Cloud Computing 17.06.2011, 19:54 Uhr

Komplette Unternehmenssoftware als reine Cloud-Lösung

E-Mail- und Officeanwendungen, Customer-Relationship- und Projekt-Management waren die ersten erfolgreichen Anwendungsbereiche des Cloud Computing. Unaufhaltsam stoßen solche On-Demand-Systeme auch in betriebswirtschaftliche Kernbereiche wie Warenwirtschaft und Enterprise Resource Planning (ERP) vor.

Cloud & Co sind auf breiter Front dabei, sich eine umfassende „Parallelwelt“ neben den herkömmlichen serverbasierten „On Premise“-Systemen zu erschließen. „Wir setzen beim Thema Cloud Computing auf unser On-Demand-ERP-System SAP Business By Design“, betont Carsten Pöschel, Leiter Produktvertrieb SAP Business By Design. Mit der vollständig auf On-Demand-Software basierten Lösung für Unternehmenssoftware (ERP) sollen vor allem mittelständische Unternehmen zwischen 50 bis 500 Mitarbeitern in den drei Marktsegmenten Dienstleistung, Handel und produzierende Unternehmen in die Cloud gelockt werden.

Dem deutschen Branchenprimus ist es nach mehreren Jahren Entwicklungsarbeit als einem der ersten Unternehmen gelungen, mittelständischen Firmen ein komplettes, marktfähiges ERP-System auf Basis des Cloud-Computing-Betriebsmodells anbieten zu können.

Pöschel: „‚Komplett‘ bedeutet, dass in unsere On-Demand-Lösung neben Warenwirtschaft, Einkauf und Logistik auch Funktionalitäten wie Projektmanagement, Customer Relationship Management (CRM) bis hin zu Anbindungen an Office-Anwendungen nahtlos integriert sind.“ Als vorerst letzte Säule könne sogar ein Business-Intelligence(BI)-Analyse-Tool für alle Unternehmensbereiche eingesetzt werden.

Große ERP-Systeme vollständig über Softwareservices und als Mietmodell zu realisieren, gilt dagegen beim Wettbewerb und unabhängigen Analysten auf dem gegenwärtigen Stand der Technik als nicht durchführbar. So beispielsweise Frank Mihm-Gebauer, Pressesprecher Anwendungssoftware bei Microsoft Deutschland: „Bei größeren IT-Systemen gehen wir für die Zukunft vielmehr von einem Hybrid-Modell aus.“

Dagegen pflegen die Walldorfer im Prinzip drei Produktfamilien parallel: zunächst die klassische serverbasierte SAP Business Suite und zum Zweiten die neue Plattform für alle On-Demand-Applikationen: SAP Business By Design. Als dritte Säule entwickelt der Konzern auch mobile Applikationen, die sowohl On-Demand- als auch On-Premise-Lösungen unterstützen.

Alle gängigen ERP-Funktionalitäten laufen bei Anwenderunternehmen wie Telefunken in Heilbronn, dem Automobilzulieferer Uwe Braun oder American DJ, einem Großhändler mit umfassender Lagerlogistik, vollständig über Browser. Die Applikationen werden im SAP-Rechenzentrum in St. Leon-Rot betrieben und im Mietmodell nach konkretem Nutzen abgerechnet. Pöschl: „Eine lokale Installation im Haus ist mit SAP Business By Design nicht mehr nötig.“

Analystenbedenken wie die von Rüdiger Spies (IDC), der in ungelösten IT-Sicherheitsproblemen noch einen großen Hemmschuh bei der flächendeckenden Durchsetzung des Cloud-Computing-Betriebsmodells in Deutschland sieht, fechten die Walldorfer nicht an. SAPs On-Demand-ERP-System sei in Gänze nach den Sicherheitsstandards IDW PS 880 und SAS 70 zertifiziert. „Wir bieten damit weit höhere Sicherheitsstandards, als es die meisten mittelständischen Unternehmen intern selbst regeln könnten“, betont Pöschel.

Alles in allem geht SAP auch für die Zukunft von einer weiteren Koexistenz von On-Demand- und On-Premise-Systemen aus und hat ihr Lösungsportfolio nicht nur für kleine und mittlere Unternehmen entsprechend darauf ausgerichtet. HARALD LUTZ

Von Harald Lutz

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