Bau 04.01.2008, 19:32 Uhr

„Geizen beim Heizen“  

„Geizen beim Heizen“.

Zur Diskussion aktueller Fragen des Bauens trifft sich vom 8. bis zum 12. Januar 2008 die Fachwelt auf dem Gelände der Messe Essen zur 23. Deubau. Unter dem Leitmotiv „Creating Future“ soll auf der Schau vor allem das Thema Energieeinsparung im Vordergrund stehen. Dazu effektive bauphysikalische Methoden und die alternative Wärmeerzeugung. Beispiele für das auf der Deubau 2008 im Mittelpunkt stehende alternative Heizen: solare Wärmegewinnung, das Heizen mit Holzpellets und der Einsatz von Wärmepumpen, der zurzeit vor allem in Nordrhein-Westfalen zunimmt.

Zum Thema „Energieeffizientes und solares Bauen“ wird in Essen die Energie-Agentur-NRW auf das ehrgeizige Projekt „50 Solarsiedlungen NRW“ aufmerksam machen. Die Initiatoren setzen hierbei auf die Kombination von Energieeinsparung, Energieeffizienz und die Nutzung von erneuerbaren Energien im Wohnungsbau. Dabei werden nicht nur Einzelhäuser, sondern komplette Siedlungen energiesparend gebaut oder umgebaut. Mittlerweile seien 21 Siedlungen mit über 1700 Wohneinheiten für mehr als 4500 Bewohner fertig, betont Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der Energie-Agentur-NRW. 15 Siedlungen würden aktuell gebaut und weitere zehn seien in Planung. Mit 46 Projekten sei NRW – so Baumann – europaweit Spitzenreiter bei Solarsiedlungen.

Auch das Heizen mit Pellets werde – so die Messe Essen – ein großes Deubau-Thema. Entsprechend wolle sich die „Aktion Holzpellets“ mit acht Kampagnenpartnern in Essen präsentieren. Tatsächlich wächst im Hinblick auf die Verteuerung von Gas und Öl sowie die aktuelle Diskussion um die Folgen des Klimawandels das Interesse an dem nachwachsenden Energieträger. In ganz Deutschland erlebten Holzpelletheizungen einen Boom, betont die „Aktion Holzpellets“. Mittlerweile seien über 70 000 solcher Heizungen bundesweit installiert.

Das gilt auch für den Einsatz von Wärmepumpen. So beobachtet die Wärmepumpenbranche einen jährlichen Anstieg des Absatzes, der sich erstmals im Jahr 2000 abzeichnete. Alleine im letzten Jahr waren von insgesamt 800 000 neu installierten Heizungen bundesweit knapp 44 000 Wärmepumpenanlagen. Im Jahr 2005 waren in Deutschland 18 000 Exemplare dieser alternativen Heizungsanlagen neu zum Einsatz gekommen. Dann kam der Sprung nach oben. Zwischen 2005 und 2006 freute sich die Branche über eine jährliche Steigerung von knapp 150 %.

In den kommenden Jahren könnte in Deutschland, so Marktbeobachter, der Anteil im Neuinstallationsbereich weiter steigen, und zwar um jeweils 10 %/a. Bisher sind deutschlandweit insgesamt rund 170 000 Wärmepumpenheizungen in Betrieb, davon 35 000 alleine in Nordrhein-Westfalen.

Durch gezielte Information will der „Wärmepumpen-Marktplatz NRW“ diese Entwicklung unterstützen. Er präsentiert sich in Halle 6 mit sechs Partnern auf dem Stand Nr. 310. Sein Messemotto: „Geizen beim Heizen“.

Bei dieser zwischen dem 12. und 26. Januar 2008 vorgesehenen Veranstaltung, gleichzeitig an mehr als 100 Orten Nordrhein-Westfalens, will die Energie-Agentur-NRW für den vermehrten Einsatz von Wärmepumpen werben. Agenturgeschäftsführer Baumann: „Die bisherigen Wärmepumpen-Wochen trugen dazu bei, dass allein im Jahr 2006 knapp 9000 dieses alternativen Wärmeerzeugers in NRW neu installiert werden konnten.“

Eine wichtige Voraussetzung für die Verbreitung der Heizung nach dem Verfahren des umgekehrten Kühlschrankprinzips sind technische Lösungen zur Erschließung der anzuzapfenden Wärme. Am ergiebigsten sei Erdwärme, die sich per vertikaler Bohrlochsonde aus 125 m Tiefe nutzbar machen ließe, erläutert in Köln die Wefers GmbH, die sich per Contracting-Modell auf den Erdwärmepumpeneinsatz spezialisiert hat. Tatsächlich zeigt der Wärmeentzug mit vertikalen Erdsonden derzeit die größte Zunahme beim Wärmepumpeneinsatz.

Nordrhein-Westfalen scheint für den Einsatz von Erdwärmepumpen besonders geeignet zu sein. Anlässlich der „Wärmepumpen-Wochen NRW“ des Vorjahres betonte Wirtschaftsministerin Christa Thoben: „Der Trend zur Nutzung der Umweltwärme ging in 2006 sehr deutlich nach oben. Auch weil die Bedingungen in Nordrhein-Westfalen besonders gut sind.“ Rund 70 % der Fläche des Landes sei nach Ermittlungen des Geologischen Dienstes NRW hierfür bestens geeignet. Eine CD-ROM des Geologischen Dienstes zeigt für jedes Grundstück des Landes bis zu einer Tiefe von 100 m, ob die Bodenverhältnisse für die Erdwärmenutzung hinreichend geeignet sind.

ELMAR WALLERANG

www.waermepumpenwochen.de

Seit Jahren wächst das Geschäft mit der Wärmepumpe

Von Elmar Wallerang

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