Bau 11.01.2008, 19:32 Uhr

Grünes Bauen und Sanieren mit Holzwerkstoffen  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 11. 1. 08, rok – Umweltbewusstes Bauen und Sanieren ist auf dem Vormarsch, der Werkstoff Holz ist in der Bauindustrie deshalb gefragt wie noch nie. Unterstützt wird dieser Trend von gesetzlichen Maßnahmen wie der Energieeinsparverordnung und dem Energieausweis für Gebäude, die Anreize für eine effiziente Wärmedämmung setzen. Sonae Indústria, der weltweit größte Hersteller von Holzwerkstoffen, hat mit den Agepan-Bausystemen eine Lösung für umweltverträgliches und wohngesundes Bauen entwickelt.

Bausysteme aus Holzwerkstoffen sorgen dafür, dass die Wärme im Winter nicht aus dem Haus entweicht und im Sommer die Hitze draußen bleibt. Beispielsweise konnte bei der energetischen Sanierung eines Wohnhauses in Süddeutschland der Wärmedurchlässigkeitswert um 80 % gesenkt werden – allein durch die Sanierung der Fassade konnte der Gesamtenergieverbrauch um 47 % reduziert werden. Zum Einsatz kam dabei das Wärmedämmverbundsystem Marmorit Warm-Wand THD, in Kombination mit einer Hanfdämmung.

Nach der Sanierung betrug der Wärmedurchlässigkeitswert nur noch 0,239 W/m²K statt ursprünglich 1,195 W/m²K. Das Temperatur-Amplituden-Verhältnis (TAV) wurde bei der Fassade von 29 % auf 1 % verringert. Dieses Verhältnis gibt an, in welchem Maße Temperaturschwankungen von der Außenseite nach innen weitergegeben werden.

Je niedriger das TAV, desto günstiger ist die Konstruktion hinsichtlich des sommerlichen Hitzeschutzes einzustufen. Eine Phasenverschiebung von fast 15 Stunden sorgt dafür, dass die Hitze tagsüber abgehalten und erst in der Nacht zum größten Teil abgegeben wird – wenn es draußen am kühlsten ist. „Auf diese Weise schaffen Holzbausysteme ein natürliches Raumklima. Man kann auf eine Klimaanlage verzichten und im Winter lassen sich die Heizkosten dauerhaft reduzieren. Angesichts der hohen Energiepreise ein wichtiges Argument“, findet Hans-Rudolf Holzer, Leiter der Agepan Business Unit.

Auch mehrgeschossige Bauten können problemlos errichtet werden, da die Bausysteme aus aufeinander abgestimmten Holzbaukomponenten bestehen. Die Bestandteile der Bausysteme sind baubiologisch empfehlenswert und zum Großteil vom Verband Natureplus als umweltgerechtes und wohngesundes Baumaterial zertifiziert worden.

Seit der Einführung 2002 hat sich der Absatz von Agepan versechsfacht. Sonae Indústria ist fest entschlossen, mit weiteren Holzwerkstoffprodukten für die energetische Sanierung nachzulegen. „In Zukunft werden Holzwerkstoffe im Bereich Dämmung eine noch größere Rolle spielen,“ ist Holzer sicher. „Gerade bei Altbauten rechnen wir mit steigenden Investitionen in die energetische Sanierung, da fast drei Viertel aller Wohneinheiten in Deutschland älter als 30 Jahre sind. Außerdem wurde bis in die 1980er-Jahre die Wärmedämmung beim Hausbau eher stiefmütterlich behandelt.“

Im Zuge des neuen Klima- und Energiepakets der Bundesregierung haben sich auch die Richtwerte für die Wärmedämmung von Gebäuden deutlich verschärft: Schon im nächsten Jahr werden die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden um 30 % erhöht. Im Jahr 2012 folgt eine weitere Verschärfung der Anforderungen um nochmals 30 %. Viele Immobilienbesitzer werden daher ihre Häuser im Hinblick auf eine bessere Energiebilanz modernisieren.

Hinter Sonae Indústria steht die Sonae-Gruppe, Portugals größtes Unternehmen, das unter anderem in der Immobilienwirtschaft, Telekommunikation und im Einzelhandel tätig ist. Der Eintritt in den deutschen Markt fand 1998 mit der Übernahme der Glunz AG statt, seit Dezember führt Carlos Bianchi de Aguiar das deutsche Tochterunternehmen. In der Holzwerkstoffindustrie in Mitteleuropa findet derzeit eine Konsolidierungswelle statt, an der Sonae Indústria durch die Übernahme der ehemaligen Hornitex-Aktivitäten teilnimmt. In diesem Raum ist Sonae Indústria mit einem Marktanteil von mehr als 20 % der führende Holzwerkstoffhersteller. „Mit neuen Holzwerkstoffprodukten für die energetische Gebäudesanierung werden wir unsere Position als nachhaltig wirtschaftender Marktführer weiter ausbauen“, blickt de Aguiar optimistisch in die Zukunft. A. SCHAFFRANIETZ

Von A. Schaffranietz

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