Bau 07.03.2008, 19:33 Uhr

Wellness-Oasen für zu Hause  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 7. 3. 08, rok – Die Konstrukteure von Sanitäranlagen bieten mehr und mehr Produkte an, mit denen sich das heimische Badezimmer in eine kleine Wellness-Oase verwandeln lässt. Die enorme Angebotspalette zur Bereicherung der heimischen Nasszelle gestattet nicht nur die Luxussanierung, auch im Kleinen lässt sich mittlerweile Wohlfühlatmosphäre herstellen.

Dumpfes Brausen, leises Zischen und Brodeln – mit geschäftig erscheinenden Geräuschen kündigt sich der Betrieb des Whirlpools an, der mit unsichtbaren Wasserstrahlen aus vielen kleinen und größeren Düsen das Wannenbad in ein kleines Wellness-Erlebnis verwandelt. Badeluxus ist mittlerweile vermehrt in Privatwohnungen anzutreffen, und die Sanitärbranche erweitert entsprechend stetig ihre Angebotspalette. Die Badezimmer werden dabei immer komfortabler und eleganter.

Für die auf der ISH 2007 gezeigte Kollektion „Imagine“ engagierte die Firma Ideal Standard zum Beispiel den Designer Ronen Joseph, um mit ungewöhnlichen Formen, Dekoren und einer neuartigen Raumgestaltung Kunden anzulocken. Eine flexible Modulbauweise mit vielen verschiedenen Waschtischen und dazugehörigen Unterschränken sowie eine ganze Reihe diverser WC-Sitze (beispielsweise mit der Funktion Soft-Closing), Hochschränke und Spiegel (Trapez oder Rechteck) sollen den Verbraucher zu individuellen und phantasievollen Entwürfen anregen. Für den heimischen Saunagang inklusive Dampfbad und Dusche sorgt das pfiffige Modell „Tris“, das auf einer kompakten Fläche von 170 cm x 110 cm eine Kombination aus Schwitzen, Inhalieren und Erfrischen (Regenbrause oder tropischer Sprühregen) gestattet. Per Sensortaste lassen sich die verschiedenen Funktionen einstellen. Das feuchtigkeitsresistente Iroko-Holz soll die Belastungen durch Hitze und Nässe dauerhaft überstehen.

„Der Trend geht zum Bad als Lebens-, Erholungs- und Fitnessraum. Wohnlichkeit ist heute ein wichtiger Aspekt dieses Raumes“, sagt Jürgen Beining, Vertriebsleiter der Bad- und Wellness-Abteilung der Firma Villeroy & Boch. Hochwertige, designstarke Badmöbel und technische Innovationen wie Whirlwannen, Dampfduschen oder das Geruch bekämpfende „PurAir WC“, das der Hersteller vor zwei Jahren auf den Markt gebracht hat, hätten diese Entwicklung gefördert. „Das Bad ist zu einem Ort geworden, an dem der moderne Konsument der Hektik des Alltags entfliehen kann“, so Beining.

Auf technischem Gebiet gibt es reichlich Neues, beispielsweise die „Invisible Jets“, nahezu unsichtbare Whirlpool-Düsen, die im vergangenen Jahr mit dem Innovationspreis Architektur und Technik ausgezeichnet wurden. Dadurch gehört die mit auffälligen und nicht immer sehr schön aussehenden Düsen übersäte Wanne endgültig der Vergangenheit an. Besonderen Luxus verspricht das Whisper-System: Die Luft- und Wasserpumpen sind Spezialanfertigungen, die so geräuscharm arbeiten, dass sie weltweit zu den leisesten gehören. „Whisperpools“ sollen damit selbst auf höchster Regelstufe besonders entspannend wirken. „Die Luxus-Ausstattung Air Royale mit 24 ultraflachen Bodendüsen sorgt für ein prickelndes Badeerlebnis der besonderen Art mit Champagnerperlen-Effekt“, verspricht Beining.

Auch das gewöhnliche Duschen soll mittlerweile zum Wellness-Erlebnis werden: Duschwannen wie etwa das Modell „Squaro“ bestehen aus dem Material Quaryl und bilden eine glatte, geschlossene Fläche mit dem verfliesten Boden. „In Verbindung mit den pendelbaren Türen aus Sicherheitsglas erleichtert dieser schwellenlose Einstieg nicht nur das Betreten der Dusche, er schafft eine höhere Transparenz und Eleganz der Raumwirkung des Bades“, findet Beining.

Neues gibt es aber nicht nur für Bäder in Luxusgröße, auch kleinere Nasszellen lassen sich aufwerten. „Neue funktionale Lösungen mit technischen und ästhetischen Raffinessen speziell mit Blick auf kleine Badezimmer bieten die Badserien Omnia architectura und Subway,“ sagt Beining. Im Mittelpunkt stünden kompakte und doch komfortable WCs und Handwaschbecken, auch als Ecklösung. Besonderer Problemlöser, beispielsweise, wenn in kleinen Bädern nicht auf eine Badewanne verzichtet werden soll, sei die sich zum Fußende verjüngende, 170 cm x 80 cm große Offset-Badewanne, die wahlweise für die rechts- oder linksseitige Montage angeboten werde. Dieses Wannenmodell ermögliche den Wannentraum trotz problematischer Grundrisse.

Bedeutung bei der Gestaltung des Badezimmers gewinnen auch die Armaturen. Der Hersteller Grohe konstatiert beim Kunden eine Tendenz, das Bad technisch aufzurüsten. Das Interesse an modernster Technologie, die größtmöglichen Komfort verspricht, wachse auf dem Sanitärsektor, sagt Unternehmenssprecherin Ulrike Heusel-Greipl.

Hoch im Kurs stünden beispielsweise digitale Sanitärprodukte, die viele Aktionen im Bad vereinfachten. Die neueste digitale Grohe-Entwicklung nennt sich Ondus. Wassertemperatur und Durchflussmenge lassen sich über ein elektronisches Bedienelement regeln. „Die Einstellung erfolgt fast spielerisch über sich selbst erklärende Icons“ erklärt Heusel-Greipl. Ein Display zeige dabei die Einstellungen an. „Ein separates Bedienmodul führt per Fingertipp direkt zum gewünschten Bade- oder Duscherlebnis.“ Im Badewannen- und Duschbereich ermögliche das neue Bedienelement darüber hinaus die elektronische Anwahl von Kopf-, Seiten- und Handbrause beziehungsweise den Wechsel von Handbrause zu Wannenbatterie.

Die vor allem in Hotels und Gaststätten häufig anzutreffenden berührungslos gesteuerten Armaturen halten nach Beobachtungen von Grohe mittlerweile vermehrt Einzug in Privathaushalten. „Aufgrund der optionalen Energieversorgung durch langlebige Batterien sind auch berührungslos gesteuerte Armaturen hervorragend für den Einsatz im Privatbad geeignet, auch im Falle einer Nachrüstung“, so Heusel-Greipl. Attraktiv werde diese Art der Armatur auch durch den Energiespareffekt von mehr als 60 %, da durch den Hahn nur so lange Wasser läuft, wie sich die Hände darunter befinden.

LARS WALLERANG

Bequemlichkeit und Luxus liegen dicht beieinander

Von Lars Wallerang

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