Cloud-Computing 16.07.2004, 18:31 Uhr

ASP senkt Kosten und erhöht Datenschutz

VDI nachrichten, Düsseldorf, 16.7.04 -Mit Application Service Providing (ASP) lassen sich Kosten sparen, zeigt der praktische Betrieb. Über DSL-Leitungen sind die Antwortzeiten zudem so kurz wie bei einer Verarbeitung direkt vor Ort.

Vor gut einem halben Jahr hat Reinhold Kiefer, in der Geschäftsleitung der Paul Becker GmbH für den kaufmännischen Bereich zuständig, seine Kollegen davon überzeugt, dass sich Kosten sparen ließen, wenn die Datenverarbeitung ausgelagert würde. Seit drei Monaten nun nutzt das Unternehmen die Application-Service-Providing-Lösung von Datev. „Wir setzen Programme für das Rechnungswesen, die Anlagenbuchhaltung sowie Lohn- und Gehaltsabrechnung ein“, berichtet Kiefer.
Zufrieden ist er mit dem Laufzeitverhalten: „Man merkt nichts davon, dass die komplette Verarbeitung und Datenspeicherung im weit entfernten Nürnberg erfolgt.“ Über eine Business-DSL-Leitung der Telekom ist die Firma Becker an das Rechenzentrum von Datev angebunden. Die Daten werden verschlüsselt und geschützt über ein Virtual Private Network (VPN) übertragen. Für den Notfall steht eine ISDN-Leitung bereit, die automatisch einspringt, sollte die DSL-Leitung gestört sein. Und selbst darum muss sich niemand in Denzlingen kümmern: „Wir nehmen Kontakt mit der Telekom auf, um die Störung beheben zu lassen“, stellt Jürgen Irrgang für den Notfall klar.
Irrgang leitet das Geschäftsfeld IT-Management bei Datev, zu dem auch die ASP-Angebote gehören. „Wir haben derzeit etwa 70 ASP-Anwender, 60 davon sind Steuerkanzleien, zehn mittelständische Betriebe“, berichtet er. Steuerkanzleien würden meist ihre komplette IT an Datev auslagern.
„Unternehmen können wir das nicht anbieten“, schränkt Irrgang ein. Datev hat beispielsweise keine Software für die Produktionssteuerung und konzentriert sich deshalb bei den ASP-Angeboten für den Mittelstand auf Anwendungen wie Finanzbuchführung und Rechnungswesen, also all die Dienste, die auch der Steuerberater üblicherweise übernimmt.
„Wir haben uns aus Gründen der Sicherheit und Kosten für ASP entschieden“, so Kiefer. Um beispielsweise Löhne und Gehälter zu buchen, brauche man keine eigenen Rechner mehr, es genügen Terminals. Die Daten müssen nicht mehr vor Ort gespeichert werden und auch nicht mehr regelmäßig Updates aufgespielt werden, was durch die häufigen Gesetzesänderungen in diesem Bereich ziemlich aufwändig ist. „Wir kümmern uns um gar nichts“, fasst Kiefer lapidar zusammen. Wenn etwas nicht läuft, erledige das der ASP-Provider.
Die ASP-Lösung kostet weniger als die Inhouse-Lösung, die das Unternehmen Becker vorher betrieben hat. „Wir berechnen für unseren ASP-Service einen monatlichen Festbetrag“, so Datev-Mann Irrgang. Dadurch sei ein Vergleich leicht möglich, die Kosten zudem klar kalkulierbar.PETER ILG

 

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