Neue Roller-Studie 31.05.2017, 12:35 Uhr

BMW-Sprech: Das ist die Zukunft der Einspurmobilität

Nicht böse sein, aber Sie werden in diesem Beitrag nicht erfahren, wie schnell und wie weit die neue BMW-Studie eines Elektrorollers fahren kann. Aber immerhin verspricht BMW, dass die neue Studie Concept Link die „Einspurmobilität im urbanen Umfeld“ neu erfindet. Und es  gibt es viele Bilder des neuen E-Scooters aus Bayern.

BMW-Sprech: Das ist die Zukunft der Einspurmobilität

Die Studie Concept Link zeigt, wie sich BMW die Zukunft auf zwei Rädern vorstellt. Der Roller ist elektrisch angetrieben und voll vernetzt. Bei Gefahren wie einer missachteten Vorfahrt wird der Fahrer über Sensoren gewarnt.

Foto: BMW

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Im Fahrzeug unter der Sitzbank gibt es sogar einen kleinen Kofferraum, der Gepäck und den Helm aufnehmen kann.

Foto: BMW

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Der Elektromotor liegt direkt vor dem Hinterrad. Die Kraft wird per Riemen übertragen.

Foto: BMW

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Auf die kleine orangene Windschutzscheibe werden die wichtigsten Fahrdaten projiziert. Darunter sitzt ein Touchdisplay, das weitere Daten anzeigt und auf dem der Fahrer verschiedene Funktionen aufrufen kann.

Foto: BMW

BMW-Sprech: Das ist die Zukunft der Einspurmobilität

Mehr als ein Blickfang: Das Vision Next 100 von BMW zeigt, wie sich BMW die Zukunft des Motorrades vorstellt.

Foto: BMW

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Foto: BMW

Die PR-Texter von BMW haben sich wirklich ins Zeug gelegt: BMW stellt nämlich mit der Studie BMW Motorrad Concept Link sein „zukünftiges Verständnis von emissionsfreier, urbaner Mobilität auf zwei Rädern“ vor. Und in Zukunft will der Fahrer offenbar nicht nur fahren, sondern sogar auf seinem Moped ständig verlinkt sein. Und so ist der Elektroroller eher ein fahrbares Tablet.

BMW: Der Fahrer steht im Mittelpunkt

„Es verlinkt die digitale mit der analogen Welt und stellt den Fahrer mit seinen Mobilitätsbedürfnissen in den Mittelpunkt“, heißt es im BMW-Sprech. Der Fahrer im Mittelpunkt, das ist also neu und die Zukunft. Edgar Heinrich, Leiter Design bei BMW Motorrad, überschlägt sich mit Lobeshymnen. „Mit seiner zeitlosen, reduzierten Formensprache ist das BMW Motorrad Concept Link für mich mehr als eine Studie – es ist ein Sinnbild für ein neues Zeitalter.“

Wenn man sich den Elektroroller anschaut, der laut BMW sogar ein „neues Segment“ prägen wird, so hat er zwei Räder, die an Einarmschwingen befestigt sind. In der Mitte des Mopeds ist ein flacher Energiespeicher im Unterboden untergebracht. Der Elektromotor sitzt direkt vor dem Hinterrad und überträgt seine Leistung über einen Riemen. Was Motor und Speicher können, dazu schweigt BMW noch höflich.

Flacher Akku und Elektromotor sitzen tief

Umso mehr müssen wir uns auf das Design konzentrieren. Und das unterscheidet sich tüchtig von gängigen Motorrädern und Elektroscootern. So ist der BMW-Scooter sehr flach – kein Wunder, denn Platzbedarf von E-Motor und Speicher sind deutlich geringer als der für klassische Motoren samt Getriebe.

Über Akku und Motor sitzt der Fahrzeugkörper mit größeren Flächen. Der Fahrzeugkörper ist vor allem Stauraum, für Gepäcke und Helm. Geöffnet wird der Kofferraum durch eine Schiebetür. Darüber „schwebt“ die Sitzbank, die sich sogar verstellen kann.

