nur 183 km Reichweite.

 

Im Denza 400 ist die Batteriekapazität bei gleicher Baugröße von 47,5 kWh auf 62 kWh gestiegen.

Im Denza 400 ist die Batteriekapazität bei gleicher Baugröße von 47,5 kWh auf 62 kWh gestiegen.

Foto: Daimler

Und der E-Smart schwächelt ebenfalls in einem älteren Reichweitentest der Zeitschrift. Er hat die schlechtesten Werte. Bei 23 Grad fuhr der E-Smart nach dem TÜV Süd-Fahrzyklus 159 km. Doch das von Tesla entwickelte Batteriesystem, das auch in der Mercedes A-Klasse und dem E-Mini eingesetzt wird, kommt laut auto motor und sport mit Minusgraden schlecht zurecht. Die Reichweite sank bei Frost um 47 Prozent auf nur noch 84 km.

Und all diese Probleme hat Daimler bei seinem China-Ableger gelöst? Das wäre gut, denn der Absatz von Elektroautos der Stuttgarter in China schwächelt ganz erheblich. Obwohl China zum größten Markt der Welt für Elektroautos aufgestiegen ist, profitiert Daimler davon fast überhaupt nicht.

Während laut chinesischem Autoverband im vergangenen Jahr 147.000 Elektrofahrzeuge in China verkauft wurden, konnte Daimler 2015 von seinem Denza gerade einmal 2.888 Stück absetzen. 2016 sieht die Statistik für Daimler noch düsterer aus. In den ersten sechs Monaten wuchs der Markt um 132 Prozent auf rund 123.000 verkaufte reine Elektroautos. Darunter waren nicht einmal 1.000 Denzas.

Verbesserte Reichweite soll Absatz ankurbeln

Nun soll es die verbesserte Reichweite richten. Der Denza 400 basiert im wesentlichen auf der elektrifizierten Mercedes B-Klasse Sports Tourer Electic Drive mit einer offiziellen elektrischen Reichweite von 200 km. Darin steckt ein Lithium-Ionen-Akku mit einer Batteriekapazität von 28,0 kWh.

Hell und freundlich: der Innenraum des Denza 400.

Hell und freundlich: der Innenraum des Denza 400.

Foto: Daimler

In Fahrzeugen der ersten Denza-Generation hatte Daimler einen Lithium-Eisenphosphat-Akku verbaut. Zur Batteriechemie im Denza 400 hat Daimler noch keine Angaben gemacht. Gefertigt werden die neuen Denzas zusammen mit dem Autohersteller Build your dreams (BYD) mit Sitz in Shenzhen. Die Aktiengesellschaft mit rund 180.000 Mitarbeitern ist zugleich der größte Produzent von wiederlaufladbaren Akkumulatoren.

Das Gemeinschaftsunternehmen BYD Daimler New Technology (BDNT) in Shenzen ist das erste chinesisch-deutsche Joint Venture für Elektrofahrzeuge, die in und für China produziert werden. Die Ziele von Daimler sind recht ambitioniert. „Das Joint Venture hat sich zum Ziel gesetzt, der erfolgreichste Hersteller von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben in China zu werden, die Entwicklung solcher Fahrzeuge zu fördern und zu einem besseren Lebensumfeld beizutragen“, so Daimler.

Daimler will neue E-Modelle auf Pariser Autosalon zeigen

Für die nähere Zukunft plant Daimler eine deutliche Ausweitung des Angebots von Elektroautos. Auf dem Autosalon in Paris Ende September 2016 stellt Daimler einen Elektro-SUV auf Basis des Mercedes-Benz GLC vor, der schon 2018 auch in China produziert werden kann.

Der Denza 400 wird gemeinsam mit dem chinesischen Partner BYD produziert. Die Absatzzahlen sind bislang allerdings enttäuschend.

Der Denza 400 wird gemeinsam mit dem chinesischen Partner BYD produziert. Die Absatzzahlen sind bislang allerdings enttäuschend.

Foto: Daimler

Auch Elektro-Smarts der neuen Generation will Daimler in Paris präsentieren. Dort will Mercedes auch ein Elektroauto vorstellen, das eine echte Alternative zum Model S von Tesla Motors sein soll. Es wird eine Limousine für vier Insassen sein. Diese soll Vierradantrieb haben und eine Reichweite von 500 km erreichen. Das sind ja feine Aussichten.

Übrigens: Daimler hat auch in Deutschland gute Ideen. So will Daimler mit den Ersatzakkus im Ersatzteillager Geld verdienen. Sie werden als Energiespeicher genutzt schon bevor sie in einem Smart eingebaut werden.

Und wenn Sie noch einen besonders schönen Stromer von Mercedes sehen wollen, dann ist die Vision Mercedes-Maybach 6 ganz bestimmt was für Sie.

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