8-Gang-Automatik 31.08.2016, 12:54 Uhr

Das sind die Neuheiten der Eurobike 2016

Kann es rund ums Rad noch Neuheiten geben? Ja, kann es. Das zeigt die Eurobike, die weltweit wichtigste Fahrradmesse. Räder aus Bambus, E-Bikes mit zwei Gängen, Ritzel mit zwölf Blättern, Pedelecs mit zwei Akkus … Wir stellen Ihnen einige der Highlights vor.

Trial-Show auf der Eurobike: 1.350 Aussteller auf der weltgrößten Fahrradmesse zeigen Tausende von Innovationen. Wir haben einige für Sie herausgesucht.

Trial-Show auf der Eurobike: 1.350 Aussteller auf der weltgrößten Fahrradmesse zeigen Tausende von Innovationen. Wir haben einige für Sie herausgesucht.

Foto: Eurobike

Es waren bescheidene Anfänge, damals vor 25 Jahren in Friedrichshafen: 1991 akkreditierten sich ganze 268 Aussteller, die eine Fläche von 35.000 Quadratmeter gebucht hatten. Die Eurobike war noch Konkurrenz zur großen IFMA in Köln. Die ist seit 2008 Geschichte und die Eurobike zur größten Fahrradmesse der Welt aufgestiegen.

13.500 Aussteller zeigen bis Freitag den erwarteten 46.000 Fachbesuchern, was Hersteller, Zubehörbranche, Kartenverlage und Textilbranche zu bieten haben. Am Wochenende öffnet die Eurobike ihre 13 Messehallen und das riesige Außengelände für das Publikum.

Und was werden die Besucher an Neuheiten erleben? Wir haben uns schon mal umgeschaut. Klicken Sie sich durch die Galerie.

Schraubenkappen gegen den FahrraddiebstahlEine pfiffige Idee gegen den Fahrradklau und Diebstahl von Fahrradsätteln stellt Abus vor. Die Spezialisten für hochwertige Fahrradschlösser haben Kappen entwickelt, die man auf die Muttern der Sattelstütze und Laufräder steckt. Lösen kann man die Kappen nur, wenn das Fahrrad in der Horizontalen liegt. Und das geht nicht, wenn das Rad an einem Fahrradständer oder Laternenpfahl angeschlossen ist. Nutfix heißt die Entwicklung. Das Set kostet ab 36 Euro.

Foto: Abus

Auch Dreiräder fahren elektrisch – und mit AutomatikNatürlich gibt es längst auch Spezial- und Dreiräder mit Elektrounterstützung. Die Radmanufaktur HP Velotechnik hat dabei in seine Liege-E-Trike-Modellreihe Scorpion ein Automatikgetriebe eingebaut. Je nach Leistung, Trittfrequenz und Geschwindigkeit wählt der neue Shimano Steps-Motor den richtigen aus acht Gängen aus. Ab November sind die neuen Trikes zu haben, je nach Ausstattung zwischen 3.000 und 5.000 Euro.

Foto: HP Velotechnik

Effektive Acht-Gang-Schaltung bringt weniger VerschleißGrößere Löcher in den Geldbeutel reißt das Redemption-e10 von Felt Bicycles. Das Topmodell dieser Plattform kostet 6.400 Euro. Dafür ist es mit Federelementen von Rockshox und der nagelneuen E-Mountainbike-Schaltung EX1 von Sram mit acht weit gestuften Gängen bestückt. Diese Neuheit ist ab Herbst für 775 Euro im Fachhandel erhältlich.Das Besondere: Der Übersetzungsunterschied zwischen schwersten und leichtesten Gang ist mit 436 Prozent genauso groß wie bei konventionellen Schaltungen. Es wurde an Zwischenschritten gespart. „Dadurch bekommen wir eine schmalere E-Block-Kassette, die weniger Kettenschräglauf verursacht. So minimieren wir den Verschleiß von Kette und Kassette“, erklärt Sram-Produktmanager Marcus Schneider. Als Antrieb dient dem Redemption ein CX-Mittelmotor in Kombination mit einem 250- oder 500 Wh-Akku.

Foto: Felt

12-Gang-Ritzel von SramUnd noch einmal Sram: Die Amerikaner folgen dem Trend zu Kettenschaltungen, die vorne nur ein Kettenblatt haben. Das erleichtert das Schalten, wenn hinten genügend Ritzel zur Auswahl stehen. Jetzt bringt Sram seine im MTB-Sport schon erprobte Kassette mit zwölf statt elf Ritzeln in Serie. Allerdings hat das auch seinen Preis: ab 1.306 Euro. 

