ILA in Berlin 21.05.2014, 15:30 Uhr

Besucher staunen über Flugdrohnen, die A380 und einen Satelliten in Originalgröße

Über 1200 Aussteller aus 40 Ländern sind zur internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) nach Berlin gekommen. 200.000 Besucher werden auf der ältesten Luftfahrtschau erwartet. Bestaunen können sie die unbemannte Flugdrohne Anka, das größte Passagierflugzeug der Welt, einen Satelliten in Originalgröße und spektakuläre Flugshows.

Emirates präsentiert auf der ILA ein neues Exemplar des Airbus A380 aus der eigenen Flotte. Das größte Passagierflugzeug der Welt bietet über 800 Passagieren Platz. 

Emirates präsentiert auf der ILA ein neues Exemplar des Airbus A380 aus der eigenen Flotte. Das größte Passagierflugzeug der Welt bietet über 800 Passagieren Platz. 

Foto: ILA

„Haben Sie was aus Titan da?“, soll Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Eröffnungsrundgang auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) den Geschäftsführer der Feingießerei Tital gefragt haben. Das leichte und feste Metall wird im Flugzeugbau immer dort eingesetzt, wo große Belastungen aufgefangen werden müssen, etwa bei Triebwerksaufhängungen und Fahrwerken.

Aktuell befürchten europäische Flugzeugbauer mögliche Materialengpässe im Zuge der Ukraine-Krise, denn die Industrie hängt stark von russischen Titanlieferungen ab. Noch gibt es wohl keine Einschränkungen, aber eine Arbeitsgruppe des Unternehmens Airbus sieht sich vorsichtshalber schon mal bei anderen Zulieferern um, damit die russischen Titanlieferungen notfalls ersetzt werden können.

Mögliche Engpässe bei Titanlieferungen sind wohl für die meisten Besucher der ILA nicht von vorrangigem Interesse. 200.000 Fach- und Privatbesucher werden auf dem 250.000 Quadratmeter großen Gelände neben dem Berliner Flughafen Schönefeld erwartet. Und das sind die wichtigsten Themen und Höhepunkte der Messe:

ILA-Gastland Türkei zeigt Flugdrohne Anka

Das diesjährige Partnerland der ILA ist die Türkei. Die Luftfahrtnation hat eine jährliche Wachstumsrate von 30 Prozent und gibt sich entsprechend selbstbewusst auf der Messe. Nach Berlin haben die Türken unter anderem das unbemannte Fluggerät Anka, den leichten Kampfhubschrauber T129, das Frühwarnflugzeug Boeing 737 AEW&C und eine Transall mitgebracht. Außerdem zeigen zwei der besten Piloten von Solo Türk, dem Solo-Kunstflugteam der türkischen Luftwaffe, bei Geschwindigkeiten von bis zu 1200 Kilometern pro Stunde ihr fliegerisches Können mit einer F-16.

ILA-Gastland Türkei zeigt auf der ILA die Flugdrohne Anka. 

ILA-Gastland Türkei zeigt auf der ILA die Flugdrohne Anka. 

Foto: ILA

Im Rahmen der Flugerprobung hat der vierte Prototyp des neuen Langstreckenjets Airbus A350 für einen Tag die ILA 2014 besucht und wurde damit erstmals auf einer Luftfahrtmesse in Europa am Boden gezeigt. Rund 300 Passagiere soll der neue Airbus künftig befördern. Das Testflugprogramm mit dem Ziel der Musterzulassung und der Erstauslieferung an Qatar Airways in diesem Jahr liegt nach Angaben von Airbus gut im Zeitplan.

Nach einer Marktanalyse, die Airbus auf der ILA vorstellte, wird der Luftverkehr von und nach Deutschland in den nächsten beiden Jahrzehnten um jährlich 3,5 Prozent wachsen, was zu einem Bedarf von 1821 neuen Flugzeugen bei den nationalen Fluggesellschaften führen wird. In den nächsten 20 Jahren werde sich die globale Flugzeugflotte verdoppeln und weltweit würden 29.230 neue Passagierflugzeuge benötigt, so Airbus. Rund 20 Prozent dieses Bedarfs entfielen auf Europa.

Im Space Pavillion steht ein Modell des Satelliten Alphasat in Originalgröße

Der 1500 Quadratmeter große Space Pavillion ist das Herzstück des Raumfahrtauftritts auf der ILA. Hier steht ein Modell des Telekommunikationssatelliten Alphasat in Originalgröße. Anhand der beiden deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X zeigen die Aussteller, wie ein dreidimensionales Höhenmodell der Erdoberfläche erstellt und zum Beispiel bei der Bekämpfung von Flutkatastrophen eingesetzt wird.

Besucher des Space Pavillions können ein Modell des Kommunikationssatelliten Alphasat in Originalgröße bestaunen. 

Besucher des Space Pavillions können ein Modell des Kommunikationssatelliten Alphasat in Originalgröße bestaunen. 

Foto: ESA

Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat Maschinen aus seiner Forschungsflotte geschickt: die Antares DLR H2, das weltweit erste pilotengesteuerte Flugzeug mit Brennstoffzellenantrieb, und den Atmosphären-Forscher Falcon 20 E, der als erstes Flugzeug bei einem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull den Aschegehalt messen konnte.

Emirates zeigt den Airbus A380

Ihren neuesten Airbus A380, das größte Passagierflugzeug der Welt, präsentiert Emirates auf der ILA 2014. Mit dem A380 können bis zu 853 Passagiere befördert werden. Für die in Dubai ansässige Luftverkehrsgesellschaft, die über die weltweit größte Flotte des Megaliners verfügt, handelt es sich bereits um die 48. Maschine dieses Typs. Derzeit arbeitet die Airline am Konzept eines fliegenden Schlafzimmers mit allen Annehmlichkeiten, wie sie in Luxushotels zu finden sind. Auch ein Beluga, das Transportflugzeug mit dem weltweit größten Ladevolumen, und die Verkehrsflugzeuge Airbus A350XWB und Boeing 747-8 sind zu besichtigen.

Bundeswehr ist größter Einzelaussteller der ILA

Mit 25 von insgesamt 300 ausgestellten Fluggeräten ist die Bundeswehr der größte Einzelaussteller auf der ILA. Die Messe soll auch für die Rekrutierung von Personal für Wartung und Instandhaltung genutzt werden. Was die Bundeswehr so alles kann, will sie beim Manöver Willfire 2014 zeigen. Hier kommen Kampfjets, Hubschrauber und Transporter zum Einsatz.

Der deutsche Triebwerkhersteller MTU präsentiert ein Triebwerk, das 15 Prozent weniger Treibstoff verbraucht und zehn Dezibel leiser ist als bisherige Triebwerke. Für die subjektive Wahrnehmung reduziert sich der Lärm damit um die Hälfte. Bei den alternativen Kraftstoffen gibt es ganz unterschiedliche Ansätze. Das kalifornische Unternehmen Amyris setzt Zuckerrohr als Rohstoff ein, während das Unternehmen Solena zusammen mit British Airways in London Kerosin aus dem Abfall der Metropole herstellen will.

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