Velomobil „mö“ 21.01.2016, 15:45 Uhr

Dieses Dreirad fährt mit Muskelkraft und Strom vom eigenen Dach

Davon träumen Radler: Trocken bei Regen in die Pedale treten. Das bietet manches Velomobil schon heute. Doch zwei Personen nebeneinander, die auch noch von einem Elektromotor unterstützt werden, das ist die Idee des spanischen Start-ups Evovelo. Das muss ein Gefühl sein, damit über die Boulevards von Paris zu rollen.

Das spanische Start-up Evovelo hat sein Dreirad "mö" in Paris vorgestellt. In dem Gefährt können zwei Personen fahren. Angetrieben wird das Velomobil mit Pedalkraft und von einem Elektromotor. Den Strom liefern Solarzellen auf dem Dach.

Das spanische Start-up Evovelo hat sein Dreirad "mö" in Paris vorgestellt. In dem Gefährt können zwei Personen fahren. Angetrieben wird das Velomobil mit Pedalkraft und von einem Elektromotor. Den Strom liefern Solarzellen auf dem Dach.

Foto: Evovelo

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Das spanische Start-up Evovelo hat sein Dreirad "mö" in Paris vorgestellt. In dem Gefährt können zwei Personen fahren. Angetrieben wird das Velomobil mit Pedalkraft und von einem Elektromotor. Den Strom liefern Solarzellen auf dem Dach.

Foto: Evovelo

Eigentlich sind Velomobile windschnittig und meist vollständig geschlossen. Sie gleichen einer Rakete auf drei Rädern. Meist zwei vorne, ein Rad hinten. Vielleicht mag sich mancher Autofahrer über Velomobile im Straßenverkehr ärgern, schließlich können sie aufgrund ihrer oft geringen Höhe leicht übersehen werden.

Umweltfreundlich sind die komplett verkleideten Dreiräder aber allemal. Schließlich werden sie in der Regel ausschließlich durch beherzten Tritt in die Pedale angetrieben. Das spanische Start-up Evovelo hat dieses Konzept nun modifiziert und seinem Velomobil mit merkwürdigen Namen „mö“ einen zusätzlichen Elektromotor spendiert. Der Clou: Seine Energie bezieht der Antrieb nicht nur aus einer Batterie an Bord. Die lädt sich auf durch Solarpanels auf dem Dach des Gefährts.

Velomobil mit großen Türen und Fenstern 

Durch das leicht eiförmige Erscheinungsbild erinnert „mö“ ein wenig an Fahrradanhänger für Kleinkinder. Es finden zwei Personen darin Platz, die Fahrgastzelle ist durch Türen und große Fenster an Seiten und Front komplett verschlossen.

Warum sollte man mit einem Dreirad nicht auch bei Dior vorfahren?

Warum sollte man mit einem Dreirad nicht auch bei Dior vorfahren?

Foto: Evovelo

Hinter den Sitzen verbirgt sich ein kleiner Kofferraum. Sogar über Scheibenwischer, Hupe, Spiegel und Scheinwerfer verfügt das Dreirad. 200 cm lang, 140 cm breit und 130 cm hoch: Mit diesen Maßen soll das „mö“ auch auf Stellplätzen für herkömmliche Fahrräder irgendwie Platz finden.

Versprechen: Bei täglich 25 km muss man nicht an die Steckdose

Vor Fahrtbeginn muss festgelegt werden, ob das „mö“ komplett elektrisch losdüsen soll, oder pedalgetrieben mit elektrischer Unterstützung – letzteres quasi ein Pedelec-Modus. Laut Hersteller generieren die 100 Watt starken Solarpanels auf dem Dach genügend Energie, um (ausschließlich elektrisch angetrieben) täglich maximal 25 km zurücklegen zu können. Eine anderweitige Aufladung als durch Photovoltaik sei bei diesem Fahrverhalten so gut wie nicht erforderlich.

Sogar über Scheibenwischer, Hupe, Spiegel und Scheinwerfer verfügt das Dreirad

Sogar über Scheibenwischer, Hupe, Spiegel und Scheinwerfer verfügt das Dreirad „mö“. Es ist 200 cm lang, 140 cm breit und 130 cm hoch. Und Aufmerksamkeit ist dem Gefährt gewiss.

Foto: Evovelo

Dennoch ist es natürlich möglich, die Batterie über ein Kabel an der Steckdose aufzuladen. Wenn gewünscht, kann die Batterie auch ausgebaut und in Wohnung oder Haus extern geladen werden.  Abhängig von den Auflagen, die am jeweiligen Einsatzort des Gefährts gelten, kann der Elektromotor auf Leistungen zwischen 250 und 1500 Watt eingestellt werden.

Start-up Evovelo sucht Beta-Tester

Das noch nicht zu erwerbende „mö“ soll einmal circa 4500 € kosten. Dabei will der Hersteller es entweder komplett montiert ausliefern oder lose als Bausatz. Mit letzterem will das spanische Unternehmen Tüftler einladen, ihre eigenen „mö“-Versionen zu kreieren.

Derzeit sucht Evovelo für das „mö“ noch Beta-Tester. Interessierte können sich auf der Webseite des Herstellers dafür bewerben.

Das Dreirad

Das Dreirad „mö“ in Paris: Wer nur rund 25 km am Tag fährt, braucht die Batterie gar nicht an der Steckdose aufladen. Dann sollen die Solarzellen auf dem Dach genügen, um die Batterie aufzutanken.

Foto: Evovelo

Dabei sind die Spanier aber nicht die ersten, die ein Dreirad mit Solarzellen auf dem Dach ausstatten. Diese Idee hatten auch ein paar junge Griechen, die das Sunnyclist erfunden haben – ein Dreirad, das mit Pedalkraft und von einem Elektromotor gleichzeitig angetrieben wird.

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