Foto: Sram

Ein Faltrad mit ElektromotorDas hat noch gefehlt: Tern stellt auf der Eurobike ein Faltrad vor, das auch einen Elektromotor hat. Trotz Akku und Motor lässt sich das Elektron zusammenfalten. Allerdings weit tragen will man das Falt-Pedelec sicher nicht. Dafür scheint es dann doch zu klobig und schwer. Deshalb kann man das Elektron auch zusammengefaltet schieben. Es passt so gut in die Bahn oder den Kofferraum eines Autos. Der Preis: 3.000 Euro.

Foto: Tern

Erstes im Motor integrierte 2-Gang-GetriebeDer Schweizer E-Bike-Pionier Flyer stellt seine neue U-Serie vor. Das E-Mountainbike Uproc 7 verfügt als Weltneuheit über einen Panasonic-Motor mit integrierten 2-Gang-Getriebe. Die Gänge sind wahlweise automatisch oder manuell schaltbar. Die superschnelle Schaltung entfaltet ihre Vorteile vor allem am Berg.  Im Automodus erkennt die Flyer Intelligent Technologie im Getriebe durch Messung von Geschwindigkeit, Beschleunigung und Trittfrequenz selbstständig den richtigen Gang. Das bis zu 45 km/h schnelle E-Bike hat am Lenkrad ein 3,5-Zoll-Display für alle Fahrtinformationen. Ein Seitenständersensor mahnt den vergesslichen E-Biker bei Fahrtantritt zum Einklappen der Standstütze. Zu haben ist das Hightech-Rad Uproc7 ab Oktober 2016 für einen Preis ab 4699 Euro.

Foto: Flyer

Ein Metallring als FahrradklingelSelbst an der Fahrradklingel können Ingenieure noch eine Menge erfinden. Der australische Hersteller Knog hat die übliche Glocke durch einen Metallring ersetzt. Dieser Ring ist bei der Fahrradklingel Oi nur 15 mm breit. Wie üblich bei Klingeln gibt es einen kleinen Federbolzen, der den Ring zum Klingen bringt. Es gibt die Oi in zwei Größen und fünf Farben. 20 Euro wird diese wirklich schöne Klingel kosten. Eigentlich das richtige Weihnachtsgeschenk für Ingenieure.

Foto: Knog

Im Unterrohr integrierter Akku schafft 200 Kilometer ReichweiteMit seiner neuen Pedelec-Modellreihe Select, die aus sieben Rädern besteht, kommt der deutsche Hersteller Kalkhoff zur Eurobike. „Von elektronischer Schaltung, Automatik bis hin zum Riemenantrieb stehen alle wesentlichen Komfortfeatures zur Verfügung“, betont Kalkhoff-Manager Alexander Hülsmann. Die neuen im Unterrohr integrierten iNext-Akkus mit 13 oder 17 Ah sollen Reichweiten bis zu 200 km ermöglichen. Der Preis der Edelbikes, die mit Bordcomputer, Navigationsgerät und einem Ultra-Modus für Extra-Beschleunigung ausgerüstet sind, startet bei 4.500 Euro.

Foto: Kalkhoff

E-Scooter für die StadtFür die schnelle Mobilität in urbanen Räumen wurde der Citybug2S entwickelt. Dieser kraftvolle E-Scooter ist eine umweltfreundliche Alternative zum Auto bei kurzen Wegen in der Stadt. Der Elektroroller wird von einem neuen leistungsstarken 48V/350W Radnabenmotor am Hinterrad angetrieben, der das Fahrgerät auf bis zu 18 km/h bringt. Beschleunigt wird der Citybug2S über einen „Gashebel“ an der rechten Lenkerseite. Zum Tragen und Aufbewahren macht sich der E-Scooter ganz klein.

Foto: Citybug

Fahrräder aus BambusUnd zum Schluss haben wir noch etwas für die Radfahrer, die um Stahl und Aluminium einen großen Bogen machen. Wie wäre es da mit dem Modell My Afram Speedhub aus Kiel? Bei diesem Trekkingrad sind die Rohre aus Bambus. Gefertigt wird der Rahmen in Handarbeit in Ghana. Das Fahrrad ist damit zugleich ein Entwicklungsprojekt. Trotzdem wird bei der Technik auf Hightech gesetzt: Scheibenbremsen, 14-Gang-Nabenschaltung von Rohloff sowie eine LED-Lichtanlage Busch & Müller haben allerdings ihren Preis. Das Bambus-Fahrrad ist ab Januar 2017 für 3.200 Euro zu haben.

Foto: MyBoo

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