Dreidimensionale Computermodelle 12.09.2013, 11:44 Uhr

Wärmedämmung mit Drohnen-Hilfe

Mit Luftbildern lassen sich Großbaustellen in jeder Entstehungsphase einfach dokumentieren. Mit einer von Siemens entwickelten Technologie können jetzt auch Energieverluste an großen Gebäuden oder ganzen Stadtvierteln erfasst werden. 

Siemens hat eine neue Technologie zum Erfassen von Energieverlusten an großen Gebäuden oder ganzen Stadtvierteln vorgestellt. Die Bildverarbeitungstechnik arbeitet mit Fotos, die mit einer Kameradrohne aufgenommen werden. Die Software erstellt aus den Daten ein dreidimensionales Modell und macht darauf Wärmestrahlung, Flüssigkeits- und Gasverluste, schlechte Dämmung und Durchfeuchtung sichtbar. Beim Bau des Wiener Stadtteils Seestadt Aspern kommt die Technik bereits zum Einsatz.

Siemens hat eine neue Technologie zum Erfassen von Energieverlusten an großen Gebäuden oder ganzen Stadtvierteln vorgestellt. Die Bildverarbeitungstechnik arbeitet mit Fotos, die mit einer Kameradrohne aufgenommen werden. Die Software erstellt aus den Daten ein dreidimensionales Modell und macht darauf Wärmestrahlung, Flüssigkeits- und Gasverluste, schlechte Dämmung und Durchfeuchtung sichtbar. Beim Bau des Wiener Stadtteils Seestadt Aspern kommt die Technik bereits zum Einsatz.

Foto: Siemens

Die Seestadt Aspern am Rand von Wien, ein Stadtteil aus der Retorte, wird das am besten dokumentierte Bauprojekt der Welt sein. Jeder Baufortschritt wird von einer Kamera dokumentiert, die am Bauch einer Drohne befestigt ist. Das Fluggerät des Luftbildspezialisten Ascending Technologies in Krailing bei München fertigt in regelmäßigen Abständen Bilderserien der Großbaustelle. Vorteil der luftigen Technik: Selbst schwer zugängliche Regionen der Baustelle sind auf diese Art leicht erreichbar. Aus den Bildern entstehen mit einer entsprechenden Software dreidimensionale Computermodelle, die später nötig werdende Umbauten, Wartungsarbeiten und Reparaturen erleichtern. Zudem werden die Bilder genutzt, um die Logistik auf der Großbaustelle zu optimieren, also den Nachschub an Baumaterial.

Aspern entsteht an einem künstlichen See, der von einem Park umgeben ist. Der neue Wiener Stadtteil wird 20000 Einwohner und ebenso viele Arbeitsplätze haben. 2014 werden die ersten Menschen dort einziehen,

Schwachstellen in Fassaden werden aufgedeckt

Siemens setzt die Drohne für eine ganz spezielle Aufgabe ein. Ausgestattet mit einer Wärmekamera dokumentiert sie die Schwachstellen von Fassaden. Auf den dreidimensionalen Computermodellen, die daraus berechnet werden, ist zu sehen, wo auf Grund mangelhafter Dämmung Wärme entweicht und Feuchtigkeit in den Wänden hochsteigt.

Bisher werden Baustellen und Wärmeverluste vom Boden aus dokumentiert. Fehler entstehen durch die einseitige Perspektive, vor allem an sehr hohen Fassaden. In manchen Fällen müssen sogar Industriekletterer eingesetzt werden, um eine lückenlose Dokumentation sicherzustellen, ein aufwändiges und damit sehr teures Verfahren.

Die Daten werden während des Fluges an Bord der Drohne gespeichert. Nach der Landung werden sie ausgelesen und in Computermodelle verwandelt, die sich beliebig drehen und kippen lassen, sodass sämtliche Details sichtbar werden, Voraussetzung etwa für die Entscheidung, mit welchen Techniken eine Fassade, über die Wärme abgegeben wird, saniert werden kann. Manchmal reicht es schon, die Nahtstelle zwischen Fenstern und Mauern nachzubessern.

Eingesetzt wird unter anderem Hummingbird (Brummvogel), eine viermotorige Drohne, die besonders leicht und wendig ist. Für schwierigere Manöver hält das Unternehmen aus Krailing die Falcon 8 vor, ein besonders lagestabiles Gerät, das wackelfreie Filme selbst bei starkem Wind garantiert.

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