Neue Batteriefabrik 27.10.2016, 14:15 Uhr

Daimler baut neuen Elektro-SUV in Bremen – Batterien aus Sachsen

Daimlers erstes Elektroauto der neuen Marke EQ wird in Bremen gebaut. Die Batterie dürfte aus dem sächsischen Kamenz kommen. Dort baut die Daimler-Tochter Deutsche Accumotive für 500 Millionen Euro eine zweite Batteriefabrik auf. 350 neue Arbeitsplätze werden entstehen.

EQ-Showcar: Im Mercedes-Benz Werk Bremen wird das erstes Serienmodell der neuen Generation von Elektrofahrzeugen gebaut. Das teilten Daimler-Chef Dieter Zetsche (2.v.r.) und Bereichsvorstand Markus Schäfer (Produktion und Supply Chain Management, r.) dem Bremer Standortverantwortlichen Peter Theurer (2.v.l.) und dem Betriebsratsvorsitzenden Michael Peters im Mercedes-Benz Werk Bremen (l.) mit.

EQ-Showcar: Im Mercedes-Benz Werk Bremen wird das erstes Serienmodell der neuen Generation von Elektrofahrzeugen gebaut. Das teilten Daimler-Chef Dieter Zetsche (2.v.r.) und Bereichsvorstand Markus Schäfer (Produktion und Supply Chain Management, r.) dem Bremer Standortverantwortlichen Peter Theurer (2.v.l.) und dem Betriebsratsvorsitzenden Michael Peters im Mercedes-Benz Werk Bremen (l.) mit.

Foto: Daimler

Mit der auf dem Pariser Autosalon vorgestellten neuen Elektromarke EQ steigt der Bedarf für Akkus bei Mercedes rapide. Schon 2019 soll der in Paris präsentierte Elektro-SUV auf den Markt kommen. Gebaut wird das Auto, das auf dem GLC basiert, im Mercedes-Werk in Bremen. Dort wird auch der GLC gefertigt.

Die Batterien für den EQ dürften aus Sachsen an die Weser geliefert werden. Denn gleichzeitig hat Mercedes mit dem Bau einer neuen Batteriefabrik in Kamenz in der Oberlausitz begonnen. In dem Werk werden Lithium-Ionen-Batterien für alle elektrifizierten Fahrzeuge von Mercedes-Benz und Smart gefertigt – vom Plug-in-Hybrid bis zu den reinen Elektromodellen. Betrieben wird das Werk von der Daimler-Tochter Accumotive.

Batterien für Generation EQ

Damit werde Kamenz zum Kompetenzzentrum der globalen Batterieproduktion der Daimler AG, betonte Mercedes-Benz-Bereichsvorstand Markus Schäfer beim ersten Spatenstich. Nach eigenen Angaben investiert der Autobauer weltweit eine Milliarde Euro in die Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien. Die Hälfte davon fließt in den Ausbau des Batteriewerkes in Kamenz. Es entsteht eine Produktions- und Logistikfläche von insgesamt rund 80.000 m2 – bislang sind es 20.00 m2. Bis 2020 soll sich die Zahl der Beschäftigten auf dann 700 verdoppeln.

Die ersten Spatenstiche für den Bau der zweiten Batteriefabrik in Kamenz wurden am 24. Oktober im Anzug erledigt: Oberbürgermeister Roland Dantz, Accumotive-Geschäftsführer Frank Blome, Daimler-Vorstand Thomas Weber (verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung), Sachsens Mininsterpräsident Stanislaw Tillich, Markus Schäfer (Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain Management), und Landrat Michael Harig (Landrat des Landkreises Bautzen) auf dem zukünftigen Werksgelände.

Die ersten Spatenstiche für den Bau der zweiten Batteriefabrik in Kamenz wurden am 24. Oktober im Anzug erledigt: Oberbürgermeister Roland Dantz, Accumotive-Geschäftsführer Frank Blome, Daimler-Vorstand Thomas Weber (verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung), Sachsens Mininsterpräsident Stanislaw Tillich, Markus Schäfer (Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain Management), und Landrat Michael Harig (Landrat des Landkreises Bautzen) auf dem zukünftigen Werksgelände.

Foto: Daimler

Das neue Produktionswerk soll Mitte 2018 in Betrieb genommen werden. Das Grundstück von rund 20 Hektar liegt in unmittelbarer Nähe der bestehenden Batteriefabrik im rund 50 km von Dresden gelegenen Kamenz.

Wichtiger Abnehmer für die Batterien aus Kamenz wird der neue Elektro-SUV, den Daimler als erstes Modell der neuen Marke EQ auf dem Pariser Autosalon vorgestellt hat. Das Auto stand auch Pate beim ersten Spatenstich in Kamenz.

Fabrik wird CO2-neutral sein

Dort werden aber auch große Akkus für Hausbesitzer gefertigt, die damit Strom aus regenerativen Anlagen speichern und bei Bedarf selbst nutzen können. Tesla bietet mit der Powerwall eine ähnliche Technik an. 

Accumotive-Chef Frank Blome mit Mercedes-Bereichsvorstand Markus Schäfer (Produktion und Supply Chain Management), Daimler-Vorstand Thomas Weber (verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung) und Sachens Ministerpräsident Stanislaw Tillich in der ersten Batterieproduktion der Daimler-Tochter in Kamenz. 

Accumotive-Chef Frank Blome mit Mercedes-Bereichsvorstand Markus Schäfer (Produktion und Supply Chain Management), Daimler-Vorstand Thomas Weber (verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung) und Sachens Ministerpräsident Stanislaw Tillich in der ersten Batterieproduktion der Daimler-Tochter in Kamenz. 

Foto: Daimler

Die Batteriefabrik in Kamenz selbst soll laut Daimler als CO2-neutrale Fabrik errichtet werden: Ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaik-Anlage werden in Verbindung mit stationären Batteriespeichern die Produktionsanlagen mit Energie versorgen. Hierfür werden auf dem Dach der neuen Fertigungshalle Solarmodule auf einer Fläche mit der Größe von zwei Fußballfeldern installiert. Das entspricht einer Leistung von zwei Megawatt.

Weber: Batteriesysteme gehören zu unserer Kernkompetenz

Daimler plant, bis zum Jahr 2025 eine Modellpalette von zehn reinen Elektrofahrzeugen. „Parallel treiben wir unsere Plug-in-Hybrid Offensive und die Einführung von 48-Volt-Systemen konsequent voran“, so Daimlers Entwicklungsvorstand Thomas Weber.

Daimler beginnt mit dem Bau einer zweiten Batteriefabrik bei der Accumotive am Standort Kamenz. Die Produktions- und Logistikfläche wird mit der neuen Fabrik auf rund 80.000 m2 vervierfacht.

Daimler beginnt mit dem Bau einer zweiten Batteriefabrik bei der Accumotive am Standort Kamenz. Die Produktions- und Logistikfläche wird mit der neuen Fabrik auf rund 80.000 m2 vervierfacht.

Foto: Daimler

„Hocheffiziente Batterien sind ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie. Sie sind integraler Teil der Fahrzeugarchitektur und kein Produkt von der Stange. Die Entwicklung, Fertigung und Integration dieser komplexen Systeme in unsere Fahrzeuge zählt zu unseren Kernkompetenzen.“

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