Apple und BMW 05.03.2015, 10:56 Uhr

Der i3 könnte zum ersten Apple Auto werden

Apple und BMW führen derzeit intensive Gespräche über eine enge Zusammenarbeit. Offenbar hat es den Computer-Spezialisten aus Kalifornien besonders der i3 angetan. Er könnte in der nächsten Generation zum Apple Auto werden.

BMW i3 vernetzt mit dem heimischen Computer: BMW und Apple sprechen derzeit intensiv über eine Kooperation.

BMW i3 vernetzt mit dem heimischen Computer: BMW und Apple sprechen derzeit intensiv über eine Kooperation.

Foto: BMW

Wie die Zeitschrift auto motor und sport meldet, sind Manager beider Unternehmen seit dem vergangenen Jahr in engem Kontakt. Dabei geht es um die Möglichkeit, das Elektroauto i3 zum Apple-Car weiterzuentwickeln.

Apple imponiert offenbar, dass BMW beim Bau eines Elektroautos mit dem i3 einen ganz neuen Weg gegangen ist. „Die haben uns immer wieder gesagt, wie mutig sie diesen Schritt finden“, sagte ein hochrangiger BMW-Manager gegenüber auto motor und sport. Denkbar ist aber auch, dass beide Unternehmen ein neues Auto entwickeln.

Gespräche mit Mercedes vor Monaten abgebrochen

Während die Verhandlungen von Apple mit Mercedes schon vor Monaten abgebrochen wurden, sprechen die Manager von Apple und BMW darüber, wie man das Apple-Betriebssystem in den i3 integrieren könnte. Das würde ermöglichen, dass nicht nur iPhone, Apple-Uhr, iPad, Laptop und Mac-Rechner miteinander kommunizieren und Daten austauschen, sondern darin auch das Auto mit seinen Verbrauchs- und Bewegungsdaten eingebunden werden könnte.

Steuerung des i3 über eine Smartwatch: Apple will Auto, Smartphone und Computer eng vernetzen.

Steuerung des i3 über eine Smartwatch: Apple will Auto, Smartphone und Computer eng vernetzen.

Foto: BMW

Allerdings müsste BMW dafür einen Teil seine geheimen Daten des Antriebsmanagements offenlegen. Doch im Gegenzug erhofft sich BMW von der Zusammenarbeit mit Apple einen erheblichen Imageschub und das Erschließen neuer Zielgruppen. Denkbar ist, dass der i3 mit Apple-Software über Apple-Stores vertrieben wird und sich die BMW-Werkstätten um den örtlichen Service kümmern. Das würde Apple davon entlassen, eine eigene Infrastruktur von Werkstätten aufzubauen.

Reithofer: „Wir müssen diese Unternehmen ernst nehmen“

Erst am Dienstag hatte sich BMW-Chef Norbert Reithofer zum möglichen Einstieg von Apple in den Automarkt auf dem Autosalon in Genf geäußert. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass Wettbewerber Autos bauen in Zukunft, die bisher nicht am Markt waren“, sagte Reithofer. „Das haben wir bereits mit Tesla erlebt. Wir müssen diese Unternehmen sehr ernst nehmen.“

Den Einstieg Apples in den Markt hatten auch VW-Chef Martin Winterkorn und Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn in Genf begrüßt. „Auch wenn es Sie vielleicht überrascht: Ich begrüße ausdrücklich das Engagement von Apple, Google & Co beim Thema Automobil“, so Winterkorn in Genf.

BMW i3 beim Tanken in New York: Das Elektroauto von BMW könnte künftig mit einem Betriebssystem von Apple laufen.

BMW i3 beim Tanken in New York: Das Elektroauto von BMW könnte künftig mit einem Betriebssystem von Apple laufen.

Foto: BMW

Die Meldung, dass Apple in den Automarkt einsteigen will und dafür hochrangige Automanager abwirbt wie den früheren Mercedes-Entwicklungschef Johann Jungwirth, hatte zuvor für mächtig Schlagzeilen in der Branche gesorgt. Allerdings schweigt Apple wie üblich zu allen Gerüchten.

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