REGIERUNG KÖNNTE ABSATZ ANKURBELN 23.05.2014, 09:18 Uhr

Doch noch Prämie vom Staat beim Kauf von Elektroautos?

Die Verkaufszahlen für Elektroautos steigen zwar, sind aber immer noch gering. Im Bundesverkehrsministerium wird offenbar nun doch über eine Kaufprämie nachgedacht.

Die Verkaufszahlen von Elektroautos sind hierzulande nach wie vor mäßig: Insgesamt sind derzeit nur rund 90.000 E-Fahrzeuge in Deutschland zugelassen. Auch an Stromtankstellen mangelt es. Eine direkte Staatshilfe ähnlich der Abwrackprämie zur Verkaufsförderung wird vom Bundesverkehrsministerium nach einem Medienbericht offenbar nicht mehr ausgeschlossen.

Die Verkaufszahlen von Elektroautos sind hierzulande nach wie vor mäßig: Insgesamt sind derzeit nur rund 90.000 E-Fahrzeuge in Deutschland zugelassen. Auch an Stromtankstellen mangelt es. Eine direkte Staatshilfe ähnlich der Abwrackprämie zur Verkaufsförderung wird vom Bundesverkehrsministerium nach einem Medienbericht offenbar nicht mehr ausgeschlossen.

Foto: dpa/Stefan Sauer

Eine Million Elektroautos sollen im Jahr 2020 auf den deutschen Straßen fahren. Das ist das Ziel, das noch die alte schwarz-gelbe Bundesregierung ausgegeben hat. „Das ist machbar“, sagte Bundeskanzlerin Merkel noch im vergangenen Jahr. Die Verkaufszahlen sind allerdings nach wie vor mäßig: Insgesamt sind derzeit nur rund 90.000 E-Fahrzeuge in Deutschland zugelassen.

Das Ziel liegt also in weiter Ferne. Dennoch hatte Verkehrsminister Alexander Dobrindt bislang eine Kaufprämie abgelehnt. Sein Staatssekretär Rainer Bomba ließ nun aber bei einem Mobilitätskongress des Berliner Tagesspiegels durchaus Offenheit für die direkte Staatshilfe ähnlich der Abwrackprämie  erkennen. „Ich kündige sie nicht an, aber ich schließe sie auch nicht aus“, sagte Bomba nach Angaben der Zeitung.

Steuerliche Anreize

Der Bund hat sich die Förderung der E-Mobilität durchaus schon einiges kosten lassen. 500 Millionen Euro wurden bereits im Konjunkturpaket II aus dem Jahr 2009 für Forschung und Entwicklung in diesem Bereich zur Verfügung gestellt, im Jahr 2011 kam nochmal eine Milliarde Euro Forschungsgeld dazu. Und Käufer sollen auch mit steuerlichen Anreizen gelockt werden: Wer bis Ende 2015 ein Elektroauto anschafft, soll zehn Jahre lang von der Kraftfahrzeugsteuer befreit sein. Außerdem soll bei der steuerlichen Anrechnung von Dienstwagen der höhere Preis für die E-Fahrzeuge ausgeglichen werden, so dass den Nutzern und Unternehmen kein Nachteil bei der Anschaffung entsteht.

Schub durch Plug-in-Modelle

Der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) erwartet für dieses Jahr einen deutlichen Schub beim Absatz. Vier neue E-Modelle kämen allein 2014 auf den Markt. Darunter ist eine neue B-Klasse von Mercedes, die für eine neue Generation von Elektroautos steht: Mit hoher Reichweite, schneller Aufladung und ohne Verlust beim Ladevolumen, weil die Batterie im Unterboden angebracht ist.

Plug-in-Modelle, die an der heimischen Steckdose aufgeladen werden können, sollen den Absatz ankurbeln – hier der i3 von BMW.

Plug-in-Modelle, die an der heimischen Steckdose aufgeladen werden können, sollen den Absatz ankurbeln – hier der i3 von BMW.

Foto: BMW Group

Den Absatz fördern sollen vor allem so genannte Plug-in-Fahrzeuge, die sich an einer gewöhnlichen Steckdose aufladen lassen – ein weiterer Gewinn an Komfort, auch weil Ladestationen immer noch nicht flächendeckend vorhanden sind. Ob eine Kaufprämie tatsächlich kommen wird und wie hoch sie sein könnte, ist derzeit indes noch völlig offen.

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