Hannover Messe 23.04.2010, 19:46 Uhr

Schwerpunkt „Digitale Fabrik“ bringt Produktion auf Umweltkurs

Der Messeschwerpunkt „Digitale Fabrik“ in Halle 17 der diesjährigen Hannover Messe zeigt deutlich: Neben der klassischen Produktivitätssteigerung werden Energieeffizienz und umweltfreundliche Produktion immer wichtiger im Wettbewerb um die Kundengunst.

„Der Konstrukteur legt 80 % der Produktkosten beim Engineering fest, aber er hat auch großen Einfluss auf die Umweltverträglichkeit und eine energieeffiziente Fertigung“, betonte Andreas Spieler, Solidworks-Produktmanager, Haar bei München, auf der weltgrößten Industriemesse.

Dem Trend zu immer mehr Umweltverträglichkeit und dem sparsamen Umgang mit Energie wollen die CAD-Entwickler mit „Solidwork-Sustainibility“ entgegenkommen. „Von Aktionären bis zu Verbrauchern werden immer mehr Produkte verlangt, die umweltfreundlich und möglichst zu 100 % grün sind“, betonte Spieler. Vom Rohstoffabbau über die Fertigung bis zur Produktverwendung und -entsorgung zeige das Softwaremodul den Konstrukteuren, welchen Umwelteinfluss die getroffene Materialauswahl auf das Endprodukt habe. „Mithilfe des neuen Systems wird die Umweltbeeinflussung über die ganze Lebensdauer hinweg in Form der Faktoren CO2-Bilanz, Säuregehalt der Luft, Überdüngung von Gewässern und Gesamtenergieverbrauch gemessen“, präzisierte der Solidworks-Manager.

Digitale Fabrik: Produktanalytik-Software „Insight“ ermittelt CO2-Belastung und andere Umweltauswirkungen

In eine ähnliche Richtung entwickelt PTC, München: „Wir haben die Produktanalytik-Software ,Insight“ um eine Technologie erweitert, mit der Unternehmen bereits während der Produktentwicklung und -fertigung die CO2-Belastung sowie weitere wichtige Umweltauswirkungen ihrer Produkte analysieren können“, erläuterte Michael Sauter, PTC-Leiter Zentraleuropa. So stelle Insight jetzt spezielle Funktionalitäten bereit, mit denen die Stückliste auf Umweltverträglichkeit, Kosten und Zuverlässigkeit über den gesamten Produktlebenszyklus untersucht werden könne.

Die Digitale Fabrik hat Öko-Bilanz, Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz im Fokus

Geht es neben Öko-Bilanz und Umweltverträglichkeit um Energieeffizienz „pur“, ließe sich über exakte Maschinen- und Betriebsdatenerfassung bzw. -auswertung einiges erreichen, hoben die Experten von MPDV Mikrolab, Mosbach, vor. „Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Industrie haben sich die Industriestrompreise seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt“, so MPDV-Geschäftsführer Prof. Jürgen Kletti. Mit Manufacturing Execution-Systemen (MES) könnten Unternehmen erkennen, wo Energie im Unternehmen verschwendet wird und welche Energiesparpotenziale sich daraus ergeben. „MES-Systeme filtern den Datenwust der Produktion und liefern wichtige Kennzahlen über die Stärken und Schwächen von Fertigungslinien“, definierte Kletti.

Werden MES-Systeme für Energiesparmaßnahmen genutzt, ergeben sich für dem MPDV-Geschäftsführer zwei prinzipielle Ansätze: „Zum einen kann der Energieverbrauch einzelner Maschinen direkt ausgewertet werden. Im MES lassen sich dann nicht nur die Stromfresser erkennen, sondern es lassen sich auch Korrelationen zwischen dem Energieverbrauch, den gefertigten Produkten sowie dem verwendeten Material oder den Werkzeugen herstellen.“ Zum anderen könne man durch gezielte MES-Auswertungen erkennen, wann, wie lang und warum Maschinen im Standby-Betrieb laufen und dabei Energie verbrauchen, ohne wirklich produktiv zu sein.“

André Geßner, Marketingleiter bei Coscom, Ebersberg, sieht im Trend zur „grünen“ Produktion mehr als nur einen kurzlebigen Slogan: „Neben der klassischen Produktivitätssteigerung wird Energieeffizienz zum Megatrend in der Produktion.“

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