Auch Schwalbe unter Strom 10.11.2016, 14:34 Uhr

Die kultige Vespa wird nächstes Jahr elektrisch

Das Geschenk zum 70. Geburtstag kommt ein Jahr zu spät: Piaggio hat jetzt auf der Mailänder Motorradmesse angekündigt, die Vespa im nächsten Jahr mit einem Elektroantrieb auszustatten. Den Puristen teilte Piaggio vorsorglich schon mit: Auch die Vespa Elettrica wird eine richtige Vespa.

Eine Vespa auf der Mailänder Motorradmesse Eicma: Piaggio hat angekündigt, im nächsten Jahr die erste Elektroversion der Vespa zu bringen. 

Eine Vespa auf der Mailänder Motorradmesse Eicma: Piaggio hat angekündigt, im nächsten Jahr die erste Elektroversion der Vespa zu bringen. 

Foto: Eicma

Ende April stießen die Vespa-Fans mit Martini und Prosecco auf den Kultroller aus der Toskana an: Seit 70 Jahren gibt es diesen wunderbar geformten Stadtflitzer, der einer ganzen Gattung Namen und Form gab. Bis heute bauen die Italiener den Ur-Roller, der inzwischen von vielen anderen Herstellern kopiert wird.

Und wie sich das für eine Kultmarke gehört, denkt Piaggio in langen Abständen und hat sich dem Trend zum Elektroantrieb bislang verweigert. Bislang. Jetzt haben die Italiener auf der Motorradmesse Eicma in Mailand angekündigt, die Vespa auch in einer Elektroversion zu bringen.

Elektromotor für die Vespa

Was die Vespa Elettrica kann, das lässt Piaggio allerdings offen. Keine Angaben zur Motorstärke, zu Akku, Ladezeiten, Reichweite, Tempo und Preis. Deshalb weiß auch niemand, ob die Elektro-Vespa eher in der Moped-Klasse angesiedelt ist oder doch eher den kleinen Motorrädern. Nur so viel verrät Piaggio: Die Elektro-Vespa soll sich fahren wie eine richtige Vespa mit Verbrenner.

Sieht aus wie eine richtige Vespa: Auffallend an der Vespa Elettrica sind die blauen Streifen.

Sieht aus wie eine richtige Vespa: Auffallend an der Vespa Elettrica sind die blauen Streifen.

Foto: Piaggio

Auch optisch bleibt sich Piaggio bei der Elektroversion treu. Die Elettrica sieht aus wie eine klassische Vespa, hat den typischen, runden Hintern, den Mittelteil, der Füße und Beine vor Regen schützt, die langgezogene Sitzbank und den typischen Windschutz. Natürlich hat die Elektro-Vespa keinen Auspuff. Aber darauf muss man schon besonders achten.

Elektro-Vespa soll 2017 anrollen

Immerhin hat Piaggio verraten, dass die Vespa Elettrica in der zweiten Jahreshälfte 2017 auf den Markt kommen soll. Damit kommt sie ziemlich genau ein Jahr nach dem 70. Geburtstag der Kultmarke. Den haben wir natürlich auf Ingenieur.de mit einem Beitrag samt Bildergalerie gefeiert.

Die Vespa Elettrica von vorne ist kaum zu unterscheiden von einer normalen Vespa – ausgenommen die blauen Streifen.

Die Vespa Elettrica von vorne ist kaum zu unterscheiden von einer normalen Vespa – ausgenommen die blauen Streifen.

Foto: Piaggio

Piaggio ist aber nicht die einzige Kultmarke, die nun Alt und Neu verbindet. Erst vor kurzem hatte der Münchner Roller-Hersteller Govecs angekündigt, den DDR-Roller Schwalbe in einer Elektroversion wieder auf den Markt zu bringen. Mehr als eine Million Exemplare des kultigen Vorbilds wurde von 1964 bis 1986 von Simson im thüringischen Suhl gefertigt.

Die Elektro-Schwalbe ist auf 47 km/h begrenzt und hat eine Reichweite von 100 km. Sie kostet 5000 Euro und wird auf der Intermot im Oktober 2017 präsentiert. Da will Piaggio mit seiner Vespa Elettrica schon auf der Straße fahren.

Auch die Elektroversion der Vespa soll beim Fahren vor allem eins: Spaß machen.

Auch die Elektroversion der Vespa soll beim Fahren vor allem eins: Spaß machen.

Foto: Piaggio

Von Axel Mörer-Funk

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