Audi skysphere concept 12.08.2021, 07:00 Uhr

Audi zeigt mit Konzept-Auto, wie das Fahrzeug zum Erlebnisraum wird

Ein elektrischer Roadster, der komplett für das automatisierte Fahren auf Level 4 konzipiert ist. Audi will mit dem Konzept-Auto „Audi skysphere concept“ neue Maßstäbe setzen nicht nur in puncto Elektromobilität, sondern vor allem beim ungestörten Genuss des Reisens. Den soll der neue Erlebnisraum möglich machen.

Der neue Audi skysphere concept

Mit dem "skysphere concept" stellte Audi einen elektrischen Roadster vor, der geeignet ist für das automatisierte Fahren Level 4.

Foto: Audi AG

Mit dem Audi skysphere präsentiert der Hersteller aus Ingolstadt ein Fahrzeug, das zeigt, wie Audi sich die Mobilität der Zukunft vorstellt. Deshalb setzen die Entwickler nicht nur auf einen leistungsstarken Elektroantrieb, sondern hatten bei Design und Funktionalitäten vor allem das Erlebnis für Fahrer und Beifahrer im Fokus. Denn der Audi skysphere lässt sich einerseits auf ganz herkömmliche Art und Weise steuern, andererseits verschwinden Lenkrad und Pedalerie in einen unsichtbaren Bereich, sobald der Fahrer sich für automatisiertes Fahren entscheidet. Dann soll der Audi skysphere selbsttätig Weg und Verkehr über moderne Sensorik im Auge behalten und die Insassen sicher ans Ziel steuern.

Neues Konzept-Auto von Audi

Breiter Radstand, markante Formen, weit zu öffnende Türen – der Audi skysphere concept soll ein Hingucker sein.

Foto: Audi AG

Interieur des neuen Audi Konzept-Autos

Beim autonomen Fahren Level 4 verschwinden Lenkrad und Pedalerie. So entsteht mehr Platz im Innenraum.

Foto: Audi AG

Das neue Konzept-Audi von Auto Innenraumansicht

Große Bildschirme dominieren den Innenraum des neuen Konzept-Roadsters von Audi.

Foto: Audi AG

Heckansicht des neuen Konzept-Roadsters von Audi

Elektrische Motoren und ineinander verschiebbare Karosserie- und Rahmenkomponenten machen einen variablen Radstand möglich.

Foto: Audi AG

Glasfläche beim neuen Audi Konzept-Roadster

Audi designte zwei eigens in den Konzept-Roadster passende Taschen.

Foto: Audi AG

Digitalisierung lautet das Stichwort für die Innenraumgestaltung. Durch die Möglichkeit des automatisierten Fahrens auf Level 4 können die Fahrgäste mehr Platz genießen, sich auf die Landschaft konzentrieren, E-Mails bearbeiten oder auf Social-Media-Kanälen die Fahrerlebnisse teilen. Das Auto kümmert sich derweil um alle wichtigen Informationen zum Reiseziel, sucht selbstständig einen Parkplatz mit der nächsten Ladestation. Große Monitorflächen, die sich per Touch bedienen lassen, ziehen sich über die gesamte Frontpartie. Darin sind alle Fahrzeugsysteme beinhaltet sowie das Infotainment. Es sind sogar Videokonferenzen möglich oder die Fahrgäste können gestreamte Filme anschauen.

Das Konzept-Auto von Audi wird von starkem Elektromotor angetrieben

Der Elektromotor ist im Audi skysphere auf der angetriebenen Hinterachse positioniert. Mit einer Leistung von 465 Kilowatt bietet er einen ordentlichen Antrieb für den rund 1.800 Kilogramm schweren Roadster. Das Gewicht liegt zu rund 60 Prozent auf der angetriebenen Hinterachse und soll damit für satte Traktion sorgen. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h schafft der Audi skysphere in vier Sekunden, so der Hersteller. Die Reichweite liege bei über 500 Kilometern nach WLTP-Standard. Bei der Lenkung wurde ein sogenanntes Steer-by-Wire-System eingesetzt, mit dem sowohl die Vorder- als auch die Hinterräder angesteuert werden. Die Lenkung lässt sich auf Knopfdruck einstellen – von komfortabel bis hin extrem direkt. Die Hinterachslenkung und der adaptive Radstand ermöglichen einen kleinen Wendekreis.

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Bei der Fahrwerkstechnologie hat Audi eine neue Entwicklungsstufe erreicht: Die „adaptive air suspension“ beinhaltet drei unabhängige Luftkammern und bietet damit eine komfortable Grundfederung. Wer es sportlicher mag, deaktiviert einfach einzelne Kammern. Damit einher reduzieren sich dann auch die sonst typischen Roll- und Nickbewegungen. Zugleich lässt sich auch die Karosserie absenken – um bis zu zehn Millimeter, was besonders bei Langstreckenfahrten den aerodynamischen Widerstand verringert. Das Adaptivfahrwerk kann einzelne Räder gezielt anheben oder absenken, um so Wellen in der Fahrbahn auszugleichen. Dabei fließen auch digitale Vorhersagen der Navigation, die Steuerung und die Aktuatorik des Aktivfahrwerks mit ein.

Audis neues Konzept-Auto nimmt Bezug auf eine Cabrio-Legende

In seinen Ausmaßen ist der Audi skypshere ein typischer Roadster mit einem Hauch Nostalgie. Denn in seiner Verkehrfläche ist er mit der Cabriolet-Legende Horch 853 verwandt. Der skysphere ist maximal 5,23 Meter lang, zwei Meter breit und bis zu 1,77 Meter hoch. Im „Sports“-Modus wird er ganz flach und ist dann nur noch 1,23 Meter hoch. Laut Audi habe man bei den weit geschwungenen und ausgestellten Radhäusern die breite Spur und damit die dynamischen Talente betonen wollen. Das Heck zeigt einerseits die klassische Stromlinienführung eines Speedsters und die großen Glasflächen Elemente eines Shooting Brakes. Unterhalb des Glases wurden zwei Reisetaschen eigens für das Fahrzeug entworfen. Über Kreuz gespannte Gurte fixieren sie. Die großen Türen sind hinten angeschlagen und lassen sich besonders weit öffnen.

LED-Elemente für visuelle Effekte wie bewegte Begrüßungssequenzen beim Öffnen und Verriegeln des Fahrzeugs dominieren die Front das Audi skysphere. Auch über das gesamte Heck erstreckt sich eine vertikale LED-Fläche. Sowohl die Änderung des Radstandes als auch des Betriebsmodus von GT auf Sport zeigt sich in einem veränderten Lichtspiel. Das soll den wandelbaren Charakter des Fahrzeugs betonen. Die Sessel für Fahrer und Beifahrer sind nicht nur komfortabel, sondern erfüllen auch alle wichtigen Funktionen in puncto Seitenhalt und Sicherheit. Ihre Position lässt sich variieren, wodurch viel Bewegungs- und Beinfreiheit entsteht. Die können Insassen besonders dann genießen, wenn das Fahrzeug automatisiert fährt und damit auch Bedienelemente wie Lenkrad und Pedalerie verschwinden.

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Ein Beitrag von:

  • Nina Draese

    Nina Draese hat Geschichte und Kunstgeschichte (M.A.) studiert. Unter anderem hat sie für die dpa gearbeitet, die Presseabteilung von BMW, für die Autozeitung und den MAV-Verlag. Sie ist selbstständige Journalistin und gehört zum Team von Content Qualitäten. Ihre Themen: Automobil, Energie, Klima, KI, Technik, Umwelt.

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