Dennoch sitzt die Bank so tief, dass das Aufsteigen ausgesprochen bequem sein soll. Sogar von hinten soll man den Concept Link bequem besteigen können. Das ist praktisch für enge Parklücken. Um dort optimal einparken zu können, verfügt das E-Bike sogar über einen Rückwärtsgang.

Tacho und Drehzahlmesser sind verschwunden

Die großen Karosserieflächen des Mopeds sind durchweg schwarz, unterbrochen durch orangene Akzente. So führen zwei dicke, orangene Stromkabel vom Akku zum Motor und sind Teil des Designs. Auch die kleine Windschutzscheibe ist orange. Sie schützt zugleich das kleine Cockpit. Es besteht nicht mehr wie früher aus Tacho und Drehzahlmesser. Die wichtigsten Fahrraddaten wie Geschwindigkeit, Navigationshinweise und Batteriestatus werden direkt auf die Scheibe ins Blickfeld des Fahrers projiziert.

Sekundäre Informationen werden auf einem größeren Touchdisplay unterhalb des Lenkers angezeigt. Hier kann der Fahrer verschiedene Informationen abrufen, im Internet surfen und das Navigationsgerät programmieren. Während der Fahrt kann der Pilot auf individuell belegbare Schnelltasten am Lenker zurückgreifen und häufig genutzte Funktionen aufrufen.

Sensorjacke warnt Motorradfahrer vor Gefahren

Interessant sind die Möglichkeiten in Sachen Sicherheit, die die Vernetzung bietet. So soll der Rollerfahrer eine Jacke voller Sensoren tragen, die mit der Elektronik des Scooters verbunden ist. Der wiederrum ist wie alle anderen BMW-Modelle mit anderen Fahrzeugen, aber auch Radfahrern und Fußgängern vernetzt. Die Vision: Droht eine brenzlige Situation, beispielsweise durch einen Fußgänger, der plötzlich auf die Straße tritt, eine Ölspur in der Kurve oder ein Auto, das die Vorfahrt des Motorradfahrers missachtet, bekommt der „Einspurfahrer“ ein Warnsignal seiner Jacke.

Zudem bietet die Vernetzung des Rollers weitere Möglichkeiten: So kennt das Fahrzeug unter anderem den Kalender und damit die nächsten Ziele des Fahrers, die schnellste oder schönste Route dorthin und wählt auf Wunsch sogar die passende Musik.

Auffallend an dem Entwurf sind auch die großen Verkleidungen und Flügel. Sie sollen die Aerodynamik verbessern und zugleich den Fahrer vor zu starkem Fahrtwind schützen. Ein Regenschutz von oben sind sie freilich nicht.

Stellt sich noch die Frage, ob der Roller umfallen kann? Inspiriert wurde er nämlich von der Studie Vision NEXT 100, die BMW zum 100. Geburtstag präsentiert hatte. Und dieses Motorrad hat wirklich ungewöhnliche Features. So kann es dank einer Balancefunktion nicht umfallen. Ob der kleine Bruder das auch kann, verrät BMW noch nicht. Einen Blick auf die damalige Vision können Sie hier werfen.

Nicht nur BMW hat sich Gedanken zum Motorrad der Zukunft gemacht. Der türkische Designer Mehmet Doruk Erdem hat faszinierende Entwürfe vorgelegt für Motorräder im Stil von Alfa Romeo und BMW.

Ein Beitrag von:

  • Axel Mörer-Funk

    Axel Mörer-Funk ist Gesellschafter der Medienagentur S-Press in Bonn. Nach einem Volontariat beim Bonner Generalanzeiger und dem Besuch der Journalistenschule Hamburg arbeitete er u.a. als freier Journalist für dpa, Bunte und Wirtschaftswoche.

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